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Auf geht's

Steel Battalion: Heavy Armor im Test - In der Bewegungserkennungs-Hölle

Ist Kinect für Xbox 360 wirklich der passende Controller für ein Mech-Spiel wie Steel Battalion? Capcom will es mit der Fortsetzung des ultimativen Kampfroboter-Klassikers herausfinden. Wir haben unser Urteil gefällt.

von Kai Schmidt,
25.06.2012 16:20 Uhr

Steel Battalion: Heavy Armor - Test-Video ansehen 5:41 Steel Battalion: Heavy Armor - Test-Video ansehen

Na, klingelt was beim Titel Steel Battalion: Heavy Armor ? Richtig: Das Action-Spektakel, das exklusiv für Xbox 360 erscheint, ist eine Fortsetzung zum Mech-Kracher Steel Battalion , das im Jahr 2003 für die erste Xbox erschien. Anders als dieser Klassiker verzichtet Heavy Armor allerdings auf den blinkenden Riesencontroller, der seinerzeit mit zwei Sticks, jeder Menge Kippschaltern und sogar Pedalen für echtes Piloten-Feeling und einen kaum zu toppenden Geek-Coolness-Faktor sorgte. Stattdessen soll eine Kombination aus herkömmlichem Xbox-360-Controller und Microsofts Bewegungssteuerung Kinect für ein vergleichbares Mittendrin-Gefühl sorgen. Ob das gut geht?

Ein enges Cockpit braucht viel Platz

Bericht von der Front: Ich stöpsle die Xbox 360 an den Monitor auf meinem Schreibtisch, schließe Kinect an, kalibriere die Kamera zur Sicherheit noch einmal und starte Steel Battalion: Heavy Armor. Schon wenige Sekunden nach dem Startbildschirm die erste Hürde: Kinect soll mich sowohl sitzend als auch stehend mit ausgestreckten Armen erfassen können.

Steel Battalion: Heavy Armor - Screenshots ansehen

Mist, das wird eng. Als ich auf meinem Stuhl in der hintersten Ecke des Büros kauere, klappt’s einigermaßen. Doch Spielspaß mag so einfach nicht aufkommen, da die Erkennung wohl wegen der mangelnden Bewegungsfreiheit nicht einwandfrei funktioniert und die Kamera meine Kommandos nicht sauber zuordnen kann.

Also ab mit dem ganzen Kram in den Redaktions-Spieletestbereich. Immerhin gibt’s da reichlich Platz und einen Großbildfernseher. Juhu: Ich sitze etwa drei Meter von der Kamera weg, und alles scheint zu funktionieren. Wir halten fest: Enge, kleine Räume sind für Steel Battalion: Heavy Armor denkbar ungeeignet.

Mit vollem Körpereinsatz

Gegen die faszinierende Startsequenz des original Steel Battalion mit den Kippschaltern und blinkenden Tasten kommt Heavy Armor nicht an: Ich ziehe mit der rechten Hand einen imaginären Hebel, bewege beide Arme nach vorne, um aus dem Cockpitfenster zu linsen, drücke den rechten Analogstick des Controllers nach vorne -- der Vertical Tank bewegt sich.

Mit einer Handbewegung zieht ihr das Periskop herunter ... oder schließt die Schutzklappe vor dem Fenster, wenn es Kinect beliebt.Mit einer Handbewegung zieht ihr das Periskop herunter ... oder schließt die Schutzklappe vor dem Fenster, wenn es Kinect beliebt.

Es fühlt sich noch etwas ungewohnt an, die Gesten und den traditionellen Controller zu kombinieren, doch im Tutorial lerne ich die wichtigsten Handgriffe. So ziehe ich mit der rechten Hand das Periskop herunter, um ins Schlachtfeld hinein zu zoomen, kann im Cockpit allerlei Schalttafeln ausklappen (inklusive Selbstzerstörungsknopf), ja es gibt sogar eine Gangschaltung.

Dann plötzlich ploppt mir eine Fehlermeldung entgegen: Das Spiel erkennt mich nicht mehr. Also von vorne: hinsetzen, Arme ausstrecken, aufstehen, Arme ausstrecken -- läuft wieder. Es wird Zeit für den ersten Kampfeinsatz, denn dieser Soldat ist definitiv bereit, auf den Feind zu treffen!

Steel Battalion: Heavy Armor - Tutorial-Trailer 3:55 Steel Battalion: Heavy Armor - Tutorial-Trailer

Cockpitfenster Streckt man beide Arme nach vorne, lehnt sich die imaginäre Spielfigur näher ans Cockpitfenster. So kann man besser navigieren.

Fernglas Um den Feldstecher einzusetzen, richtet man sich zunächst auf, um die Dachluke zu öffnen. Dann eine Hand auf Augenhöhe halten.

Periskop Weit entfernte Ziele über die normale Ansicht aufs Korn zu nehmen, ist ein ziemliches Glücksspiel. Deshalb sollte man besser das Periskop herunterziehen.

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