Virtuelle Realität - GTA-5-Publisher Take-Two: »Gaming ist noch nicht bereit für VR!«

Beim Publisher Take-Two hegt man Zweifel an der Tauglichkeit aktueller Virtual-Reality-Technologien für den Gaming-Markt. Die Branche sei noch nicht bereit für die virtuelle Realität, ließ der CEO des Unternehmens jüngst wissen.

von Tobias Ritter,
20.11.2014 10:29 Uhr

Project Morpheus und Oculus Rift sind auf dem besten Weg das Gaming zu revolutionieren. Der Publisher Take-Two ist von der neuen Technologie jedoch noch nicht wirklich überzeugt.Project Morpheus und Oculus Rift sind auf dem besten Weg das Gaming zu revolutionieren. Der Publisher Take-Two ist von der neuen Technologie jedoch noch nicht wirklich überzeugt.

Seit geraumer Zeit tätigen Firmen wie Sony und Facebook Millionen-Investitionen, um das sogenannte Virtual-Reality-Gaming voranzutreiben. Mit Project Morpheus und Oculus Rift befinden sich bereits zwei recht vielversprechende Projekte auf einem guten Weg in die Realisierbarkeit. Dennoch gibt es in der Branche auch Zweifler. Und einer davon ist Strauss Zelnick, der Chef des unter anderem für GTA 5 verantwortlichen Publishers Take-Two.

Wie der CEO des Rockstar-Games-Mutterkonzerns gegenüber Bloomberg TV verriet, ist er der Meinung, dass der Gaming-Markt noch nicht bereit für die virtuelle Realität ist.

»Teil [des Markteinführungsprozesses] ist es, dass wir erst einmal abwarten müssen, in welcher Form die Headsets veröffentlicht werden und wie wir mit ihnen am besten eine Gaming-Erfahrung liefern können. Wir haben Vorbehalte. Wir wollen nicht, dass den Leuten davon übel wird. Außerdem, und ich habe diese Erfahrung bereits gemacht, bin ich mir nicht sicher, wie lange man ein solches Headset überhaupt auf dem Kopf tragen möchte.«

All diese Dinge werde man aber sicherlich herausfinden, sobald die virtuelle Realität tatsächlich etwas sei, das der Markt fordere, so Zelnick weiter:

»Ich sage das hier und jetzt: Wenn es das ist, was die Konsumenten wollen, dann werden wir die ersten in der Reihe sein, die ihnen das geben werden.«

Derzeit jedoch, so der Take-Two-Chef weiter, sehe man gar keinen Grund dazu, überhastet auf den Virtual-Reality-Zug aufzuspringen. Sein Unternehmen habe die Möglichkeit, zunächst noch reichlich Geld mit den eigenen Marken zu verdienen. Er sei deshalb froh, dass es da draußen ausreichend Leute gebe, die sehr viel Geld in die Forschung und Entwicklung der virtuellen Realität steckten.

Eine der stärksten Marken des Publishers ist übrigens Grand Theft Auto. Der neueste Ableger, GTA 5, hat sich seit seiner Veröffentlichung im Herbst 2013 insgesamt 34 Millionen Mal verkaufen können. Noch nicht mit eingerechnet sind die Verkaufszahlen der gerade erst erschienenen Versionen für die Xbox One und die PlayStation 4. Zudem steht Ende Januar 2015 noch der PC-Release des Open-World-Actionspiels an.

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