Pixels - Sony ließ Film weltweit wegen Druck aus China kürzen

Laut einem Bericht von Reuters wurde der Trash-Actionfilm Pixels um mehrere Szenen gekürzt, die in China spielen. Nach internen Dokumenten von Sony Pictures geschah dies auf Druck von Sony China und einer drohenden Zensur.

von Stefan Köhler,
27.07.2015 18:36 Uhr

Pixels ist ab Ende Juli 2015 im Kino zu sehen. Allerdings in einer anderen Fassung, als zunächst im Drehbuch stand. Grund ist Druck von China, Sony wollte eine Zensur vermeiden.Pixels ist ab Ende Juli 2015 im Kino zu sehen. Allerdings in einer anderen Fassung, als zunächst im Drehbuch stand. Grund ist Druck von China, Sony wollte eine Zensur vermeiden.

Der Film Pixels mit Adam Sandler, Kevin James und Peter Dinklage startet am 30. Juli 2015 in deutschen Kinos. Allerdings wurde die hiesige und internationale Fassung um mehrere, zuvor geplante Szenen gekürzt. Und zwar auf Druck von Sony Pictures China. Das belegen angebliche interne Dokumente, die der Agentur Reuters vorliegen.

Hintergrund sind mehrere Szenen des Trash-Actionstreifens, in denen bei einer Alien-Invasion bekannte Bauten zerstört werden. Im Original-Drehbuch war unter anderem die chinesische Mauer Teil des weltweiten Kollateralschadens, was auf Kritik stieß. Sony China sah hier die Gefahr eines Filmverbots, sollte die Regierung hier ein Problem sehen. Ebenfalls wurde eine Verfolgungsjagd in Shanghai durch eine passende Jagd in Tokio ersetzt, da in der Szene ebenfalls jede Menge Zerstörung gezeigt wird.

Li Chow, Chefin von Sony Pictures China, erklärte in einer internen Mail, dass Kollateralschaden ohne gezielte Zerstörungsabsicht eigentlich kein Problem bei Filmveröffentlichungen in China wäre. Allerdings ist diese Richtlinie bei den Zensurbehörden nicht verankert, sondern reine Auslegungssache. Offensichtlich empfand man das Risiko als zu groß. Die Zerstörung Washingtons oder des Taj Mahals in Indien sollten aber auch ohne die China-Szenen belegen, dass die Welt in Schutt und Asche gelegt wird.

Die internen Dokumente stammen aus einem Leak des Jahres 2014, bei dem tausende interne Dokumente von Sony veröffentlicht wurden. Weder Sony noch Chinas Behörden wollten zum Report Stellung beziehen.

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