Pokémon Go - Dreister Klon »City Spirit Go« toppt China-Charts

Der immense Erfolg von Pokémon Go zieht auch Betrüger und Nachahmer an. In China steht eine App an der Spitze der iOS-Charts, die sich ungeniert an der bekannten Spielidee bedient. Auch andere Entwickler versuchen in betrügerischer Absicht auf der Welle mitzuschwimmen.

von Tobias Ritter,
14.07.2016 17:21 Uhr

Während der Rest der Welt Pokémon Go spielt, widmet man sich in China dem offenkundigen Klon City Spirit Go.Während der Rest der Welt Pokémon Go spielt, widmet man sich in China dem offenkundigen Klon City Spirit Go.

Pokémon Go ist spätestens nach seinem nun auch international erfolgten Release ein weltweites Massenphänomen. Eine der wenigen Ausnahmen: China. In der Volksrepublik ist die Smartphone-Applikation bisher nicht verfügbar. Doch die Chinesen behelfen sich auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Mit City Spirit Go vom chinesischen Entwickler Xiaoyu Sun steht dort aktuell ein Mobile-Game mit einer Million täglichen Nutzern an der Spitze der iOS-App-Store-Charts, das Pokémon Go inhaltlich in kaum etwas nachsteht. Und das ist genauso gemeint, wie es hier geschrieben steht: Spielmechaniken und Spielinhalte sind dem offenkundigen Vorbild komplett nachempfunden. Was fehlt, ist lediglich der Augmented-Reality-Modus.

Ansonsten können auch Nutzer von City Spirit Go in der realen Welt Monster einfangen, hochleveln und anschließend in Arenen platzieren. Immerhin: Die Viecher sehen etwas anders aus als die berühmten Taschenmonstern. Auch wenn der gelbe Hauptcharakter, mit dem das Spiel beworben wird, Pikachu äußerlich recht ähnlich ist.

City Spirit Go wird als Gratis-App vermarktet, refinanziert sich aber durch In-App-Käufe. Bis zu 97 US-Dollar können Spieler für ein einzelnes Währungspaket ausgeben.

Und es gibt noch weitere Alternativen: Go Catch ‘Em All steht einem Bericht von Techinasia momentan auf dem zweiten Platz der populärsten Gratis-iOS-Apps in China - hat allerdings reichlich miese Reviews.

Auch in anderen Ländern wird die App angeboten und dabei mit Screenshots von Pokémon Go beworben. Dabei handelt es sich bei ihr lediglich um einen dreisten Klon des Spiels Agar.io. Was zwar die schlechten Bewertungen erklärt, nicht aber, wie es die an Betrug grenzende Applikation (für die werbefreie Variante werden 9,99 Euro fällig) überhaupt in den Store geschafft hat.

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