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Project Morpheus - Brille mit Rundumblick

Auf der gamescom zeigt Sony seine VR-Brille Project Morpheus. Wir haben uns das Teil vor die Augen geschnallt - und waren sehr angetan.

Von Markus Schwerdtel |

Datum: 13.08.2014


Zum Thema » gamescom 2014 - Übersicht Alle News, Artikel, Videos » Facebook kauft Oculus Rift Kolumne zur VR-Übernahme Beratern sollte man erst mal kein Wort glauben. Schon gar nicht, wenn es um vermeintliche Zukunftsstrends wie Sonys VR-Brille Project Morpheus geht. Trotzdem hat sich der so genannte Hype Cycle der Analysten der Beratungsfirma Gartner in den letzten Jahren als erstaunlich genau erwiesen.

Demnach durchläuft eine neue Technologie wie 3D-Drucker oder selbstfahrende Autos immer mehrere Phasen: Nach der Entdeckung kommen überhöhte Erwartungen, gefolgt von einem Tal der Enttäuschung, wenn sich die neue Technik dann doch nicht als der Heilsbringer erweist.

Danach folgt aber die »Zeit der Erleuchtung«, in der sinnvolle Anwendungen gefunden werden, bis die Technologie schließlich im Alltag eingesetzt werden kann.

Was das mit Sonys Project Morpheus zu tun hat? Laut Gartner steht die VR-Technologie kurz vor der letzten Phase, und tatsächlich sind mit der Oculus Rift und eben Sony zwei VR-Brillen kurz vor der Marktreife. Wir haben Project Morpheus ausprobiert um zu klären, ob Beratungsfirmen nicht doch manchmal Recht haben.

Elegant und leicht

Logisch: Um eine VR-Brille auszuprobieren, muss man sie aufsetzen. Klingt trivial, ist aber je nach Modell nicht ohne. Schließlich bindet man sich im Grunde zwei Monitore vors Gesicht, dir auch bei schnellen Kopfbewegungen nicht verrutschen sollen - also lieber mal ordentlich festzurren. Kommen dann noch Kopfhöhrer dazu, ist der Schädel mit Kabeln und Gurten ordentlich einbandagiert.

Nicht so bei Project Morpheus: Die Brille ist deutlich leichter als etwa die neueste Version von Oculus. Zudem liegt der Schwerpunkt etwas höher. Es lastet also mehr Gewicht au dem Kopf, die Technik hängt nicht so schwer vor den Augen wie bei Oculus. Das dürfte vor allem bei längeren Sessions gut für die Genickmuskeln sein.

Auch der Fixierungsmechanismus ist denkbar einfach. Wenn die Brille richtig auf dem Kopf sitzt, dreht man wie bei einem Fahrradhelm hinten an einem kleinen Knopf, um das Geschirr straff zu ziehen. Brillenträger können übrigens aufatmen: Normale Gestelle finden locker Platz, auch die Bügel drücken nicht.

Project Morpheus : Das Gewicht der Morpheus verteilt sich das praktischem »Spann«-Mechanismus vergleichsweise angenehm auf dem Kopf. Das Gewicht der Morpheus verteilt sich das praktischem »Spann«-Mechanismus vergleichsweise angenehm auf dem Kopf.

Was sieht man da?

Wichtig bei einer VR-Brille: das Display. Schließlich hat man den Mini-Monitor ständig dicht vor den Augen. Project Morpheus liefert die gleichen 960x1080 Pixel pro Auge wie das neueste Developer Kit 2 von Oculus. Allerdings hat Sonys Brille nicht mit den lästigen Farbschatten der Konkurrenz zu kämpfen, zudem wirkt das Bild - bei optimalem Sitz - deutlich schärfer.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei VR-Brillen ist die Latenz, also,die Verzögerung, mit der Kopfbewegungen umgesetzt werden. Ist die nämlich zu hoch, wird dem Spieler schnell mal übel. Aber auch hier brilliert Morpheus: Alle Bewegungen werden fix im Bild ausgeführt, selbst man hektisch hin und her schaut oder sich abrupt umdreht.

Project Morpheus : Die Kameras der PlayStation 4 tasten die LEDs vorne an der VR-Brille und die Move-Controller gleichzeitig ab. Die Kameras der PlayStation 4 tasten die LEDs vorne an der VR-Brille und die Move-Controller gleichzeitig ab.

Schließlich benutzt Sony zusätzlich zu den Bewegungssensoren auch die (optionale) Kamera der PlayStation 4, um den Kopf zu erfassen. Und wenn man die Kamera ohnehin schon im Wohnzimmer hat, kann man auch gleich seine Move-Controller wieder entstauben - erst die machen den Spielgenuss mit Morpheus nämlich perfekt.

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Mongo2k
#1 | 13. Aug 2014, 19:04
Kommt doch sowieso nur casual kram für raus, aber brauche solchen schnickschnack eh nicht.
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Sterngeborener
#2 | 13. Aug 2014, 19:05
Zitat von suckimano:
Als X-Wing Pilot in der Raumschlacht um Endor und anschließendem Flug durch den Todesstern. Das wärs!! :-)


Guckst Du hier: https://www.youtube.com/watch?v=3SIZ7uGKleE :)

Alle die einen OR developer account haben, können es sich auch einfach downloaden: https://developer.oculusvr.com/forums/viewtopi c.php?f=28&t=12334
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Zerocool3000
#3 | 13. Aug 2014, 20:17
Verstehe den VR boom nicht und werde es wohl auch nicht verstehen.

Solange die Dinger Übelkeit verursachen haben sie bei mir keine Zukunft und auch ohne das finde ich auf dem Fernseher/Beamer spielen einfach "normaler" und seh auch noch was um mich herum passiert...
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Xotnad
#4 | 13. Aug 2014, 21:07
Zitat von Mongo2k:
Kommt doch sowieso nur casual kram für raus, aber brauche solchen schnickschnack eh nicht.

Jou... mit der Einstellung würden wir heute noch Shooter mit Pfeiltasten auf der Tastatur spielen...

dX
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Sterngeborener
#5 | 13. Aug 2014, 21:11
Zitat von Zerocool3000:
Verstehe den VR boom nicht und werde es wohl auch nicht verstehen.

Solange die Dinger Übelkeit verursachen haben sie bei mir keine Zukunft und auch ohne das finde ich auf dem Fernseher/Beamer spielen einfach "normaler" und seh auch noch was um mich herum passiert...


Ich finde Deine Meinung dazu ja völlig ok. Als am Anfang iPods, iPhones und dieses Internet in Mode kamen, waren davon anfangs auch weniger Leute begeistert, weil es noch zu viele Hürden gab und der Nutzen im Vergleich zum Anschubsaufwand nicht so toll war. Mein erster iPod ist mit Karacho an der Wand gelandet. :) Meine erste Maus habe ich gehasst, weil ich mir vorkam wie jemand, der neu laufen lernen muss.

Aber Fakt ist, dass man sich (a) dran gewöhnt, und (b) die Technologie sich ja weiter entwickelt. Wenn man mal einige der Demos mit zBsp der Oculus Rift ausprobiert hat, dann erkennt man, in welche Richtung das geht, und das Mittendrin-Gefühl ist einfach der Wahnsinn. Das wird noch 2 Jahre dauern, bevor es die richtig überzeugende Hardware gibt (wahrscheinlich dann die 2. Generation der OR, meine Vermutung) und genau so lange, bis es richtig gut gemachte, angepasste Inhalte gibt bzw. von vorne herein für VR produziert wird. Die ganzen momentanen Demos sind natürlich nur ein zarter Vorgeschmack.

Aus der Sicht kann ich den VR Boom zumindest beim Gaming und bei spezialisierten VR-Anwendungen also schon verstehen ... die meisten Endkonsumenten aber wahrscheinlich erst wie gesagt in ca. 2 Jahren.
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bigspielor
#6 | 13. Aug 2014, 21:36
Zitat von Mongo2k:
Kommt doch sowieso nur casual kram für raus, aber brauche solchen schnickschnack eh nicht.


Wie ich solche Aussagen HASSE.
Unser Hobby basiert auf technische Weiterentwicklungen.
Soche Meldungen verstehe ich wenn sie von einem úber 60 jährigen kommen.
Hast dich sicher auch fürchterlich aufgeregt als der wechsel von 2D auf 3D Games kam.

Spiel weiter Pong wenn alles neue schlecht ist.
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Progamer13332
#7 | 13. Aug 2014, 22:44
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Mongo2k
#8 | 13. Aug 2014, 22:49
Zitat von bigspielor:


Wie ich solche Aussagen HASSE.
Unser Hobby basiert auf technische Weiterentwicklungen.
Soche Meldungen verstehe ich wenn sie von einem úber 60 jährigen kommen.
Hast dich sicher auch fürchterlich aufgeregt als der wechsel von 2D auf 3D Games kam.

Spiel weiter Pong wenn alles neue schlecht ist.


Wo habe ich denn gesagt, dass ich gegen technischen Fortschritt bin? Bin alles nur das nicht, aber VR Brillen, die für das breite Publikum gedacht sind und somit erschwinglich bleiben müssen, bieten einfach nicht die Funktionalität, um diese wirklich sinnvoll in Core-Games zu implementieren.

Und solange das so ist, bleibt es für mich eben nur ein Gimmick (wie auch Kinect), das in erster Linie für casualkram verwendet wird. Und darauf kann ich eben gerne verzichten.

Der Vergleich zu 2D/3D hinkt zudem in der Hinsicht, dass dort keine neue Technik nötig war (mal den Analogstick als solchen außen vor gelassen). Auch hat die Bewegung in 3D-Welten schon mit Mario 64 in jeder Hinsicht funktioniert und es wurde keine halbgare Technik als die Revolution schlechthin verkauft.
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Jaska
#9 | 14. Aug 2014, 00:27
Zitat von Mongo2k:


Wo habe ich denn gesagt, dass ich gegen technischen Fortschritt bin? Bin alles nur das nicht, aber VR Brillen, die für das breite Publikum gedacht sind und somit erschwinglich bleiben müssen, bieten einfach nicht die Funktionalität, um diese wirklich sinnvoll in Core-Games zu implementieren.

Und solange das so ist, bleibt es für mich eben nur ein Gimmick (wie auch Kinect), das in erster Linie für casualkram verwendet wird. Und darauf kann ich eben gerne verzichten.



also das breite publikum erschwinglich zu bedienen, genau das ist es doch, was konsolen mal ausgemacht hat. es gibt eine breite fanbase, und es gibt genau eine hardware-kombi, auf die das system zugeschnitten sein muss. genau darin liegt in meinen augen die große chance von project morpheus. bis zu diesem bericht war ich davon ausgegangen, dass es der einzige vorteil bleiben würde, weil oculus rift schon so lange entwickelt wird und bisher immer wie der technische vorreiter der zukunft erschien. nach diesem bericht scheint sony aber technisch sogar noch ne schippe draufzulegen, und damit ist die chance nochmal eine ganze nummer größer. bleibt zu hoffen, dass man wirklich coole software dafür raushaut, kinect hat gezeigt, wie großartig funktionierende hardware durch unzureichende software weit hinter seinen möglichkeiten bleibt. wobei ja gerade first person spiele vor einigen jahren echte sprünge nach vorn gemacht haben in sachen körpergefühl (man denke allein mal an mirrors edge), und allein für dieses "neue" erlebnis könnte sich die technik lohnen. project morpheus blutet potenzial, es muss sich "nur" jemand eingehend damit auseinandersetzen und mit neuen ideen spielen; dann werden auch die spieler damit spielen
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grislischulz
#10 | 14. Aug 2014, 00:30
Ich will diese VR Brillen unbedingt mal ausprobieren. Es muss aber auf jeden Fall anständige Software her sonst macht das ganze ja keinen Sinn.
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