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Kehrtwende-Kultur bei Microsoft - Diese Xbox-One-Features wurden gestrichen

Kurswechsel: Bald gibt es die Xbox One auch ohne Kinect 2.0. Die Abkehr von der Konsolen-Kamera ist jedoch nur die jüngste von zahlreichen Kehrtwenden, die Microsoft nach massiver Kritik an Always-On-Zwang, Gebrauchtspiel-Sperre und Co vollzog.

Von Philipp Elsner |

Datum: 14.05.2014


Kehrtwende-Kultur bei Microsoft : Vom Verkaufsargument zum Sidekick: Die Kinect 2.0 erwies sich nicht als das erhoffte Erfolgsmodell. Vom Verkaufsargument zum Sidekick: Die Kinect 2.0 erwies sich nicht als das erhoffte Erfolgsmodell.

Microsoft zieht den Stecker bei Kinect 2.0: Ab Juni 2014 wird die Xbox One zum günstigeren Preis auch ohne die Motion-Control-Kamera verkauft, die zuvor noch als integraler Bestandteil der Konsole gehandelt und vermarktet wurde. Das ist jedoch nicht das erste Mal, dass Microsoft im Bezug auf die Xbox One etwas in Stein gemeißeltes wieder einreißt: Auch von anderen ungeliebten »Features« wie dem Online-Zwang, hat man sich wieder verabschiedet.

Bye-bye, Kinect 2.0

Kehrtwende-Kultur bei Microsoft : Das Xbox One Reveal ging gründlich in die Hose und beschwor einen Shitstorm. Das Xbox One Reveal ging gründlich in die Hose und beschwor einen Shitstorm. Kinect 2.0 war für Microsoft lange Zeit das Verkaufsargument schlechthin. Die angeschlossene Kamera sollte ursprünglich sogar für den Betrieb der Konsole an sich obligatorisch sein. Datenschützer und Kritiker äußerten Bedenken, der Sensor könne so durchgehend Daten sammeln, obwohl Microsoft stets dementierte, dass man via Kinect User überwache.

Im Juli 2013 wurden Gerüchte laut, Microsoft plane eine Xbox One ohne Kinect - wir titelten »Angeblich Konsolenpaket ohne Kinect für 2014 geplant«. Microsoft dementierte damals die Meldungen und stellte klar: »Wir haben keinerlei Pläne, eine Xbox One ohne Kinect einzuführen. Wir glauben fest an Kinect und den Wert, den es sowohl für die Bereiche Spiele und Entertainment bietet. Außerdem glauben wir, dass 499 Dollar ein großartiger Preis für das ist, was die Konsumenten mit der Xbox One erhalten werden.«

Im August 2013 dann die erste Kehrtwende: Der Kinect-Sensor ist nun doch keine Voraussetzung für den Konsolen-Betrieb. Marc Whitten von Microsoft gab damals bekannt, dass man die Xbox One auch ohne Kamera nutzen könne - allerdings natürlich ohne die Features wie Sprach- oder Gestenbefehle. Senior-PR-Manager Albert Penello ergänzte, die Entscheidung habe nichts mit verlorenem Vertrauen in den Kinect-Sensor seitens Microsoft zu tun. Vielmehr habe man verstanden, dass sich einige Menschen in bestimmten Situationen unwohl fühlen würden, wenn die Sensor-Einheit durchgehend aktiviert sei.

Jetzt ist die Kinect 2.0 komplett optional geworden und nicht mehr zwingend im Karton mit der Konsole dabei. Der günstigere Preis liegt dann auf dem Niveau der Konkurrenz-Konsole PlayStation 4.

Tschüss, Gebrauchtspiel-Sperre

Nach den ursprünglichen Plänen von Microsoft, wären der Weiterkauf und das Verleihen von Spielen für Xbox One nur eingeschränkt möglich gewesen. Durch die Always-On-Politik hätten User ihre Spiele permanent an einen Online-Account binden und mit ihrem Gamertag verknüpfen müssen. Wer dann Spiele tauscht oder ausleiht, kann dies nur nach den Vorgaben des jeweiligen Publishers.

Am 19. Juni 2013 schmeißt Microsoft dann sämtliche Pläne über Bord und streicht jegliche Form von Gebrauchtspiel-Sperre. Alles funktioniert nun so, wie von der Xbox 360 gewohnt: Spiele können durch das Einlegen der Disc installiert und gestartet werden, Verleih und Weiterverkauf sind möglich.

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Robotninja
#1 | 14. Mai 2014, 14:30
So kann man die Community auch am Laufen halten liebe GamePro! Die Diskussionen hier werden natürlich ganz andere sein, als in der News zum Verzicht auf Kinect... Danke
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megakay
#2 | 14. Mai 2014, 14:31
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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paulDS
#3 | 14. Mai 2014, 14:53
Zitat von Robotninja:
So kann man die Community auch am Laufen halten liebe GamePro!

Hat schon anscheinend gut geklappt. ;)
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Bjud
#4 | 14. Mai 2014, 14:55
Zitat von Robotninja:
So kann man die Community auch am Laufen halten liebe GamePro! Die Diskussionen hier werden natürlich ganz andere sein, als in der News zum Verzicht auf Kinect... Danke


Ich finde das auch unter aller Sau! Man muss sich mal anschauen, wie viele News sie aus den verschiedenen Dingen gemacht haben, die Microsoft gestern ALLE ZUSAMMEN verkündet hat. Hier auf Gamepro ensteht der Eindruck, dass diese News nach und nach ans Licht kommen, dem ist nicht so. Ich verweise hiermit mal als Beweise offiziell auf eure Kollegen von 4Players und möchte mal an den Community-Beitrag der letzten Feedback-Sendung erinnern, in dem es um die unmöglichen Zustände im News Bereich bei Gamestar/Gamepro ging!!

Mir reicht es jetzt auch, werde mich bei Gamepro in den Kommentaren nicht weiter beteiligen. Es gibt ja doch einige Leute die sich bemühen etwas Konstruktives zu schreiben, wenn sich die Diskussion dann aber auf 7-8 News verlagert, hat man davon auch nichts mehr!
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Nohohon
#5 | 14. Mai 2014, 15:03
Kinect ist ja in dem Sinne nicht ganz weg, sondern es wird nur ein Bundle auch ohne geben. Korrigiert mich ggf an der Stelle.
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LEGIO XIII
#6 | 14. Mai 2014, 15:07
Zitat von Bjud:
wenn sich die Diskussion dann aber auf 7-8 News verlagert, hat man davon auch nichts mehr!


Jep machts echt schwer wenn man sich durch mittlerweile hunderte Kommentare an x Stellen durchforsten muss.
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Serpens
#7 | 14. Mai 2014, 15:10
Ein Trauerspiel was man einer relativ kleinen aber lautstarken Gruppe zu verdanken hat die nicht paar Meter um die Ecke zukunftsorientiert denken kann. Naja selbst Schuld lieber Spieler.
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paulDS
#8 | 14. Mai 2014, 15:18
Zitat von Serpens:
Ein Trauerspiel was man einer relativ kleinen aber lautstarken Gruppe zu verdanken hat die nicht paar Meter um die Ecke zukunftsorientiert denken kann. Naja selbst Schuld lieber Spieler.

Warum ist der Spieler daran schuld, wenn MS keine Eier in der Hose hat?
Schlecht hat sich die One bis ja nicht verkauft, und Shitstorm gab es nicht.
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Serpens
#9 | 14. Mai 2014, 15:25
Zitat von paulDS:

Warum ist der Spieler daran schuld, wenn MS keine Eier in der Hose hat?
Schlecht hat sich die One bis ja nicht verkauft, und Shitstorm gab es nicht.


Hey. Ja der Schritt jetzt spielt für mich eh keine Rolle mehr. Das ganze Hauptkonzept war kaputt nach der bescheuerten 180° Wende nach der vor dem Release.
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Centrax
#10 | 14. Mai 2014, 15:54
Zitat von Bjud:


Ich finde das auch unter aller Sau! Man muss sich mal anschauen, wie viele News sie aus den verschiedenen Dingen gemacht haben, die Microsoft gestern ALLE ZUSAMMEN verkündet hat. Hier auf Gamepro ensteht der Eindruck, dass diese News nach und nach ans Licht kommen, dem ist nicht so. Ich verweise hiermit mal als Beweise offiziell auf eure Kollegen von 4Players und möchte mal an den Community-Beitrag der letzten Feedback-Sendung erinnern, in dem es um die unmöglichen Zustände im News Bereich bei Gamestar/Gamepro ging!!

Mir reicht es jetzt auch, werde mich bei Gamepro in den Kommentaren nicht weiter beteiligen. Es gibt ja doch einige Leute die sich bemühen etwas Konstruktives zu schreiben, wenn sich die Diskussion dann aber auf 7-8 News verlagert, hat man davon auch nichts mehr!


Ja, nur seh dich doch mal um! Es funktioniert! PixelFred sitzt weiter vor seinem Schrein und betet zu Sony und auch die Xbox-Fanboys versuchen MS in den Schutz zu nehmen. Es läuft doch alles Prima! Haufenweise Klicks und Kommentare indenen sich die Konsoleros gegeseitig die Eier abreißen^^

Mir ist das letztendlich egal! Ich habe beim Kauf der One schon angenommen, dass das nicht lange so weitergeht. Was keiner so wirklich weiß ist der Grund. MS kann ja viel sagen. Entweder die Investoren wollten das, MS will das wegen der Verkaufszahlen, die Entwickler bzw. Publisher wollen das, weil sie darin keine Zukunft sehen oder die Fans wollten das. Einer davon wirds mindestens sein, über den Rest kann man nur spekulieren. Also lasst euch doch hier nicht alle so provuzieren!!!
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