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Ouya - Androide Spielkonsole

Die neue Android-Spielekonsole kostet nur 100 Euro und soll vor allem Fans von Indie-Games glücklich machen. Wir haben sie getestet. Uh, ja! Oder etwa doch nicht?

Von Thomas Wittulski |

Datum: 27.06.2013


Zum Thema » Der Crowdfunding-Boom Was steckt hinter Kickstarter & Co.? Thank you for believing - der Dank der Ouya-Macher ist das Erste, was uns beim Öffnen der schuhkartongroßen Verpackung der neuen Indie-Konsole ins Auge springt. Unter der roten Dankeskarte liegen Konsole, Controller und diverse Kabel, unter anderem sogar eine HDMI-Strippe. Diese Ausstattung erinnert an die »großen« Konsolen PlayStation 3 und Xbox 360, dabei möchte der kleine Würfel gar nicht mit den Hochpreis-Geräten konkurrieren. In unserem Test zeigt sich, dass die Ouya bislang nur einen kleinen Teil ihres Potenzials ausschöpft und gute (Indie-)Spiele bislang Mangelware sind.

Als das Projekt Ouya im Juli 2012 über die Crowdsourcing-Plattform Kickstarter erstmals beworben wurde, war bereits abzusehen, welche Wellen die neue Konsole schlagen würde. Denn nur acht Stunden nach Start der Funding-Runde war das Finanzierungsziel von 950.000 US-Dollar erreicht. Am Ende der Kampagne erhielt das Team hinter der Android-Konsole 8,5 Millionen Dollar, die von abertausenden Unterstützern auf der ganzen Welt investiert wurden. Nicht schlecht!

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Ouya - Konsole

Hochwertig

Ouya : Das Ouya-Tastenlayout entspricht dem des Xbox 360-Pads Das Ouya-Tastenlayout entspricht dem des Xbox 360-Pads Nun ist das silbergraue Gerät fertig und an alle verschickt, die sich mit dem entsprechenden Betrag am Kickstarter-Projekt beteiligt haben. Gerade mal 300 Gramm bringt der kleine Kasten auf die Waage. Die Maße (75x75x82mm) entsprechen einer mittelgroßen Kaffeetasse. Unsere Backer-Konsole scheint identisch mit der Verkaufsversion, die bereits über diverse Internet-Händler bestellt werden kann: Sie sieht aus wie ein Würfel, unauffällig und sehr schick. Und hochwertig verarbeitet. Gerade weil das Gerät samt Controller nur 99 Dollar kostet, war das nicht unbedingt zu erwarten.

Der Controller mutet futuristisch an, das Tastenlayout (zwei Analogsticks, vier Digitalbuttons, Steuerkreuz, Schultertasten und ein Home-Button) erinnert stark an das des Xbox 360-Pads, es hat allerdings mittig zwischen den Sticks noch ein Touchpad eingebaut, mit dem sich bei Bedarf beispielsweise ein Mauszeiger steuern lässt. Die Form des angenehm schweren Controllers schmiegt sich nahezu perfekt an die Hände und macht längere Spielesessions zur Freude.

Das kann man allerdings vom Steuerkreuz nicht behaupten, das ist noch wabbeliger als das des Xbox 360-Pads. Die Latenzzeit des Controllers - also die Verzögerung zwischen Eingaben und einer Reaktion auf dem Bildschirm - ist zwar nicht ganz optimal, allerdings erträglich. Beim Spielen stört sie jedenfalls nicht, eher beim schnellen Navigieren in den Menüs. Einen USB-Anschluss zum Laden der Pads gibt es nicht: Wenn die Energie ausgeht, müssen die Batterien gewechselt werden. Dazu entfernen wir die Deckel von den Griffen des Controllers und wechseln die beiden AA-Batterien durch neue aus - umständlich.

Offenes System

Nach dem ersten Anschalten verbinden wir per Knopfdruck unseren Controller mit der Konsole (Bluetooth-Pairing, ähnlich wie bei der PlayStation 3) und landen anschließend im Hauptmenü, von wo aus wir uns ein Ouya-Profil anlegen oder uns mit einem vorhandenen einloggen können. Ist man mit dem Internet verbunden (wahlweise per LAN-Kabel oder WiFi), zieht sich das Gerät auch gleich ein etwas größeres Update, dasVerbesserungen für Auto-Updates von Spielen und eine Beschleunigung der Menünavigation mit sich bringt. Dann müssen wir unsere Kreditkarten-Daten eingeben, alternativ schluckt die Ouya auch Prepaid-Codes. Ein Manko, da man ohne entsprechende Eingabe gar nicht erst ins Menü gelangt.

Software auf Ouya installieren

Ouya : Startet den Browser (Make\Software) und surft auf die Download-Seite (http://xbmc.org/download/)

Browser starten
Startet den Browser (Make\Software) und surft auf die Download-Seite (http://xbmc.org/download/)

Der Funktionsumfang des Betriebssystems wirkt zunächst nicht sonderlich groß: Über »Play« gelangen wir zu bereits installierten Spielen, über »Explore« in den Shop und über Manage zu den Konsoleneinstellungen. Der Punkt »Make«, der eigentlich für Entwickler gedacht ist, entpuppt sich ebenfalls als interessant: Hier verbirgt sich nämlich ein vorinstallierter Browser, über den wir durchs Internet surfen können - so komfortabel es auf einem Fernseher eben geht. Ein Vorteil des Browsers ist, dass wir uns darüber Android-Software herunterladen können, die wir nicht im Store finden. Auf diese Weise installieren wir uns beispielsweise das Mediencenter XBMC (siehe Kasten) - Ouya ist eben ein offenes System. Gerade durch Letzteres erhält die Konsole ganz neue Fähigkeiten: Wir können die Ouya als komplettes Mediencenter fürs Wohnzimmer nutzen. Oder im Urlaub: Ouya in den Koffer (dank der Größe kein Problem), per HDMI an den TV im Hotel anschließen und über die mitgebrachte Festplatte Filme oder Serien gucken und Musik hören. Und mit den entsprechenden Apps könnte man seine Ausflüge planen, im Internet surfen und den Wetterbericht ansehen.

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Kabukichan
#1 | 27. Jun 2013, 14:26
Man kann damit nicht in Google Play oder Amazon App Shop? Ich hatte gehofft mit Ouya bereits gekaufte Spiele zocken zu können. Insbesondere die Humble Bundles hatte ich im Visier.
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LZPSN
#2 | 27. Jun 2013, 14:49
Ich verstehe das aber nicht so ganz. Theoretisch ist das Ding ja bloß ein Handy. Hätte man nicht wenigstens etwas mehr Power raus holen können?
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HaloGrungeLink
#3 | 27. Jun 2013, 15:08
Zitat von Gamepro:
Neben zahlreichen durchschnittlichen bis stark unterdurchschnittlichen Spielen finden sich auch ein paar echte Perlen im Ouya-Shop: Final Fantasy III ist so eine. Das Spiel wurde prima umgesetzt, sieht durch die höhere Auflösung sogar besser aus als damals auf der PlayStation.


Hm? Das Spiel gab's für das SNES, den NDS, iOS, Wii (Virtual Console), die PSP und Android, aber nicht für die PlayStation.
Sieht es nur besser als die (2D) SNES und (3D) NDS Versionen aus, oder auch besser als die Anderen? Ist doch bestimmt nur die Android Version, event. mit anderer Steuerung, oder?


Vielleicht hol ich mir auch mal die Ouya, ist bestimmt super für's xbmc, Emulatoren und wahrscheinlich auch als eigener Server mit wenig Stromverbrauch nutzbar!
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#4 | 27. Jun 2013, 15:11
"Wer auf harte Grafik steht..."

Da musste ich erstmal kurz lachen.


Für 100€ bestimmt nicht schlecht, aber da ich eher AAA-Titel spielen will, ist die Ouya überhaupt nichts für mich.
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laughin-man
#5 | 27. Jun 2013, 15:50
Zitat von LZPSN:
Ich verstehe das aber nicht so ganz. Theoretisch ist das Ding ja bloß ein Handy. Hätte man nicht wenigstens etwas mehr Power raus holen können?


Die OUYA hat einen stark verbesserten Tegra 3 (da nicht aufs Akku geachtet werden muss und ein Lüfter eingebaut ist, erziehlt dieser eine bessere Leistung als alle Handys mit dem Tegra 3), der zur Vorstellung der Konsole die aktuellste Version war (zurzeit ist der Tegra 4 die aktuellste Version). Die OUYA sollte also auf einem höheren Stand als die meisten Handy's sein, wenn die Entwickler das nicht ausnutzen kann die Konsole nichts dafür.

Was den Controller angeht kann ich dem Artikel nur recht geben. Er fühlt sich von der Ergonomie deutlich besser als diese zumutung von PS3 Controller an, jedoch ist das Steuerkreuz mist. Auch die Trigger scheinen nicht sehr gut zu sein, kann aber auch an meinem Controller liegen. Was ich aber besonders hervorheben würde sind die Face Tasten, diese haben einen wirklich angenhmen harten Druckpunkt und gefallen mir sogar besser als auf dem XBox Pad.

Was ich aber auch noch interessant finde ist die Tatsache wie normal heutzutage mit Emulatoren bzw. (immer noch illegalen) Roms umgegangen wird. Ich bin mir nicht sicher ob ein Videospielmagazin darauf hinweisen sollte das man auf der Konsole ja sehr gut Roms spielen kann. In einem PC Magazin steht ja auch nicht das man sich zum ausprobieren einfach mal eine Raubkopie runterladen kann.
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HaloGrungeLink
#6 | 27. Jun 2013, 17:14
Zitat von laughin-man:


Was ich aber auch noch interessant finde ist die Tatsache wie normal heutzutage mit Emulatoren bzw. (immer noch illegalen) Roms umgegangen wird. Ich bin mir nicht sicher ob ein Videospielmagazin darauf hinweisen sollte das man auf der Konsole ja sehr gut Roms spielen kann. In einem PC Magazin steht ja auch nicht das man sich zum ausprobieren einfach mal eine Raubkopie runterladen kann.


ich weiss was du meinst, aber der Punkt ist, das im Artikel (natürlich) nichts von illegalen Spielen steht. Man kann (theoretisch) selber Spiele schreiben, oder freie Spiele von anderen Leuten/Entwicklern spielen - die gibt's für jedes System. Und (glaub ich) auch die selbst erstellten Sicherungskopien der originalen Spiele.
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laughin-man
#7 | 27. Jun 2013, 17:40
Zitat von HaloGrungeLink:


ich weiss was du meinst, aber der Punkt ist, das im Artikel (natürlich) nichts von illegalen Spielen steht. Man kann (theoretisch) selber Spiele schreiben, oder freie Spiele von anderen Leuten/Entwicklern spielen - die gibts für jedes System. Und (glaub ich) auch die selbst erstellten Sicherungskopien der originalen Spiele.


Stimmt, selbst erstellte Sicherheitskopien sind auch legal (Roms aus dem Internet wenn man das original besitzt jedoch nicht), aber mal ehrlich, die Anzahl der Personen die in Deutschland Geräte zum Auslesen von Spielemodulen haben sind im einstelligen Bereich. Leute die diese selbst entwickeln mit einem Dev-Kit der alten Konsolen sicher genauso (schon alleine aufgrund der Tatsache das heutzutage selbst kostenlose Programmierschnittstellen leistungsfähiger und einfacher sind).
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Wailer
#8 | 27. Jun 2013, 18:19
Hört sich kompliziert an.
Nix für mich.
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kevb0ard
#9 | 27. Jun 2013, 18:43
Zitat von Kabukichan:
Man kann damit nicht in Google Play oder Amazon App Shop? Ich hatte gehofft mit Ouya bereits gekaufte Spiele zocken zu können. Insbesondere die Humble Bundles hatte ich im Visier.


man kann auf die ganz notmalen stores, aber nicht von haus aus. da muss man sich ein paar sachen drauf laden und einstellungen umstellen damit das geht.
die OUYA ist aber als offenes gerät gedacht also sollte es nicht zu schwer sein denk ich.
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kevb0ard
#10 | 27. Jun 2013, 18:50
Zitat von laughin-man:


Die OUYA hat einen stark verbesserten Tegra 3 (da nicht aufs Akku geachtet werden muss und ein Lüfter eingebaut ist, erziehlt dieser eine bessere Leistung als alle Handys mit dem Tegra 3), der zur Vorstellung der Konsole die aktuellste Version war (zurzeit ist der Tegra 4 die aktuellste Version). Die OUYA sollte also auf einem höheren Stand als die meisten Handys sein, wenn die Entwickler das nicht ausnutzen kann die Konsole nichts dafür.

Was den Controller angeht kann ich dem Artikel nur recht geben. Er fühlt sich von der Ergonomie deutlich besser als diese zumutung von PS3 Controller an, jedoch ist das Steuerkreuz mist. Auch die Trigger scheinen nicht sehr gut zu sein, kann aber auch an meinem Controller liegen. Was ich aber besonders hervorheben würde sind die Face Tasten, diese haben einen wirklich angenhmen harten Druckpunkt und gefallen mir sogar besser als auf dem XBox Pad.

Was ich aber auch noch interessant finde ist die Tatsache wie normal heutzutage mit Emulatoren bzw. (immer noch illegalen) Roms umgegangen wird. Ich bin mir nicht sicher ob ein Videospielmagazin darauf hinweisen sollte das man auf der Konsole ja sehr gut Roms spielen kann. In einem PC Magazin steht ja auch nicht das man sich zum ausprobieren einfach mal eine Raubkopie runterladen kann.


es gibt zig Roms die von den ehemaligen entwicklern online gestellt wurden und die man ganz legal spielen darf ;)
dann gibts noch emulatoren wie DOSbox mit denen man DOS spiele spielen kann, und ich hab davon z.B. noch ein paar die ich mir dann z.B. auf einen USB stick laden könnte und mit nem DOS emulator spielen kann.
ähnlich auch bei SCUMMvm. ich hab die 3 ersten Monkey Island teile die ich dann z.B. ganz legal auf nem emulator spielen könnte.

edit: ein entwickler der z.B. einige Amiga spiele kostenlos anbietet ist Factor 5
http://www.factor5.de/downloads.shtml
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