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PlayStation Now in Deutschland - Beta-Termin, Abo-Preis und Spiele-Stream

Microsoft macht die Xbox One abwärtskompatibel, Sony setzt bei der PS4 lieber auf einen Streaming-Dienst – der sogar ohne Konsole funktioniert. Doch was ist PlayStation Now, welche Geräte braucht man, was kostet es und wann kommt der Service nach Deutschland?

Von Mirco Kämpfer |

Datum: 26.06.2015


PlayStation Now in Deutschland : Im Sommer 2015 soll die Beta von PlayStation Now auch in Deutschland starten. Im Sommer 2015 soll die Beta von PlayStation Now auch in Deutschland starten.

Zum Thema » PSN-Vorschau 2015 10 spannende Downloadspiele Bei Musik und Filmen ist Streaming mittlerweile Normalität, bald tröpfeln auch digitale Spiele durch die Internetleitung - ganz ohne Download oder Datenträger. Zumindest verspricht das Sony mit seinem Streaming-Dienst PlayStation Now, der es ermöglicht, PS3-Spiele auf PS3, PS4, Vita und sogar auf Fernsehgeräte von Sony und Samsung zu übertragen. In Zukunft sollen sogar Tablets und Smartphones unterstützt werden.

Spielen ohne Konsole? Mit PlayStation Now kein Problem, allerdings läuft der Beta-Test bislang ausschließlich in den USA sowie in Großbritannien. Lange warten müssen wir hierzulande aber nicht mehr: Im Sommer 2015 soll die Beta-Phase auch in Deutschland beginnen - mit einem endgültigen Start von PS Now wird bis zum Ende des Jahres gerechnet.

Mehr zum Thema: Keine PS4-Abwärtskompatibilität wie bei Xbox One geplant

Das braucht ihr für PlayStation Now

Um PlayStation Now nutzen zu können, wird ein kostenloses PSN-Konto sowie eine Internetverbindung von mindestens 5 Megabit (rund 0,625 Megabyte) pro Sekunde benötigt. Außerdem braucht ihr ein kompatibles Gerät. Bisher läuft PS Now auf PS3, PS4, Vita, PlayStation TV sowie auf ausgewählten Blu-ray-Playern und Fernsehgeräten von Sony.

Darüber hinaus werden auch neuere TV-Modelle von Samsung unterstützt. Wer solch einen Smart TV sein Eigen nennt, kann den Streaming-Dienst ganz bequem per App auf der Mattscheibe starten. Das einzige, was dann noch fehlt, ist ein DualShock-4-Controller (PS3-Besitzer müssen zum PS3-Controller greifen), um die Nutzeroberfläche zu bedienen.

Ausleihen vs. Abonnement

Langfristig plant Sony, auch PS1- und PS2-Titel anbieten zu können. Bis dahin umfasst der PS-Now-Katalog aber ausschließlich PS3-Spiele, aktuell sind das über 300 Titel. Dabei können wir jedes Spiel für eine bestimmte Gebühr ausleihen. In der Regel kostet eine 4-stündige Miete zwei bis fünf US-Dollar. Wollen wir ein Spiel mehrere Monate lang behalten, sind sogar bis zu 50 US-Dollar fällig.

PlayStation Now in Deutschland : PlayStation Now bietet auch ein Abomodell. Für 20 US-Dollar im Monat können wir so viel spielen, wie wir wollen - die Spielauswahl ist dann aber geringer als beim Mietservice. PlayStation Now bietet auch ein Abomodell. Für 20 US-Dollar im Monat können wir so viel spielen, wie wir wollen - die Spielauswahl ist dann aber geringer als beim Mietservice.

Der Preis ist nämlich abhängig von der Leihdauer (4 Stunden, 7, 30 oder 90 Tage) sowie vom Spiel selbst, da die Publisher und Entwickler die Mietpreise selbst bestimmen dürfen. Das führt zwangsweise zu teils stark unterschiedlichen Preisangaben. Darüber hinaus stehen nicht alle Leihoptionen für alle Spiele zur Verfügung, was viele Spieler verwirren dürfte.

Doch es geht auch anders: Wir können PlayStation Now auch im Abo beziehen, wie man es von anderen Streaming-Diensten wie Netflix kennt. Für 20 US-Dollar im Monat (bzw. 45 US-Dollar für drei Monate) erhalten wir Zugriff auf über 100 Spiele des gesamten PS3-Katalogs. Das Abo umfasst zwar nur ein Drittel der Spiele des Miet-Services, ist für Vielzocker aber die günstigere Wahl.

Wie schon beim Mietservice fügt Sony auch beim Abomodell kontinuierlich neue Spiele hinzu. Zum Beta-Start in Deutschland sollen unter anderem Far Cry 3: Blood Dragon, God of War: Ascension, Rayman Legends, The Last of Us und Uncharted 2: Among Thieves enthalten sein.

Sofort spielen ohne Konsole

Da PS Now zwingend an ein PSN-Konto gekoppelt ist, werden auch einige PSN-Features unterstützt, wenn man gar keine Konsole besitzt und zum Beispiel auf einem Samsung Smart TV spielt. Dazu gehören Trophäen und Cloud Save - der Spielstand schwebt also in der Datenwolke.

Generell sind wir bei Sonys Streaming-Dienst extrem abhängig von den Servern und unserer Internetverbindung. Laut Aussage einiger amerikanischer Beta-Tester und unserer Kollegen von Gamespot und Polygon laufe der Stream jedoch meist stabil und sehr flüssig, hin und wieder komme es zu Grafikartefakten und verwaschenen Farben, die aber kaum störend auffallen.

PlayStation Now in Deutschland : Spielen ohne Konsole: In Zukunft möchte Sony PS Now sogar auf Tablets und Smartphones ausweiten. Einige 2015-Modelle von Sony- und Samsung-TVs werden schon jetzt unterstützt. Spielen ohne Konsole: In Zukunft möchte Sony PS Now sogar auf Tablets und Smartphones ausweiten. Einige 2015-Modelle von Sony- und Samsung-TVs werden schon jetzt unterstützt.

Auch ein minimaler Input-Lag sei spürbar, als würde man ein PS4-Spiel per Crossplay-Funktion auf der Vita spielen, trotzdem seien selbst schnelle Actionspiele wie God of War: Ascension gut spielbar. Sogar der Online-Multiplayer-Modus soll reibungslos funktionieren. Techradar berichtet allerdings über lange Ladezeiten in Verbindung mit einem Sony-Bravia-Fernseher, dafür soll es bei dem TV-Gerät keinerlei Lags gegeben haben.

So oder so: Die Qualität des Streams dürfte sich in Zukunft noch stark verbessern, letztlich hängt es aber von der eigenen Netzverbindung ab. Bei wem aber Netflix läuft, der dürfte auch mit Sonys Streaming-Dienst keine Probleme haben. Spiele müssen über PS Now übrigens nicht installiert werden, sie belegen also keinen Speicherplatz auf dem Endgerät.

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Sucrom
#1 | 26. Jun 2015, 11:17
Steht und fällt mit dem Abo-Content würd' ich sagen.. wenn da gute Spiele drin sind leistet man sich's..
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DerEsel
#2 | 26. Jun 2015, 11:21
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Crypto137
#3 | 26. Jun 2015, 11:40
Ich finde das Angebot super. So kann man noch PS3 Spiele nachholen und eine 7 Tage Leihgebühr, die mir für ein god of war oder uncharted locker reichen würde, ist wirklich nicht so super teuer. Für Leute die die Spiele noch Zuahuse haben, ist das natürlich ärgerlich nochmal Geld dafür ausgeben zu müssen, für mich aber ein sehr gutes Angebot. Wenn ich mir mal das aktuelle Angebot im US-Store anschaue, werde ich hier sicherlich öfter ein Spiel ausleihen.
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madjonfan
#4 | 26. Jun 2015, 11:41
Könnte interessant sein - allerdings halte ich den Preis für zu hoch, in jeder Variante. 4 Stunden für 2 bis 5 EUR (angenommen, das wird wieder 1:1 vom Dollar übernommen, was Sony gerne macht)... Wir sprechen wohl von Echtzeit, nicht von reiner Zeit im Spiel. Zwischendrin noch ne Pizza in den Ofen, nochmal was zu trinken geholt - entspricht für den gemütlichen Zocker etwa 2 bis 3 Stunden Spielzeit. Das ist teurer als jede Videothek die ich kenne. Also ein Preiskonzept, das ich bis heute nicht verstehe, das Sony auch im Verleih seiner Videos über PSN fährt. Ja, es ist bequemer über die Playstation "schnell" einen Video auszuleihen, allerdings spart sich Sony die Kosten für Mitarbeiter, für Raummiete usw. Wieso das mehr kostet als der Gang zur Videothek sehe ich nicht ein, deshalb mache ich es nach 2 Tests nicht mehr. Ganz zu schweigen davon, wie lahm das war - es sollte Sony peinlich sein dass sowohl Amazon Prime als auch Netflix deutlich schneller auf der PS3 laufen als ihr eigener Service.

Dazu kommt, beim Abschliessen eines Abos - ich besitze keine einziges Spiel. Selbst wenn ich zwei Jahre lang bezahlt habe, 24x20 EUR also knapp 480 EUR gelöhnt habe gehört mir nach Aboende GAR NICHTS. Mit Preisen wie Netflix, ab 7,99 EUR je Monat könnte das funktionieren.

Wir sprechen ohnehin nicht von den neusten Spielen, auch das sollte sich im Preis bemerkbar machen.
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Vae Victis
#5 | 26. Jun 2015, 12:04
Was meint man mit einem "Grafikartefakt"? Ich habe den Ausdruck noch nie gehört und keine Ahnung, was ich mir darunter vorstellen muss.
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Samse
#6 | 26. Jun 2015, 12:15
Zitat von Vae Victis:
Was meint man mit einem "Grafikartefakt"? Ich habe den Ausdruck noch nie gehört und keine Ahnung, was ich mir darunter vorstellen muss.

Das sind Grafikfehler. Gibt es bei Videospielen und bei komprimierten Videodateien.
Hier ein Beispiel bei einem Spiel:
http://de.tinypic.com/view.php?pic=nt5lc&s =4#.VY0lsUYjCbI
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Sklave No.4
#7 | 26. Jun 2015, 12:17
Zitat von madjonfan:

[...](angenommen, das wird wieder 1:1 vom Dollar übernommen, was Sony gerne macht)[...]

Ich les sowas immer wieder. Mal was zur Information: Das macht nicht nur Sony so, das machen im Grunde fast alle Hersteller von Produkten allerlei Art so, da in D noch die Mehrwertsteuer drauf kommt.
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laughin-man
#8 | 26. Jun 2015, 12:43
Sehe ich ganz skeptisch das ganze. Zum einen haben gerade die Sony Server in letzter Zeit sehr viel schlechte Schlagzeilen gehabt und zum anderen sind die Preise einfach viel zu hoch. Dann kommt noch das miese Bild (selbst mit eine 100k Leitung ist es technisch unmöglich ein 1080p Bild zu streamen) und Inputlag (wenn auch gering) kann man ebenfalls nicht vermeiden.
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ama2k
#9 | 26. Jun 2015, 12:50
Zitat von madjonfan:
allerdings spart sich Sony die Kosten für Mitarbeiter, für Raummiete usw. Wieso das mehr kostet als der Gang zur Videothek sehe ich nicht ein,


Stimmt, um so einen Dienst auf die Beine zu stellen und am Leben zu halten benötigt es keine Mitarbeiter. Das Programmieren und die Wartung übernehmen die Umpa Lumpas. Die Server, die fürs Streaming benötigt werden, benötigen zum Glück auch kein Strom, den stellen 2-3 Ratten inner Trettmühle her. Und die Server stehen natürlich irgendwo frei unter einer Brücke. Da spaart man sich dann auch die Kosten für die Räumlichkeiten. Traffic stellt auch irgendjemand vom Mars kostenlos zu Verfügung. Und dann wollen die sicher auch noch Geld verdienen, die Schweine. Einige haben echt ne Ahnung hier...
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madjonfan
#10 | 26. Jun 2015, 12:53
Zitat von Sklave No.4:

Ich les sowas immer wieder. Mal was zur Information: Das macht nicht nur Sony so, das machen im Grunde fast alle Hersteller von Produkten allerlei Art so, da in D noch die Mehrwertsteuer drauf kommt.


Mag sein dass andere Anbieter das ebenso machen, ich hab das allerdings bei Sony verfolgt und der Artikel geht auch über Sony.

USA haben auch die Consumption Tax bzw. Sales Tax, das ist keine Begründung für einen Mehrpreis hier "durch die MWSt", insbesondere im Hinblick auf Dollarkurs gegen EUR.
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