Drohender Snychronsprecher-Streik - Große Publisher wie Activision, EA und Take-Two betroffen

Eine US-amerikanische Schauspielergewerkschaft kündigt für kommenden Freitag einen Streik an. Damit sollen bessere Arbeitsbedingungen von Synchronsprechern und anderen Beteiligten innerhalb der US-Spieleindustrie erstritten werden.

von Christopher Krizsak,
18.10.2016 11:25 Uhr

Die Synchronsprecher drohen mit VerstummenDie Synchronsprecher drohen mit Verstummen

Der US-amerikanischen Spieleindustrie droht derzeit ein Streik aus den Reihen der Synchronsprecher. Wie Develop berichtet, hat die US-amerikanische Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild-American Federation of Television and Radio Artists (SAG-AFTRA) ihre Mitglieder dazu aufgerufen, ab kommenden Freitag, den 21. Oktober, für eine bessere Arbeitsbedingungen von Synchronsprechern, Motion-Capture-Darstellern und anderen Beteiligten zu protestieren.

Die Streikandrohung geschieht, nachdem die SAG-AFTRA sich fast zwei Jahre lang in mehreren Verhandlungen mit großen Publishern wie Electronic Arts, Activision und Take-Two erfolglos nicht nur für eine bessere Bezahlung ihrer Mitglieder engagiert hatte.

Prominente Unterstützer des Streiks sind etwa die Schauspieler Roger Craigh Smith (Batman, Assassin's Creed), Jennifer Hale (Mass Effect, Guild Wars) sowie Wil Wheaton (GTA IV, Red Dead Redemption).

Die SAG-AFTRA verlangt laut ihres offiziellen Statements auch längere Pausen zwischen den einzelnen Aufnahmen, damit die Stimmen der Sprecher nicht überbeansprucht werden. Im Falle von Motion-Capturing-Aufnahmen sollen zudem verpflichtend Stunt-Koordinatoren am Set zugegen sein, um Unfällen vorzubeugen.

Bevor es tatsächlich zum Streik kommt, sollen bis zum 19. Oktober noch einmal Verhandlungen mit den Verantwortlichen stattfinden. Sollten auch diese scheitern, dürften die Synchronsprecher fürs Erste schweigen.

Wie steht ihr zu den Forderungen der SAG-AFTRA?


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