Seite 2: Pikmin 3 im Test - Plants vs. Monsters

GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Einfach online kündbar

Zwiebelkinder

Die Pikmin-Zwiebel ist das, was in einem Echtzeitstrategiespiel die Basis ist: Hier entstehen neue Pikmin, hierher kommen wir zurück, wenn's gefährlich wird. Und das wird es in der Welt von Pikmin 3 immer dann, wenn die Sonne untergeht. Im Dunkeln beginnen die Monster der Welt nämlich zu jagen und die Pikmin, die sich nicht vorher in ihre Zwiebel retten, sind Käferfutter. Es gibt kein Zeitlimit, es ist grundsätzlich egal, wie viele Tage wir brauchen. Allerdings will die Crew jeden Abend Saft trinken. Umso mehr Tage wir brauchen, desto mehr Vorrat verschlingt die Besatzung also. Das lenkt von der Hauptaufgabe ab. Es lohnt sich also, etwas Gas zu geben. Mit eingesammelten Früchten stocken wir den Vorrat wieder auf. Und Fallobst gibt's in Pikmin 3 wie Sand am Meer.

Früchte und Monster einsammeln

Gegner besiegen Haben wir einen größeren Gegner oder gar einen Endgegner besiegt, erhalten wir meist Obst als Belohnung. Viele Früchte liegen auch einfach so in der Spielwelt herum.

Zum Schiff bringen Wir bringen Früchte und den besiegten Gegner zur Basis. Aus dem Monster macht die Pikmin-Zwiebel neue Pikmin, die Frucht reißen wir uns unter den Nagel.

Früchte analysieren Am Ende eines Spieltages werden die gesammelten Früchte analysiert ...

versaften ... und dann versaftet. Die großen Früchte reichen für gleich mehrere Rationen.

Bringen die Pikmin tagsüber erlegte Monster oder Blüten zur Zwiebel, entstehen neue Pikmin, die dann wie Möhren im Boden stecken und nur noch »geerntet« werden müssen. Ein beherzter Ruck und die Viecher schießen aus der Erde und schließen sich der Truppe an.

Single-Teamplay

Mit der Zeit finden wir den Restder Crew. Der Vorteil für uns: Alle drei Mitglieder können als Anführer fungieren und mit eigenen Pikmin-Gruppen losziehen. Maximal 100 Pikmin dürfen wir insgesamt aufs Feld lassen, der Rest wird in der Zwiebel untergebracht.

Während die gelben Pikmin den Elektrozaun außer Betrieb nehmen, schleppen die anderen Bauteile für eine neue Brücke. Während die gelben Pikmin den Elektrozaun außer Betrieb nehmen, schleppen die anderen Bauteile für eine neue Brücke.

Bei der Limitierung lohnt es sich, vorher zu überlegen, wie viele Pikmin welcher Sorte man für seine Mission benötigt. Per Knopfdruck wechseln wir zwischen den Anführern und können auf diese Weise mehrere Baustellen gleichzeitig beackern. Während Charlie mit seinen gelben Pikmin beispielsweise eine Strombarriere einreißt, nehmen es Alphs rote Pikmin mit einer Horde wild gewordener Käfer auf. Und Brittanys rosafarbene Viecher sind mit der Reproduktion an der Zwiebel beschäftigt. Praktisch, allerdings dauert eine einzelne Aktion kaum so lange, dass es wirklich viel Zeit einspart, mehrgleisig zu agieren.

Große Welten

Auch auf höhergelegene Ebenen kommen wir mit Hilfe der Crew: Werfen wir etwa Brittany auf eine Anhöhe und ein paar Pikmin hinterher, kann sie die neue Ebene erkunden. Das Ganze schreit laut nach einem Koop-Modus, den gibt es in der Kampagne von Pikmin 3 jedoch nicht. Dabei wäre es sicherlich noch mal spannender, zusammen nach Schätzen, Brückenteilen und dergleichen zu suchen. Allein lässt die Lust danach mit der Zeit etwas nach. Apropos Brückenteile: Häufig sind sie es, die die Verbindung in ein zu erschließendes Areal herstellen. Und manchmal suchen wir uns gelinde gesagt dumm und dämlich, bis wir endlich den letzten Satz Platten dafür gefunden haben. Denn ist eine Brücke nicht fertig gebaut, geht's auch nicht weiter. Ärgerlich.

Endgegner wie dieser Riesenwurm sind nur mit einer besonderen Strategie zu besiegen. Endgegner wie dieser Riesenwurm sind nur mit einer besonderen Strategie zu besiegen.

Ein Lob muss man den Machern fürs Design aussprechen. Die Labyrinthwelt von Pikmin 3 ist durchgehend gelungen: Da plätschert in dem einen Areal ein Fluss durch die Landschaft, auf dem Teichrosen uns als Floß dienen, dann wiederum befinden wir uns am Boden eines Walds, in dem das warme Sonnenlicht durch die Blätter schimmert.

Monster-Vielfalt

Die Vielfalt der Bewohner der Planeten spricht für die Entwickler. Die meisten »Monster« wirken tagsüber einigermaßen friedlich und greifen nur dann an, wenn man ihnen zu nahe kommt. Neben kleinen und großen Marienkäfern sind das etwa Frösche, Würmer, Spinnen oder anderes Getier.

Den großen Punktkäfern kann man nur mit Masse trotzen. Den großen Punktkäfern kann man nur mit Masse trotzen.

Nur gelegentlich begegnen wir etwas größeren, gefährlicheren Viechern wie einem Vogel, der plötzlich vor uns aus dem Boden schießt und einzelne Pikmin mit seinem spitzen Schnabel aufspießt. Zwischen- und Endgegner, die meist zwischen uns und der Signalquelle stehen, kriegen wir nur mit einer bestimmten Strategie platt: Einem riesigen Kristallwurm etwa müssen wir mit den Felspikmin erst mal seine harte Schale entfernen, bevor wir ihn dann mit den roten bearbeiten können. Gerade bei den großen Gegnern wird einem die nicht optimale Kamera manchmal zum Verhängnis: Da sie nicht jederzeit frei drehbar und schon gar nicht höhenverstellbar ist, haben wir manchmal keine gute Sicht auf den Widersacher. Das kostet Pikmin-Leben.

Die HD-Grafik, die in nativen 720p ausgegeben wird, zeigt die Pikmin in all ihren Details, die farbenfrohe Welt erscheint dank scharfen Texturen und dezent eingesetzter Unschärfe in einem sehr guten Licht.

Für ein Strategiespiel auf der Wii U macht Pikmin 3 grafisch einiges her. Für ein Strategiespiel auf der Wii U macht Pikmin 3 grafisch einiges her.

Untermalt wird das in aller Regel eher friedliche Geschehen von ruhiger Musik, die absolut zum Spielgeschehen passt. Die niedlichen Geräusche der Pikmin bei der Arbeit unterstreichen den guten Eindruck, den wir von der Soundkulisse haben. Selbst die Fantasiesprache der Protagonisten (klingt ein wenig nach japanisch) können wir einen gewissen Charme abgewinnen.

Bei den meisten Spielen ist es Einfallslosigkeit, bei Pikmin 3 ist es Notwendigkeit: Die Karte auf dem Gamepad-Bildschirm. Denn die Areale sind teils so verwinkelt, dass man die Karte benötigt, um sich orientieren zu können.

Multiplayer

Was wir in der Kampagne vermissen, hat Nintendo immerhin in den Mehrspielerpart von Pikmin 3 eingebaut: einen Koop-Modus. In diesem sammeln wir gemeinsam mit einem Freund im Splitscreen Früchte oder schnetzeln Monster. Ziel ist es, in vorgegebener Zeit möglichst viele Punkte zu ergattern - nur wenn wir am Ende mindestens eine Bronze-Medaille erhalten, wird ein neues Level freigeschalten. Und das ist gar nicht so einfach, denn die Medaillenhürden sind ganz schön hoch angesetzt.

Missionen Im Mehrspielermodus Missionen können wir zusammen mit einem Freund entweder Früchte oder Monster sammeln, um zu punkten.

Bingoduell Vier vorgegebene Objekte sammeln und gewinnen. Der Versus-Modus Bingo macht ganz schön Laune!

Bei Bingo handelt es sich um einen Versus-Modus in dem der gewinnt, der auf einer kleinen Labyrinth-Plattform als erstes die vorgegebenen Früchte und Monster zur Zwiebel bringt. Chaotisch unterhaltsam und damit ein garantierter Bringer für Freunde mit Pikmin-Erfahrung.

2 von 4

nächste Seite


zu den Kommentaren (50)

Kommentare(37)
Kommentar-Regeln von GamePro
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.