Titan Souls - Nur ein Pfeil für alle Bosskämpfe

Titan Souls sieht aus wie ein klassisches Zelda, ist knüppelhart wie die Souls-Spiele und besteht nur aus Bosskämpfen. Michael Obermeier und Christian Fritz Schneider versuchen sich mit nur einem Pfeil am Let's Play zu Titan Souls.

von Christian Fritz Schneider,
20.04.2015 10:26 Uhr

Titan Souls reiht einen Bosskampf an den nächsten und überzeugt uns durch seinen minimalistischen Stil. Wir haben nämlich nur einen Pfeil für das ganze Spiel als Waffe.Titan Souls reiht einen Bosskampf an den nächsten und überzeugt uns durch seinen minimalistischen Stil. Wir haben nämlich nur einen Pfeil für das ganze Spiel als Waffe.

Seit dem 14. April 2015 gibt es Titan Souls zum Download über Steam oder GOG.com sowie für PS4 und PS Vita im Store, Kostenpunkt: 15 Euro. Eine Demo-Version gibt es über Steam zum kostenlosen Download. Die Demo enthält drei Bosskämpfe. In der Vollversion warten fast 20 Bosse. Und jeder ist eine einzigartige Herausforderung. Wir steuern unsere Spielfigur aus der Top-Down-Ansicht durch eine Pixel-Spielwelt, deren Optik an die 16-Bit-Zeldas der 90er-Jahre erinnert. Allerdings gibt es hier keine Items oder Quests, hier gibt es nur Bosskämpfe - einige Bosse sind sogar richtig versteckt. Die Welt von Titan Souls ist in unterschiedliche Zonen aufgeteilt, so gibt es etwa Wald-, Eis- oder Lava-Gebiete. Die Bosse sind auf die Umgebungen angepasst.

Als Waffe steht uns nur ein Pfeil zu Verfügung. Einmal abgeschossen, können wir ihn durch Tastendruck wieder zurückrufen. Erfahrungspunkte, Upgrades oder gar einen Lebensbalken gibt es nicht, ein Treffer und wir sind tot. Das gilt aber auch für die meisten Bosse. Sobald wir ihren Schwachpunkt und ihre Angriffsstrategie durchschaut haben, ist der Kampf meist schnell vorbei. Das hat sich beim Spielen als überaus gelungenes Spieldesign herausgestellt. Statt sich ewig am Lebensbalken des Gegners abzuarbeiten, ist jeder Boss ein Rätsel. Hier ist Titan Souls wesentlich minimalistischer als Spiele wie Dark Souls, mit denen es sich den Schwierigkeitsgrad teilt. Schnelle Reflexe sind trotzdem immer gefragt, denn zur Abwehr können wir nur weglaufen oder -rollen.

Wer Titan Souls spielen will, sollte allerdings zum Gamepad greifen. Mit der Tastatur ist das Spiel eigentlich nicht zu meistern, zumal die Maus- und Tastatur-Einbindung noch unvollständig ist und sich die Tasten nicht umlegen lassen. Und natürlich braucht man für diese Art von Spiel viel Geduld, denn es wird oft gestorben, sehr oft sogar. Nervig: Nach jedem Ableben, muss man erst wieder zur Boss-Arena laufen. Dieser Laufweg und die schlechte Maus- und Tastatur-Umsetzung sind dann auch häufige Kritikpunkte in den Steam-Reviews der Leser. Die fallen trotzdem zum größten Teil sehr positiv aus. Bemängelt wird teilweise, dass es kein Belohnungssystem und nur den Bogen mit einen Pfeil als Waffe gibt. Michael Obermeier und Christian Fritz Schneider haben Titan Souls für ihren Let's Play Kanal GameTube gespielt und sind trotz des hohen Schwierigkeitsgrads sehr begeistert, gerade wegen dieser Reduzierung.

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