Resident Evil: Revelations 2 - Vier Wochen Angst

Bei Resident Evil Revelations 2 setzt Capcom auf traditionellen Survival-Horror, aber im modernen Episodenformat. Ersteres funktioniert schon, wie wir beim Anspielen herausgefunden haben.

von Stephan Freundorfer,
28.09.2014 09:50 Uhr

Resident Evil: Revelations 2 - Erster Trailer mit Blut und Monstern Resident Evil: Revelations 2 - Erster Trailer mit Blut und Monstern

Mit Resident Evil: Revelations kehrte Capcom 2012 nach dem Action-Murks Resident Evil 6 wieder zu den Survival-Wurzeln der einst bahnbrechenden Horrorserie zurück. Beklemmende Atmosphäre und ständiger Ressourcenmangel machten Revelations zum besten Resident Evil der letzten Jahre. Kein Wunder also, dass das kürzlich angekündigte Resident Evil: Revelations 2 an der gepriesenen Spielmechanik festhalten will.

Diesmal setzt Capcom allerdings von vornherein auf PlayStation beziehungsweise Xbox (Teil 1 erschien zuerst für den 3DS). Neu außerdem: Revelations 2 kommt im modernen Episodenformat. In vier kurzen, mit dramatischen Cliffhangern endenden Einzelfolgen zum Download.

Capcoms Horror-Wochenshow
Anfang 2015 sollen vier Episoden von Resident Evil: Revelations 2 erscheinen, die im Wochenabstand über PSN beziehungsweise Xbox Marktplatz für je 5,99 Euro zu beziehen sind. Wer drei Wochen lang der Versuchung widersteht, kann bei Veröffentlichung des vierten und finalen Kapitels eine Komplettversion inklusive noch nicht benannter zusätzlicher Inhalte für 24,99 Euro herunterladen. Und wer sich das Spiel ins Regal stellen will, wird zu diesem Zeitpunkt auch noch mit einer Version auf Disc versorgt, die weitere Features bieten soll.

Mit einigen Trailern und einer spielbaren Demo der ersten Episode debütierte Resident Evil: Revelations 2 Mitte September auf der Tokyo Game Show 2014. Auch wir stellten uns in die lange Schlange vor dem Capcom-Stand, um für eine Viertelstunde in die düstere Welt von Revelations 2 abzutauchen; diesmal geht es in einen verwinkelten Gefängniskomplex. Claire (Chris Redfields jüngere Schwester) und Moira (Tochter der Resident Evil 1-Figur Barry Burton) erwachen dort, nachdem sie durch ein anonymes Terror-Team von einer Party verschleppt wurden.

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Um das Armgelenk tragen beide ein ominöses, farbiges Band, Überwachungskameras beobachten jeden ihrer Schritte. Auch abseits ihrer Entführer sind die beiden Heldinnen natürlich nicht allein: In dem Gefängnis lauern zahllose zombieartige Kreaturen - einst Menschen, die jetzt Jagd auf die beiden Frauen machen. Die Art beziehungsweise der Auslöser der Mutation dürfte neuartig sein, die Eigenschaften der Monster aber sind typisch für Resident Evil: Sie wanken auf uns zu, lassen sich besonders effektiv durch Kopftreffer erledigen und knabbern ihren Opfern - falls diese nicht agil ausweichen - rasant die Lebensenergie herunter.

Rollentausch auf Knopfdruck

Trotz Heldinnenpaar können wir erst einmal nicht auf doppelte Kampfkraft wie im ersten Resident Evil: Revelations bauen. Während Claire immer noch geübt im Umgang mit Revolver und Schrotflinte ist, rührt Moira keine Schusswaffe an. Warum das so ist, sagt sie nicht, lässt uns bei einem Dialog aber wissen, dass die Aversion mit ihrer Vorgeschichte zu tun hat.

Von Nutzen ist Moira natürlich trotzdem: Die junge Frau leuchtet den Weg mit einer Taschenlampe, die Claire bei einem grausam verstümmelten Wachmann findet. Auf Knopfdruck wechseln wir zu Moira und richten den Lichtstrahl auf blinkende Stellen im Regal, um Items wie Edelsteine, Munition oder ein Brecheisen zu entdecken, das wir gleich an einer verbarrikadierten Tür zum Einsatz bringen. Der Rollentausch funktioniert nicht immer nach Belieben, an mehreren Stellen der Demo ist der gerade lenkbare Charakter durch Story oder Spiellogik vorgegeben.

Moira Burton (links) und Claire Redfield (rechts) spielen sich komplett unterschiedlich.Moira Burton (links) und Claire Redfield (rechts) spielen sich komplett unterschiedlich.

Das schaut im bereits angekündigten Koop-Modus naturgemäß anders aus: Dann wird die (in der Demo schon sehr ordentliche) Begleiter-KI arbeitslos, der Bildschirm wird geteilt und jeder Spieler übernimmt eines der Mädels. Klingt spannend, umso unverständlicher, dass Capcom auf einen Onlinemodus verzichtet; der Koop ist nur zu zweit an einem Screen spielbar.


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