Warren Spector - Deus-Ex-Erfinder hat Angst vor der nächsten Konsolengeneration

In einem Interview äußerte sich Warren Spector, bekannt für die Thief-Reihe, Deus Ex oder Mickey Epic, über die neue Konsolen-Generation. Gerade die hohen Produktionskosten machen ihm Sorgen.

von Maximilian Walter,
30.04.2012 10:16 Uhr

Warren Spector, Entwickler beim Mickey-Epic -Macher Junction Point, äußerte sich jetzt in einem Interview zur kommenden Konsolengeneration. Auf die Frage, ob er sich denn auf die neue Hardware freuen würde, sagte er:

»Soll ich ehrlich sein? Ich gebe nicht viel auf Hardware. Schaut euch Nintendo-Spiele an: die Wii kann grafisch nicht mit der PlayStation 3 oder der Xbox 360 mithalten, aber spielerisch sind einige der Spiele das beste auf der Welt. Es geht vielmehr um Design als um Technik. Ehrlich gesagt, habe ich mehr Angst davor, was uns erwartet, als dass ich mich drauf freue.«

Vor allem sorgt sich Spector um die erwarteten Produktionskosten.

»Wenn wir erstmal Grafik in Pixar-Qualität in Echtzeit und mit Interaktionsmöglichkeiten erschaffen können, werden Spiele 200 Millionen US-Dollar kosten. Und dann muss man viel, viel mehr Einheiten verkaufen, um überhaupt die Kosten zu decken.«

Auch die Entwicklungszeit spielt in seinen Überlegungen eine Rolle. Es würde im Moment schon drei Jahre dauern, um ein Spiel zu entwickeln. Wenn man jetzt noch mehr Zeit für Animationen und Grafik bräuchte, wüsste er nicht mehr, wie sein Team das schaffen sollte.

Schon vor ein paar Wochen äußerte er ähnliche Töne und kritisierte die kommende Konsolengeneration für ihren höheren Produktionsaufwand und der Fixierung auf technische Aspekte.

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