Prey im Test

Doom 3 trifft Turok? Diese Beschreibung wäre zu einfach, denn Prey ist mehr: Statt die ausgetretenen Kriegspfade des Genres zu beschreiten, geht Indianer Tommy lieber ungewöhnliche Wege.

von Benjamin Blum,
17.07.2006 20:12 Uhr

Eigentlich wollte Tommy schon immer zusammen mit Jen das trostlose Reservat verlassen. Doch den nun folgenden Weg hat der Cherokee-Indianer für sich und seine Herzensdame nicht vorgesehen: Eines Abends stehen er, Jen und sein Großvater in der örtlichen Bar, als die Erde zu beben beginnt. Das Fernsehbild verschwindet, und die Lichter gehen aus. Was kann das sein? Ein Erdbeben? Die Antwort auf diese Frage ist viel schlimmer: Die Decke der Kneipe wird aufgerissen, und ein riesiges Raumschiff tritt in Erscheinung. Unsere drei Helden werden von grünen Strahlen geblendet und einige Augenblicke später in das fliegende Ungetüm hineingezogen. Im Weltall erlebt das Trio dann das pure Grauen: Sie finden sich auf einer gigantischen Raumstation wieder, in der sie ums nackte Überleben kämpfen müssen. Denn für die Außerirdischen sind sie nichts anderes als organisches Material, nichts anderes als Beute.

Prey (2006)
Genre: Action
Release: 14.07.2006

Das Schicksal des Cherokee

Nach dem eben beschriebenen Einstieg findet ihr euch in der Haut von Tommy in den Gängen der Raumstation wieder. Er wurde von einem Unbekannten befreit, ist jedoch von Jen und seinem Großvater getrennt. Also macht er sich auf die Suche nach den beiden – und einem Nachhauseweg. Das Abenteuer, welches der Cherokee nun erlebt, wird genau wie bei Half-Life aus der Ego-Perspektive dargestellt. Doch nicht nur die Erzählweise, sondern auch die Handlung konnte uns begeistern: Bis zuletzt waren wir gespannt, wie die Geschichte von Tommy, seinem Großvater und Jen ausgeht. Denn vor allem das letzte Drittel des Spiels birgt einige Momente, die euch auch nach dem Abspann im Gedächtnis bleiben ...


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