Red Dead Revolver im Test

Wer glaubt, in der falschen Zeit zu leben und sich lieber als Kopfgeldjäger durch den wilden Westen ballern würde, ist bei diesem Spiel an der richtigen Adresse.

24.06.2004 16:43 Uhr

Da lacht das Cowboyherz: In einigen Levels dürft ihr sogar eine riesige Gatling Gun bedienen und damit besonders viel Schaden unter euren Feinden anrichten. Screen: XboxDa lacht das Cowboyherz: In einigen Levels dürft ihr sogar eine riesige Gatling Gun bedienen und damit besonders viel Schaden unter euren Feinden anrichten. Screen: Xbox

Es gibt Spiele, bei denen man merkt, dass die Entwickler ihren Spaß hatten. Red Dead Revolver ist eines dieser Spiele: Die Hommage an die Spaghetti-Western der 60er und 70er steckt voller Verbeugungen vor den großen Klassikern des Genres und hat außerdem einen der coolsten Soundtracks aller Zeiten. Aber worum geht's eigentlich? Der junge Red muss mit ansehen, wie Banditen seine Eltern ermorden. Zwar heizt er den bösen Jungs mit seinem rostigen Sechsschüsser ordentlich ein und kann den Anführer der Bande sogar um einen Arm erleichtern, doch letzten Endes können die Verbrecher entkommen. Red schwört Rache und reift zu einem gefürchteten Pistolenschützen und Kopfgeldjäger heran. Durch Zufall kommt er den Mördern von damals auf die Spur und beginnt einen gnadenlosen Rachefeldzug. Wer sich mit Italo-Western auskennt, hat ähnliche Hintergrundstorys sicher schon in dem ein oder anderen einschlägigen Film vorgesetzt bekommen.


Genre: Action
Release: 08.06.2004

Sein Colt singt sechs Strophen

Showdown in der Westernstadt: Wenn ihr die Feinde von einem Balkon aus unter Beschuss nehmt, seid ihr klar im Vorteil, da sie euch schwerer treffen. Screen: XboxShowdown in der Westernstadt: Wenn ihr die Feinde von einem Balkon aus unter Beschuss nehmt, seid ihr klar im Vorteil, da sie euch schwerer treffen. Screen: Xbox

Nach der spielbaren Vorgeschichte, die gleichzeitig auch als Einführung gedacht ist, schlüpft ihr im Story-Modus in die verdreckten Klamotten des erwachsenen Red, der aussieht wie eine Mischung aus Clint Eastwood und Charles Bronson. Als Kopfgeldjäger ballert ihr euch in der »Von hinten- Ansicht« durch 27 thematisch unterschiedliche Levels wie beispielsweise eine Geisterstadt, einen Gebirgspass oder eine Farm. Auch der obligatorische Kampf auf einem fahrenden Zug und eine waschechte Saloonschlägerei dürfen natürlich nicht fehlen. Ihr steuert Red Dead Revolver ähnlich wie einen Ego-Shooter mit den beiden Analogsticks: Einer ist für Laufen und Sidesteps zuständig, mit dem anderen justiert ihr die Kamera und damit auch den Schusswinkel. Eure Waffe zieht ihr mit L1 (PS2), bzw. L (Xbox), geschossen wird mit der gegenüberliegenden Schultertaste. Ein Fadenkreuz hilft euch beim Zielen: Ist es gelb eingefärbt, schießt ihr mit ziemlicher Sicherheit daneben; nimmt es dagegen ein rote Färbung an, richtet ein Schuss aus eurer Knarre Schaden an. Für jeden Treffer, den ihr euren Feinden beibringt, bekommt ihr eine Prämie. Die Höhe der Entlohnung richtet sich dabei nach dem angerichteten Schaden - ein Kopftreffer bringt euch mehr Kohle ein als beispielsweise ein Schuss in den Arm. Erledigt ihr mehrere Gegner kurz hintereinander, startet ein Kombo-Zähler: Je länger die Kombo, desto höher das Kopfgeld, das ihr einstreicht. Besonders hilfreich im Kampf gegen mehrere Gegner auf einmal ist die so genannte Dead-Eye-Funktion: Ähnlich wie bei der Bullet-Time aus Max Payne 2 läuft das Geschehen in extremer Zeitlupe ab, und ihr wählt seelenruhig eure Ziele aus. Je nachdem, wie viel Munition ihr gerade in eurer Waffe habt, sind das mal mehr und mal weniger Zielpunkte. Habt ihr alle Trefferzonen markiert, löst ihr durch einen Druck auf die Angriffstaste einen wahren Kugelhagel aus, der eure Widersacher meist völlig unvorbereitet trifft. Die Dead-Eye-Funktion ist abhängig von einer Energieleiste, die ihr durch Abschüsse wieder auffüllt.


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