Uncharted: Drakes Schicksal im Test

Dschungel-Szenario gepaart mit knallharter Action – Drake muss sich vor seinem Schicksal nicht fürchten!

von Kai Schmidt,
04.12.2007 14:47 Uhr

Nathan »Nate« Drake ist ein moderner Draufgänger und Abenteurer im Stil von Indiana Jones: Mit seinem Kumpel Sully bereist er die Welt auf der Jagd nach Schätzen und schreckt bei der Suche nach Reichtum und Ruhm auch nicht davor zurück, versunkene Grabanlagen zu entweihen. Sein neuester Fund ist der Sarg des legendären englischen Seefahrers Sir Francis Drake, den er vom Grund des Meeres birgt. Trotz historisch verbürgter Berichte, dass Drake kinderlos gestorben sei, zählt Nathan ihn zu seinen direkten Vorfahren. Als er in Anwesenheit einer Fernseh-Reporterin den Sarkophag öffnet, ist die Freude groß: Der Moderkasten ist bis auf ein altes Tagebuch leer! Der Grund für Nates Frohsinn ist die Tatsache, dass er einen alten Ring mit Gravur besitzt, der einmal Sir Francis Drake gehört haben soll – allerdings wurde der Ring einen Tag nach dessen Tod angefertigt. Nathan ist bereits seit Jahren davon überzeugt, dass der englische Kapitän sein Ableben nur vortäuschte, um von einem sagenhaften Schatz abzulenken, den er in Südamerika entdeckt hatte: El Dorado! Wie sich herausstellt, ist damit aber nicht die legendäre Stadt aus Gold gemeint, sondern eine Götzenstatue – und hinter der sind auch finstere Gesellen her, die Nathan am liebsten tot sehen würden.

Uncharted
Genre: Action
Release: 05.12.2007

Deckung, ballern, Deckung!

Uncharted: Drakes Schicksal verknüpft die exotischen Schauplätze der Tomb Raider-Reihe mit der knallharten Action des indizierten Epic-Shooters um Monster-Insekten und bullige Plastik-Soldaten. Tatsächlich haben sich die Entwickler von Naughty Dog (Jak & Daxter) beide Spiele sehr genau angesehen und sich die jeweiligen Spielmechaniken ausgeborgt: Nathan klettert wie Lara und ballert wie Marcus Fenix. Die Adventure-Elemente kommen allerdings etwas kurz – wer sich von Uncharted ein Tomb Raider mit männlichem Hauptcharakter erhofft, wird enttäuscht. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf cool inszenierter Baller-Action. Und die spielt sich genau wie bei Epics Zahnrädern des Krieges: Ihr sucht euch eine Deckung und nehmt euch die bösen Buben einen nach dem anderen vor. Wechselt ihr in den Zielmodus, seid ihr allerdings leicht zu treffen. Eine Alternative dazu ist das blinde Ballern, bei dem ihr eure Wumme einfach aus der Deckung heraus haltet und in die ungefähre Richtung der Gegner schießt. Das ist allerdings nur mit Granatwerfern oder weit streuenden Schrotgewehren wirklich sinnvoll, da ihr mit Pistolen und Maschinengewehren im Prinzip alles außer dem bösen Söldner trefft, auf den ihr es abgesehen habt.
Wird euch eine schützende Kiste oder ein lockerer Steinwall vor der Nase zu Klump geballert, genügt ein Tastendruck, um Nathan zur nächsten Zuflucht hechten zu lassen. Die Handhabe von Granaten hat sich Nate ebenfalls von Marcus Fenix abgeschaut: Wechselt ihr mit ausgerüsteten Granaten in den Zielmodus, zeigt euch ein Bogen die Flugbahn des explosiven Eis an. Per Analogstick oder Neigen des Sixaxis Controllers verändert ihr die Reichweite. Geht euch die Munition einmal aus, könnt ihr euch immer noch mit euren Fäusten zur Wehr setzen – allerdings sollte das wirklich das allerletzte Mittel sein, da ihr im Nahkampf gegen einen Trupp von Söldnern ganz schnell den Kürzeren zieht.


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