Resident Evil Zero Remastered im Test - Freie Bahn mit Zombie-Alarm

Wenn der Schaffner statt des Tickets lieber euer Hirn sehen will, ist Vorsicht angesagt. Ob das auch für Capcoms HD-Remaster von Resident Evil Zero gilt, verraten wir im Test.

von Henry Ernst,
18.01.2016 17:00 Uhr

Resident Evil Zero Remastered - Test-Video zur HD-Neuauflage Resident Evil Zero Remastered - Test-Video zur HD-Neuauflage

Als Kunde der Deutsche Bahn AG ist man Horror gewohnt! Unpünktliche Züge, hohe Preise, kampfeslustige Senioren, die sich mit Klauen und Dritten Zähnen weigern, reservierte Plätze freizugeben, oder Mitreisende, deren Ei-Brötchen wichtiger ist als die Atemluft der restlichen Passagiere, sind da nur die Spitze von Rüdiger Grubes börsennotiertem Eisberg.

Dass es in anderen Ländern um den Schienenverkehr auch nicht besser bestellt ist, zeigen die Geschehnisse aus Resident Evil Zero Remastered, das jetzt für PlayStation 4, Xbox One, PC und die Last-Gen-Konsolen erschienen ist.

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Zombies on a Train

Im Prequel zum bereits erhältlichen Resident Evil Remastered befindet ihr euch im wahrsten Sinne des Wortes auf einem »Express in die Hölle«. Ähnlich wie in Andrei Konchalovskys gleichnamiger Kurosawa-Verfilmung rast ihr in Gestalt der jungen S.T.A.R.S-Rekrutin Rebecca Chambers an Bord eines führerlosen Zuges durch die sturmgepeitschte Nacht.

Dass die immer schneller fahrende Lok zu entgleisen droht, ist dabei das geringste Problem der Achtzehnjährigen. Denn obwohl das einzige andere schlagende Herz an Bord einem verurteilten Massenmörder gehört, wimmelt es in den Abteilen und Wagons vor Leben - untotem Leben.

Im Team machen Rebecca und Billy klar Zug. Allerdings kann man den Zombies meist auch ausweichen.Im Team machen Rebecca und Billy klar Zug. Allerdings kann man den Zombies meist auch ausweichen.

Versionen
Resident Evil Zero HD gibt es sowohl als digitalen Download für 20 Euro als auch in Diskform: In der 40 Euro teuren Resident Evil Origins Collection sind sowohl RE Zero HD als auch das HD-Remaster des ersten Teils enthalten.

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Mit dem Kombi-Ticket in den Albtraum

Wenn eine Spielmechanik so ausgelutscht ist wie Scherze über »Senk ju vor träweling wis Deutsche Bahn!«, muss man sich etwas einfallen lassen, um das Altbekannte zumindest oberflächlich interessanter zu gestalten.

Teamwork am Aufzug 1 : Hier muss Billy, der Mann fürs Grobe, die Kurbel drehen und zurückbleiben.Teamwork am Aufzug 1
Hier muss Billy, der Mann fürs Grobe, die Kurbel drehen und zurückbleiben.

Teamwork am Aufzug 2 : Während Rebecca per Aufzug das obere Stockwerk erkundet.Teamwork am Aufzug 2
Während Rebecca per Aufzug das obere Stockwerk erkundet.

Im Falle von Resident Evil Zero bedeutet dies, dass man die Formel aus vorberechneten Hintergründen, klassischen Rätseln, Zombies, Mutanten und bockiger Steuerung nicht verändert, aber immerhin ein wenig verfeinert hat. Die erste Neuerung begegnet euch dabei bereits nach wenigen Spielminuten.

Als Rebecca fast von einem Leech-Zombie getötet wird, springt ihr der vermeintliche Serienkiller Billy Coen als Lebensretter zur Seite und feuert obendrein noch eine ordentliche Ladung seines ruppigen Bad-Boy-Charmes auf die junge Frau ab. Es kommt, wie es kommen muss: Billy und Rebecca beschließen, fortan gemeinsame Sache zu machen und sich als Team den Gefahren des schienengebundenen Fernverkehrs zu stellen.

Wesker-Mode
Wer sich erfolgreich durch das Abenteuer geschossen und gerätselt hat, darf sich auf eine besondere Überraschung freuen. Aktiviert ihr den Wesker-Mode, wird Billy Coen durch den Bösewicht ersetzt. Mit dem Sonnenbrillenträger im Team haben die Zombies nichts mehr zu lachen, denn der gute Albert hat spezielle Kräfte und ist im Nahkampf eine Klasse für sich.


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