The Division: Fazit zum Underground DLC - Abwechslung im Untergrund?

Der erste Bezahl-DLC für The Division trägt den Namen Untergrund und soll deutlich mehr Abwechlsung ins Endgame des MMO-Shooters bringen. Johannes Rohe verrät in seinem Fazit, ob das gelingt.

von Johannes Rohe,
30.06.2016 13:25 Uhr

The Division: Fazit zum Underground-DLC - Abwechslung im Untergrund? The Division: Fazit zum Underground-DLC - Abwechslung im Untergrund?

Johannes Rohe
@DasRehRohe

Zwei große Updates hat Massive dem MMO-Shooter The Division bislang verpasst. Beide brachten einige neue Inhalte, aber keine weltbewegenden Änderungen, die The Division die Frischzellenkur verpasst hätten, die es so dringend bräuchte, um dem andauernden Spielerschwund entgegenzuwirken. Dafür waren die Updates 1.1 und 1.2 aber auch kostenlos. Jetzt ist das Update 1.3 für PC und Xbox One erschienen und mit ihm der erste von drei kostenpflichtigen DLCs. PS4-Spieler müssen sich bis zum 5. Juli (Patch) beziehungsweise 2. August (DLC) gedulden. Möbelt der Untergrund-DLC das abwechslungsarme Endgame ausreichend auf, um die Division-Spieler wieder langfristig zu fesseln?

Ums kurz und schmerzlos zu machen: Nein. Die zufallsgenerierten Missionen des Untergrunds bieten zwar einige neue Kniffe wie Störsender, die kurzzeitig meine Spezialfähigkeiten deaktivieren, entsprechen aber sonst dem gewohnten Division-Einerlei. Ich rette vermisste JTF-Offiziere, zerstöre Vorräte der Plünderer oder jage Schwerverbrecher - und immer ballere ich mich in ähnlichen Umgebungen durch die gleichen Gegnertypen, um am Ende einen Boss zu erledigen. Genau so, wie ich es in The Division schon immer gemacht habe. Die optionalen Mutatoren, die die Missionen auf Wunsch noch knackiger machen und dafür besseren Loot ausspucken, sind ebenso wenig ein Anreiz dauerhaft in den Untergrund abzutauchen wie der neue eingeführte Untergrund-Rang, über den ich einige neue Klamotten freischalten kann.

Deutlich positiver stimmt mich der neue Übergriff »Drachenhort«, denn er zeigt zumindest in Ansätzen, in welche Richtung sich The Division entwickeln könnte. Statt mich nur in einem Raum durch Gegnerwellen zu ballern, wie in der ersten Incursion-Mission »Falcon verloren«, kämpfe ich hier erst auf einem Parkhausdach gegen vier Bossgegner gleichzeitig, um anschließend im Inneren des Gebäudes einem Feuerwehrtruck gegenüberzustehen, den die Cleaner in einen überdimensionalen Flammenwerfer verwandelt haben. Der Truck setzt ganze Areale in Brand und zwingt Spieler dazu, ständig die Position zu wechseln. Um ihn zu besiegen, ist außerdem Kommunikation Pflicht: Zwei Schalter müssen mehrfach genau zum gleichen Zeitpunkt aktiviert werden, um den Truck zu schrotten. Ohne gute Absprache über den Voicechat ist das unmöglich. Auch das reicht bei weitem nicht aus, um The Division mal wirklich etwas Abwechslung zu verpassen, zeigt aber, dass Massive mehr kann, als mir stupide Gegnerwellen auf den Hals zu hetzen. Bitte mehr davon!

Nach diesen harten Worten muss ich aber betonen, dass The Division natürlich kein schlechtes Spiel ist, sondern eins, dass mir immer noch viel Spaß macht. Mehr vom Gleichen heißt also auch: Mehr spannende Kämpfe, mehr tolle Koop-Erlebnisse, mehr Loot. Wer also noch mit Begeisterung spielt, für den ist der Untergund-DLC ein Pflichtkauf. Nach vier Monaten The Division wünsche ich mir allerdings etwas mehr spielerische Vielfalt - und die liefert der DLC nicht.

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