Uncharted-Verfilmung - Neue Details aus geleakten Sony-Mails

Auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks sind Dokumente aus dem großen Hacker-Angriff auf Sony Pictures aufgetaucht. Sie enthalten einige Details zum kommenden Uncharted-Film.

von Tobias Ritter,
17.04.2015 11:15 Uhr

Im Rahmen des Hacker-Angriffs auf Sony Pictures wurden auch E-Mails mit Details zum kommenden Uncharted-Film erbeutet. Nun sind die Dokumente auf der Enthüllungs-Plattform WikiLeaks aufgetaucht.Im Rahmen des Hacker-Angriffs auf Sony Pictures wurden auch E-Mails mit Details zum kommenden Uncharted-Film erbeutet. Nun sind die Dokumente auf der Enthüllungs-Plattform WikiLeaks aufgetaucht.

Ende 2014 kam es zu einem großangelegten Hacker-Angriff auf Sony Pictures, in dessen Zuge zahlreiche Firmen-Interna an die Öffentlichkeit drangen. Deutlich umfangreicher ist allerdings die aktuelle Daten-Veröffentlichung: Unbekannte haben der Enthüllungsplattform Wikileaks insgesamt 30.000 interne Sony-Dokumente zukommen lassen. Durchsucht werden können die hauptsächlich aus E-Mails bestehenden Daten in einer Datenbank namens »The Sony Archives«.

Für Spieler besonders interessant sind dabei einige Details zum kommenden Uncharted-Film, der sich gerade bei Sony Pictures in Arbeit befindet. Unter anderem vergleicht Jonathan Kadin, der Senior-Vice-President von Columbia Pictures, das Projekt mit dem Film »Das Vermächtnis der Tempelritter«. Uncharted sei deutlich actionreicher und spannender als der Abenteuerfilm mit Nicolas Cage und Sean Bean. Außerdem drifte das Projekt trotz humorvoller Dialoge zwischen Nathan Drake, Sully und Elena nie ins Lächerliche ab.

Außerdem habe auch die Beziehung zwischen Nathan und Elena mehr erotisches und unterhaltendes Potential als jene zwischen Nicolas Cage und Diane Kruger in »Das Vermächtnis der Tempelritter«.

"Das Vermächtnis der Tempelritter ist unterhaltsam, keine Frage. Aber Uncharted stellt sich als Action-Adventure-Film viel bodenständiger und zeitgemäßer dar. [...] Wir werden damit sicher die Jugendlichen ansprechen und werden gleichzeitig auch einen Film haben, der stark und ›cool‹ genug für Erwachsene ist."

Adam North, der Creative-Executive von Sony Pictures, vergleicht die Uncharted-Verfilmung wiederum mit einem spaßigen Sommer-Abenteuerfilm im Stile der Lara-Croft-Film. Allerdings soll es auch einige Dan-Brown-Einflüsse (The Da Vinci Code, Angels & Demons etc.) geben.

Zu guter Letzt ist dann auch noch ein komplettes Drehbuch unter den gestohlenen Dokumenten. Die insgesamt 124 Seiten wurden von David Guggenheim verfasst und finden sich ebenfalls auf wikileaks.org. Einige spätere Änderungen besagen unter anderem, dass der Film weniger Buddy-Movie sein und mehr von der Geschichte Nathans erzählen solle. Und auch dem Charakter der Elena sollte etwas mehr Substanz im Bezug auf ihre Beziehung mit Nathan gegeben werden.

Ganz so aktuell ist der Text allerdings nicht mehr: Zwischenzeitlich wurde Mark Boal als neuer Autor für das Projekt angeheuert.

Trotz der Tatsache, dass die Marke Uncharted deutlich kleiner ist als etwa Assassin's Creed, geht man bei Sony Pictures von einem Erfolg des Films aus:

"Assassin's als ganzes hat sich weltweit dreimal so häufig auf allen Plattformen verkauft wie Uncharted. Außerdem liegt die letzte große Veröffentlichung noch nicht ganz so lange zurück. Aber wir müssen nicht größer als Assassin's Creed sein, um einen Uncharted-Film zu rechtfertigen, so Belgrad."

Zur Besetzung der Hauptrolle heißt es übrigens in einer E-Mail aus dem Mai 2014, dass man den Thor-Darsteller Chris Hemsworth überzeugen wolle. Aber auch die Namen Mark Wahlberg und Channing Tatum fallen im Zusammenhang mit Nathan Drake. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Wahlberg bereits 2010 ausplauderte, für die Rolle verpflichtet worden zu sein. Wer es nun letztlich wird, bleibt abzuwarten. Letzten Gerüchten zufolge haben mittlerweile aber sowohl Wahlberg als auch Chris Pratt (Guardians of the Galaxy) abgesagt.

Als potentielle Dehorte werden außerdem Australien und Mexiko genannt. Und auch zum Kinostart gibt es den einen oder anderen Hinweis: In den E-Mails wird der Sommer 2016 angepeilt. Sony Pictures bestätigte das zuletzt auch offiziell: Am 10. Juni 2016 soll der Uncharted-Film Premiere feiern.

Bei Sony Pictures ist man ob der jüngsten Veröffentlichungen allerdings gar nicht glücklich: Die Angreifer hätten die gestohlenen Informationen dazu genutzt, um dem Unternehmen und seinen Angestellten zu schaden. WikiLeaks habe sich nun bedauerlicherweise dazu entschieden, ihnen zu helfen. Man stimme mit der Auffassung, dass es sich bei den Dokumenten um solche von öffentlichem Interesse handele, nicht überein.

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