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Auf geht's

SSX im Test - Oh, wie ist das Schnee

Schwarze Piste oder Babyabfahrt? Im Test von SSX für PlayStation 3 und Xbox 360 brettern wir die gefährlichsten Berge der Welt hinab!

von Thomas Wittulski,
28.02.2012 17:10 Uhr

Sie sind mutig, reaktionsschnell und trotzen der Schwerkraft. Wer die Winter X Games im Fernsehen verfolgt weiß, zu welch unfassbaren Stunts Snowboarder in der Lage sind.

Electronic Arts legt bei der Verachtung für physikalische Gesetzte noch mal eine ordentliche Schippe nach: Mit einer Art Reboot feiert die SSX-Serie ihren Einstand auf Xbox 360 und PlayStation 3.

Traditionell geht es in SSX sehr arcadig zur Sache. So kommt es auch, dass die Fahrer in der Luft blitzschnelle Pirouetten hinlegen und sich dabei auch noch überschlagen, bevor sie wieder auf dem Boden aufkommen und weiterfahren, als wäre es das Normalste auf der Welt. Wer eine Wintersport-Simulation erwartet, ist hier also definitiv verkehrt

Profi-Snowboarder auf Knopfdruck

Der Einstieg ins Spiel ist ein Ausstieg aus dem Helikopter - und zwar aus unvorstellbarer Höhe. Während wir also gerade wie ein Stein vom Himmel fallen, erklärt uns das Spiel die grundlegenden Griffe in der Luft - das Snowboard haben wir praktischerweise bereits an den Füßen kleben.

SSX ansehen

Grundsätzlich machen wir mit den vier Digitalbuttons Tricks und Stunts und variieren diese mit Hilfe der oberen Schultertasten. Wenn wir vor dem eigentlichen Trick noch mal kurz den linken oder rechten Digitalknopf drücken, greift unser Snowboarder mit der entsprechenden Hand (oberer Button entspricht beiden Händen) das Brett.

Sehr schick: Im Tricky-Mode sehen alle Stunts noch mal etwas abgedrehter aus.Sehr schick: Im Tricky-Mode sehen alle Stunts noch mal etwas abgedrehter aus.

In Kombination mit Überschlägen und Drehungen (linker Ministick) lassen sich so schon nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr ansehnliche Tricks in die Luft zaubern. Alternativ zur Button-Steuerung können wir unsere Luftsprünge - ähnlich wie in Skate - auch ausschließlich mit den beiden Ministicks steuern. Für uns ist die Button-Steuerung allerdings einleuchtender und daher erste Wahl.

Sobald wir den Luftakrobatik-Kurs abgeschlossen haben, holt uns das Spiel auf den Boden der Tatsachen zurück. Wobei: Für einen Sturz aus (gefühlt) zehn Kilometern ging die Landung ziemlich glimpflich aus. Befinden wir uns auf festem Untergrund, steuern wir den Fahrer um Hindernisse herum (oder darüber) und nutzen möglichst viele Sprungschanzen. Auf Metallstangen, Geländern, Seilen, Stromleitungen sowie allen anderen Kanten können wir grinden und dabei unsere gelernten Tricks zur Schau stellen.

Aussicht 1 Oftmals ist man so sehr mit dem Tricksen beschäftigt, dass man die tolle Aussicht von SSX gar nicht erst bemerkt.

Aussicht 2 Die Sonne setzt die Umgebung schön in Szene.

Aussicht 3 Auch eine echte Todespiste ist auf ihre Weise schön.

Aussicht 4 Trotz der Szerenie heißt es immer volle Konzentration: Hier hängen wir schneller in den Seilen, als uns lieb ist.

Aussicht 5 Hier ist der Hintergrund beinahe malerisch.

Aussicht 6 Entschuldigung, wo geht's denn hier eigentlich zur Hütt'n?

Aussicht 7 Gefahr der Bäume: Ins Landschaftsbild passen sie sich wunderbar ein, auf der Piste können sie tödlich sein.

Tricky Stunts

Ursprünglich sollte das neue SSX den Untertitel »Deadly Descent« (tödliche Abfahrt) tragen. Von der Idee, das Überleben in den Vordergrund zu stellen, hat man sich aber schnell wieder verabschiedet. Die Überbleibsel des Vorhabens finden wir auf den »Survive It«-Pisten: Hier stellen uns die Macher Hindernisse in den Weg und das Ziel ist schlicht und ergreifend, zu überleben.

Auf dieser Strecke stehen und liegen uns zahlreiche Bäume im Weg. Gut getimte Spünge und eine Panzerung sind hier überlebenswichtig. Auf dieser Strecke stehen und liegen uns zahlreiche Bäume im Weg. Gut getimte Spünge und eine Panzerung sind hier überlebenswichtig.

Um die Strecken allerdings unbeschadet zu überstehen, benötigen wir Zubehör, das wir uns vor der halsbrecherischen Abfahrt im SSX-Shop besorgen. In besonders hohen Gefilden brauchen wir eine Sauerstoff-Flasche, vereiste Berge erfordern einen Eispickel, damit wir überhaupt manövrieren können. Und auf wieder anderen Pisten brauchen wir einen Wingsuit, um wie ein Flughörnchen über riesige Schluchten zu kommen. An anderer Stelle benötigen wir eine Stirnlampe, um in unterirdischen Tunnelsystemen sehen zu können und wieder andere Strecken sind mit Bäumen gepflastert, sodass eine zusätzliche Panzerung unumgänglich ist.

Als Abfahrtmodus ist »Survive It« ziemlich cool und bringt Abwechslung ins Spiel. Ein Modus allein reicht aber nicht. Glücklicherweise gibt’s auch die normalen Rennen (»Race It«) und die Trick Events (»Trick It«), die je etwa ein drittel der Kurse ausmachen. Gerade in Letzteren können wir uns austoben. Unser Ziel: Mehr Punkte zu hamstern, als der oder die Gegner.

Test-Video zu SSX 4:44 Test-Video zu SSX

Für jeden Stunt bekommen wir Punkte aufs Konto. Wenn wir eine Zeit lang fehlerfrei fahren und tricksen, erhöht sich der Punkte-Multiplikator. Verabschiedet haben sich die Macher von endlosen Kombo-Ketten, sodass beinahe ein kleiner Hauch Realismus über dem Pulverschnee weht.

Dafür kommen wir mit der Zeit in den Tricky-Mode, in dem unsere Stunts noch mal etwas cooler und die Verdrehungen der Surfer noch ungesünder aussehen. Dass in besagtem Supermodus die Gliedmaßen glühen, lässt den Tanz in der Luft richtig künstlerisch wirken: Wir malen wilde Gebilde in die Luft, drehen und überschlagen uns.

Begleitet werden die Abfahrten von (teilweise speziell für SSX angefertigten) Mixen, bekannter Künstler. Der Tenor ist elektronisch (Digitalism: Blitz, DJ Shadow: I Gotta Rock, Skrillex: Scatta), der Soundtrack enthält aber auch Titel wie Houdini von Foster the People und The Hives mit 1000 Answers (komplette Liste siehe Kasten). Eine sehr große Auwahl guter Titel, die vor allem super zum Spiel passen und zum Spielspaß beitragen.

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