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Special: Ouya – Hype oder Hoffnungsträger?

Was kann die Android-Konsole?

Kein Kopierschutz, kein Region-Lock, keine Restriktionen – die offene Android-Konsole Ouya soll die Spielewelt revolutionieren. Wird das was?

Von Markus Schwerdtel |

Datum: 29.07.2012


Ouya – Hype oder Hoffnungsträger? :

Fünf Millionen Dollar sind eine Menge Geld, wenn man die als Privatmann einfach so zum Ausgeben hat. Fünf Millionen sind aber gar nicht viel Geld, wenn man eine neue Konsole in den von Sony, Microsoft und Nintendo besetzten Spielemarkt einführen will. Und trotzdem bedeuten fünf Millionen Dollar Finanzierung für eine neue Spiele-Hardware in diesem Fall einen absoluten Rekord – weil sie nicht von einem großen Elektronikkonzern stammen, sondern von einzelnen Spielefans.

Die Kickstarter-Kampagne der Ouya-Konsole hat im Internet große Wellen geschlagen. Innerhalb eines Tages wurde das ursprünglich angepeilte Finanzierungsziel von 950.000 Dollar nicht nur locker erreicht, sondern sogar verdoppelt. Und obwohl die Kickstarter-Kampagne noch bis 9. August 2012 läuft, hat sie während diese Zeilen geschrieben werden -- sechs Tage nach dem Start - schon die 5-Millionen-Grenze geknackt. Wenn über 40.000 Menschen insgesamt fünf Millionen Dollar für eine neue Konsole aufbringen, muss da doch was dran sein. Oder sind sie alle nur einem geschickt lancierten Hype zum Opfer gefallen?

Android ohne Telefon, hallo?

Wenn Ouya im Frühjahr 2013 in die Läden kommt, soll die Konsole nur 99 Dollar kosten. Dieser günstige Preis ist nur deshalb möglich, weil die Macher auf bewährte Hardware setzen: Herz des Geräts ist ein Tegra 3-Chip von Nvidia mit vier Prozessorkernen, wie er auch in modernen Smartphones wie dem HTC One X zu finden ist.

Ouya – Hype oder Hoffnungsträger? : So sah am 17.7.2012 die Kickstarter-Seite von Ouya aus, die fünf Millionen Dollar sind zum Greifen nah! So sah am 17.7.2012 die Kickstarter-Seite von Ouya aus, die fünf Millionen Dollar sind zum Greifen nah! Als Betriebssystem kommt Android 4.0 zum Einsatz, eine mittlerweile bewährte Plattform, die viele Grundfunktionen (Bildschirmausgabe, Soundverwaltung etc.) schon mitbringt. Telefonieren kann man mit Ouya aber nicht. Der Verzicht auf eine eingebaute Festplatte (es gibt dafür 8 GByte Flash-Speicher) oder gar ein DVD-Laufwerk hilft ebenfalls, die Kosten niedrig zu halten – Ouya wird also eine reine Online-Konsole, die unbedingt einen Internetzugang benötigt, um an neue Software zu kommen.

Während Playstation 3, Xbox 360 und die Nintendo-Geräte vergleichsweise geschlossene Systeme sind, propagieren die Ouya-Macher Offenheit. So soll zum Beispiel das Installieren von »Homebrew«-Software, also selbst erstellten Programmen und Modifikationen vom USB-Stick – das so genannte Sideloading – ohne weiteres möglich sein. Das macht Ouya zwar zu einem Traum für Bastler und Hacker, aber eben auch für Raubkopierer.

Apropos Hacker: Die Offenheit geht so weit, dass man für das Gehäuse Standardschrauben benutzt, die sich mit herkömmlichem Werkzeug öffnen lassen – man will Hardware-Moddern keine Steine in den Weg legen.

Traum-Konsolen

Ouya ist nicht die erste Konsole, die totale Offenheit und Entwicklernähe verspricht. Ähnliche Projekte waren in der Vergangenheit nur selten von Erfolg gekrönt – da gab es aber Kickstarter noch nicht.

Ouya – Hype oder Hoffnungsträger? : Schon 2005 erschien das GP2X aus Südkorea, es ist damit der Urvater der modernen Do-It-Yourself-Geräte. Durch sein Linux-Betriebssystem ist das GP2X ideal für Emulatoren älterer Konsolen und Heimcomputer geeignet.

GP2X
Schon 2005 erschien das GP2X aus Südkorea, es ist damit der Urvater der modernen Do-It-Yourself-Geräte. Durch sein Linux-Betriebssystem ist das GP2X ideal für Emulatoren älterer Konsolen und Heimcomputer geeignet.

Entwicklers Liebling?

Die erprobte, vergleichsweise leistungsfähige Hardware und das bewährte Betriebssystem klingen erst mal verlockend für Entwickler. Zumal es für die relativ leicht sein dürfte, bereits vorhandene Android-Spiele auf Ouya umzusetzen. Das Ouya-Joypad (großspurig als »Stradivari unter den Controllern« bezeichnet) hat sogar ein kleines Touchpad, damit an der typischen Berührungs-Steuerung von Handyspielen nicht mehr allzu viel geändert werden muss.

Ouya – Hype oder Hoffnungsträger? : Dieser Screenshot lässt an der Glaubwürdigkeit der Ouya-Macher zweifeln, die meisten der hier gezeigten Titel sind noch nicht für die Konsole angekündigt. Dieser Screenshot lässt an der Glaubwürdigkeit der Ouya-Macher zweifeln, die meisten der hier gezeigten Titel sind noch nicht für die Konsole angekündigt. Ebenfalls ungewöhnlich: Die Macher verlangen – anders als die klassischen Konsolenhersteller – von den Studios keine Lizenzgebühren, die Entwicklung für Ouya dürfte also ziemlich günstig werden. Einzige Einschränkung: Alle Spiele müssen Free to Play sein (ähnlich wie Browser- oder viele Handyspiele) oder zumindest eine kostenlose Demo bieten. Das soll User -- ähnlich wie bei Xbox Live Arcade -- vor Fehlkäufen und Enttäuschungen bewahren.

Logisch eigentlich, dass Free-to-Play-erfahrene Android-Entwickler wie HandyGames aus Deutschland ihre Spiele-Unterstützung schon fest zugesagt haben und außerdem die Kickstarter-Kampagne als einer der größten Geldgeber befeuern. Auch der Minecraft-Macher Markus »Notch« Persson ist unter den so genannten Backern. Das alles klingt erst mal für Entwickler und Spieler gleichermaßen super. Wenn da nicht noch ein paar offene Fragen wären.

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NewSpock
#1 | 29. Jul 2012, 16:55
Das Ding könnte ein Überraschungshit werden. Alle Bedenken wegen Raubkopiererei, zu wenig Spieleunterstützung, zu wenig Hardware-Power könnten durch eine erfolgreiche Onlive-Kooperation weggewischt werden.

Server bieten Rechenpower ohne Ende und damit wäre das Spieleangebot gesichert, Raubkopiererei wäre da nicht möglich, da man Online die Spiele gestreamt bekommt...

Diese günstige Konsole könnte genau der Hardware-Dongle sein, der Onlive in die Wohnzimmer bringt und das Ganze ins Laufen bringt.

Möglicherweise ist das der Anfang vom Ende der klassischen Konsolen.

Live long and prosper.

NewSpock
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Bananenbroth
#2 | 29. Jul 2012, 18:28
"Ohnehin ist nicht ganz durchsichtig, womit die Ouya-Macher am Ende ihr Geld verdienen wollen. Voraussichtlich werden die In-App-Käufe – ähnlich wie bei Apple – mit einem 30-prozentigen Anteil »besteuert«, was jedoch schlecht für die Entwickler ist."

Es steht im FAQ des Kickstarters eigentlich ziemlich eindeutig, dass man sich 30% der Einkünfte behält.

"Hype oder Hoffnungsträger?"

Was ist das bitte für eine lächerliche Überschrift? Als wären das Gegensätze...
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Mentor
#3 | 29. Jul 2012, 19:32
Sieht für mich nach einem gewaltigen Flop aus. Fängt schon an bei den 5 Millionen, damit kann man keine ordentliche Konsole Entwickeln, das sind Peanuts in diesem Business.
Dann der verzicht auf Kopierschutz, das werden die Großen Publisher nicht mitmachen.
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Talvoniel
#4 | 29. Jul 2012, 20:12
Das ding hol ich mir. Für den Preis ist es aufjedenfall der Hammer!

Das wird dann mein neuer HTPC für DLNA und Co! Auch vom aussehn her gefällt es mir sehr sehr gut und dazu noch offene Plattform? In your Face Sony/MS! :)

Möcht gar nicht wissen was "Modder" noch alles rausholen aus dem ding. Dann ist man nicht mehr an das hässliche interface von der PS3/xbox angewiesen und kann es selbst konfigurieren. Das teil hat nur vorteile für UNS Gamer. Ob EA und Co mitmachen interessiert mich absolut nicht... ich kauf von denen eh schon lange nichts mehr.
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SPRIGGAN
#5 | 29. Jul 2012, 21:42
Onlinegaming auf einer für Hacker attraktiven Konsole?!? Öhhhm, lass mal lieber.
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Sephirot 3000
#6 | 30. Jul 2012, 00:03
Das Ding ist absolut nichts für Core-Gamer... Offene Plattform, kein Kopierschutz, Onlinezwang ect. das sind alles abschreckungen für Gamer und Entwickler. Welcher große Entwickler für denn freiwillig für eine Plattform entwickeln die genauso von Raubkopieren geplagt sein wird wie der PC? Das wäre ein reines Verlustgeschäft.

Zitat von Talvoniel:
Das ding hol ich mir. Für den Preis ist es aufjedenfall der Hammer!

Das wird dann mein neuer HTPC für DLNA und Co! Auch vom aussehn her gefällt es mir sehr sehr gut und dazu noch offene Plattform? In your Face Sony/MS! :)

Möcht gar nicht wissen was "Modder" noch alles rausholen aus dem ding. Dann ist man nicht mehr an das hässliche interface von der PS3/xbox angewiesen und kann es selbst konfigurieren. Das teil hat nur vorteile für UNS Gamer. Ob EA und Co mitmachen interessiert mich absolut nicht... ich kauf von denen eh schon lange nichts mehr.


Und du solltest mal die rosa Brille absetzen und etwas nachdanken bevor man Kommentare wie diesen bringt.... Wo gibt es denn für uns gamer nur Vorteile? Diese "Konsole" wenn man es so nennen darf, wäre wohl höhstens etwas für Gelegenheitsspieler aber niemanden der mehr oder weniger regelmäßig spielt. Ich hab wenig lust mir Handygames auf meiner Glotze zu geben.
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CptSparky
#7 | 30. Jul 2012, 07:31
Warum sollten denn die großen Publisher nicht mit machen? Need for Speed, Ghost Recon, Assassin's Creed und ganz viele andere Titel gibts doch jetzt schon für Handys. Und da hat man ganz genau die gleiche Ausgangssituation was die Offenheit und die Raubkopierer an geht.
Weil die Ouya ja ein Handy ohne SIM Karte ist.

Ich bin auch dabei und freue mich auf viele neue Indie Games wie FEZ, Spelunky und Co.
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Typhon83
#8 | 30. Jul 2012, 12:21
Zitat von Sephirot 3000:
Welcher große Entwickler für denn freiwillig für eine Plattform entwickeln die genauso von Raubkopieren geplagt sein wird wie der PC?

Die gleichen Entwickler, die auch bereits jetzt für Android-Geräte entwickeln.
Den Verlusten durch Raubkopien stehen auf der anderen Seite extrem günstige Entwicklungs- bzw. Portierungskosten und fehlende Lizenzgebühren gegenüber.
Im Prinzip die gleichen Vor- und Nachteile wie beim PC, und für den wird ja auch fleißig weiterentwickelt.
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SirSheldon
#9 | 30. Jul 2012, 13:26
Zitat von Sephirot 3000:



Und du solltest mal die rosa Brille absetzen und etwas nachdanken bevor man Kommentare wie diesen bringt.... Wo gibt es denn für uns gamer nur Vorteile? Diese "Konsole" wenn man es so nennen darf, wäre wohl höhstens etwas für Gelegenheitsspieler aber niemanden der mehr oder weniger regelmäßig spielt. Ich hab wenig lust mir Handygames auf meiner Glotze zu geben.


Zur Info
Das erfolgreichste Projekt von EPIC ist nicht Gears of War sondern ein Handy Game.
Warum?Preis/Leistungsverhältnis stimmt und die Entwicklungszeiten sind gering.
Chaos Rings von MediaVision/SquareEnix wischt mit fast jedem RPG in dieser Gen den Boden u. verkauft sich spitze.
Viele große Firmen schwenken schon auf den Smartphone u. Tablet Markt um und verdienen sich dort nebenbei was.
Für viele war als Abschreckungsgrund das man RICHTIGE Spiele(das sind alles keine Minigames sondern große Projekte) nicht auf nem Handy Display spielen will.
Mit Ouya kann man diese Teile dann auf dem TV spielen wie richtige Konsolen.
Dazu kommt die Verbindung mit OnLive die es zu 100% ermöglichen wird das sehr VIELE Konsolen/PC Spiele per Stream darauf spielbar sein werden.

Onlinezwang ist ein Vorteil für Gamer u. Entwickler zugleich.
Hört endlich auf mit eurer Rausrederei,denn solange Onlinezwang herrscht ist die Gefahr für Hacks direkt um etliches geringer.
OnlineZwang u. Onlinepass sind die besten Sachen die in dieser Gen eingeführt wurden u. noch werden.Scheiss GEbrauchtmarkt ist schlimmer als Piraterie.
Und der PC setzt momentan mehr Software ab als die tollen Konsolen und hatte im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 230%.
Entwickler wie Remedy Entertainment haben GEBETTELT das sie Alan Wake für den PC bringen durften und sie haben dort fette Gewinne gemacht OBWOHL es ein Single Player Game ist.
Skyrim,BF3 u. co haben alle ohne Probleme auf dem PC Software absetzen können.Mit OnlineZwang u. OnLive würde rein theoretisch keine Gefahr und kein Grund bestehen diese Sachen in ZUKUNFT nicht auch für Ouya anzubieten.
Man muss nur Steam u. co damit einbinden...Und da sozusagen jeder Dev sowieso einen HASS auf Microsoft mit Windows 8 hat könnte das eine interessante Option werden.

Android wird bald bei jedem daheim stehen.
In TVs,in euren Phones,in euren Kühlschränken u. Fenstern(Smartscreens).
Findet euch damit ab - Besonders in Verbindung mit Cloud Gaming,Streams im generellen und Services wie OnLive u. Gaikai werden wir hoffentlich bald ein neues Zeitalter einläuten können.

Leute wie du sind es die eine Rosa Brille aufhaben die anscheinend ganz gut die Sicht verdunkelt.
ICH WILL NICHTS NEUES - XBOX360 UND CALL OF DUTY IST GENUG UND WAS ICH NICHT BRAUCH BRAUCHT KEIN ANDERER!!!FORTSCHRITT IS DRECK!

Viele Leute,vor allem auf dieser Seite hier sind verblendet,besonders wenns um Sachen geht die nicht von ihrem Lieblingskonsolenhersteller kommen.
Alles sollte in ihrer Meinung so bleiben wie es ist - Wenn Entwickler darauf hören würden gäbs nur Stock+Stein im Wald zu spielen und keine Heimkonsolen.
Jedes mal das gleiche wenn etwas neues kommt - Was ich nich versteh will ich nicht.Und von was ich keine Ahnung hab kann nur scheisse sein.
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Bananenbroth
#10 | 30. Jul 2012, 20:55
Zitat von SirSheldon:

Blablablabla, und noch mehr Müll


Ich hab mich beim Lesen fast nass gemacht vor lachen. Du bist ein Komiker :)
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