R-Type im Test - Test für iPhone

Und wieder eine Klassikerumsetzung - diesmal das wohl bekannteste Ballerspiel aller Zeiten. Wird R-Type auf dem iPhone seinem Anspruch gerecht? Erfahrt mehr im Test.

von Thomas Ruhk,
15.09.2010 12:15 Uhr

Ein Endgegner attackiert uns.Ein Endgegner attackiert uns.

Wenn es Videospiele gibt, bei denen die Story absolut irrelevant ist, so sind das mit Sicherheit die Ballerspiele. Schon immer hatten die seitlich oder vertikal scrollenden Shooter nur ein Ziel: Die Reaktionen der Spieler testen.

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Das Menü wurde modernisiert.Das Menü wurde modernisiert.

Einer der unbestrittenen Genrekönige ist schon recht betagt – die Rede ist von dem legendären R-Type, jenem Spiel, mit dem angekoppelte Drohnen in Shootern populär wurden. Die iPhone-Version dieses Klassikers entspricht technisch dem Spielhallenoriginal, erfuhr jedoch einige Veränderungen. Eine der wichtigsten und besten Neuerungen ist die Levelanwahl – habt ihr einmal einen neuen Abschnitt erreicht, könnt ihr ihn fortan als Startlevel wählen (ohne Ausrüstung). Das spart nerviges Von-vorne-spielen, wie es früher modern war. Allerdings seid ihr dann jeglicher Ausrüstung beraubt. Echte Raumpiloten ballern sich aber stets von Anfang an durch das Spiel.

Die erste taktische Herausforderung: Level 3!Die erste taktische Herausforderung: Level 3!

In R-Type kämpft ihr mit eurem R9-Jäger gegen das Bydo-Imperium. 8 lange und fordernde Levels liegen vor euch, bis ihr dem finalen Gegner den Garaus machen dürft. Es macht immer noch Spaß, sich in Level 3 um das Riesenraumschiff herum zu bewegen oder die vom Alien-Designer H. R. Giger beeinflussten Grafiken zu bewundern. Da euch die Feinde in jeder Runde mit den gleichen Formationen bedrängen, sind zwei Dinge der Schlüssel zum Erfolg: a) die Kenntnis des nächsten Angriffs und b) der daraus resultierende taktische Einsatz eurer Drohne. Spätestens in Level 3, wenn es gegen das Riesenschiff geht, müsst ihr die in drei Stufen verfügbare Drohne nämlich hinten an eurem Jäger ankoppeln, was in den Folgelevels ein mehr und mehr bestimmendes Spielelement wird.

Hier seht ihr sehr gut rechts die Feuerbuttons...Hier seht ihr sehr gut rechts die Feuerbuttons...

Die zweite große Veränderung hängt mit der Steuerung zusammen. Die Entwickler haben sich drei Varianten ausgedacht, von denen aber nur eine wirklich etwas taugt. Daher sprechen wir hier im Test auch nur über diese Option. Ihr dürft in den Menüs sogar die Seite auswählen, auf welcher sich die Feuerknöpfe oder der unsichtbare virtuelle Stick befinden.
Egal wo ihr euren Finger auf dem Display auch platziert – R-Type reagiert fortan auf eure Bewegungen. Im Original war der R9-Jäger anfangs sehr langsam. Nur die Aufnahme von Speed-Upgrades erhöhte eure Geschwindigkeit. Das wurde hier gravierend verändert. Das Schiff ist von Anfang an sehr schnell, was die immer noch auftauchenden Speed-Booster überflüssig macht. Wir fanden das zu Beginn des Tests etwas befremdlich, nahmen es aber als Kompromiss an die Steuerung hin. Denn durch eure Finger könnt ihr Feinde (vor allem die von hinten) erst spät wahrnehmen. Ein träges Schiff würde dann fast zwangsläufig zum Verlust eines Lebens und damit auch der mühsam erspielten Ausrüstung führen. Ihr könnt auf Autofeuer stellen oder manuell über einen Button schießen. Der berühmte Beam-Schuss wird über einen Extrabutton aufgeladen. Der viel gefürchtete Schwierigkeitsgrad hat nach Jahren von Bullet-Hell-Shootern etwas nachgelassen. Wer aufmerksam die Feindformationen beobachtet, hat schnell den Dreh raus.

...und der Stick ist unsichtbar....und der Stick ist unsichtbar.

Technisch ist die iPhone-Version ein Hingucker. Große Gegnersprites werfen sich euch im Sekundentakt entgegen. Das einzigartige Grafikdesign kommt über das iPhone-Display sehr gut rüber. Bildstotterer gibt es nur ganz selten, und mit drei Schwierigkeitsgraden sind Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermaßen angesprochen.


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