Nintendo - Bethesda kritisiert Third-Party-Support und rät zur Nachahmung von PS4 und Xbox One

Bethesda Softworks hat sich bisher nicht unbedingt als großer Spiele-Lieferant für die Wii U hervorgetan. Ganz im Gegenteil. War das so ist, hat Firmen-Chef Pete Hines nun in einem Interview recht deutlich dargelegt.

von Onlinewelten Redaktion , Tobias Ritter,
03.09.2013 11:38 Uhr

Bethesda-Chef Pete Hines findet kritische Worte für Nintendo und begründet den ausbleibenden Support seiner Firma für die Wii U.Bethesda-Chef Pete Hines findet kritische Worte für Nintendo und begründet den ausbleibenden Support seiner Firma für die Wii U.

Schon vor einigen Wochen gab Spielentwickler und Publisher Bethesda bekannt, auch weiterhin einen großen Bogen um Nintendos Wii U machen zu wollen. Warum das so ist, hat Firmen-Cherf Pete Hines nun noch einmal in einem Video-Interview mit der englischsprachigen Webseite gametrailers.com näher ausgeführt.

Recht ausführlich ging Hines dabei auf die fehlende Third-Party-Unterstützung der Wii U ein - seiner Meinung nach aktuell offenbar die Hauptursache für die Probleme, die Nintendo derzeit mit den Verkaufszahlen der Wii U hat. Nintendo müsse sich an der Art und Weise orientieren, wie Microsoft und Sony den Third-Party-Publishern ihre Konsolen schmackhaft machten, so Hines:

»Die Möglichkeit, Publisher und Entwickler von der Wii U zu überzeugen, ist lange vorbei. Die Konsole ist draußen. Sie müssen das tun, was Sony und Microsoft lange Zeit getan haben. Und auch bei denen war es keineswegs der Fall, dass wir jedes Mal, wenn wir sie getroffen haben, alle Antworten erhielten, die wir haben wollten. Aber wir waren schon sehr früh involviert und [Microsoft und Sony] haben mit Leuten von Bethesda oder Gearbox gesprochen. Sie haben uns gesagt ›Das machen wir, das planen wir und wir denken, dass es so funktionieren wird‹. Sie wollten hören, was wir dachten. [...]«

Bei Nintendo jedoch sei die Sachlache gänzlich anders gewesen, so Hines recht kritisch im Bezug auf den Wii-U-Hersteller:

»Wenn man allerdings hingeht und sagt ›Wir wollen eine Box machen, sie wird so funktionieren und ihr sollt Spiele für sie machen‹, dann lehne ich dankend ab.«

Er werde sich daher lieber auf diejenigen Anbieter konzentrieren, die ihn und sein Unternehmen bei den aktuellen Vorhaben unterstützen würden. Nintendo wiederum sei gut damit beraten, in Zukunft mehr Zeit darin zu investieren, die Leute schon dann zu erreichen, wenn die Konsole noch nicht fertiggestellt sei, so Hines abschließend. Dafür dürfte es nun aber zumindest bezüglich der Wii U deutlich zu spät sein.

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