Seite 4: We Love Katamari

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Könntet ihr in einem Level endlos spielen, ließe sich prinzipiell die ganze Welt wegrollen. Soweit lassen es die Designer aber nicht kommen. Bei Erfüllen des Levelziels ist Schluss. Mal muss euer Katamari dazu eine bestimmte Größe erreichen, mal gilt es, eine bestimmte Zahl von Gegenständen innerhalb eines Zeitlimits aufzulesen. Angenehm dabei: Nur selten unterscheidet das Spiel lediglich zwischen »bestanden« und »nicht bestanden«. Meist erfüllt ihr Ziele graduell, euer Erfolg wird durch eine Prozentzahl angegeben. Das sorgt zum einen für Frustminderung, weil der Spielfortschritt nur selten ins Stocken gerät, zum anderen für langfristige Motivation, da man schlechte Ergebnisse nur ungern dauerhaft stehen lassen will. Durch diese raffinierte Spielstruktur, gepaart mit einer simplen, aber völlig ausreichenden Steuerung, haben Designer Keita Takahashi und sein Team tatsächlich ein für jeden geeignetes Spiel programmiert. Das Spielprinzip ist simpel, aber genial – und macht süchtig. Niemand braucht Angst vor einer überfrachteten Steuerung zu haben – aber selbst geübte Spieler werden lange brauchen, bis sie rekordverdächtig gut mit der Kugel umgehen. Kinder amüsieren sich über die witzigen Figuren und lernen nebenbei viele Gegenstände und ihre Namen kennen, Erwachsene lachen über den hintergründigen Humor voller ironischer Spitzen. Gerade angesichts des Lerneffekts für Kinder ist es allerdings höchst bedauerlich, dass sich die Hersteller nicht zu einer deutschen Übersetzung durchringen konnten. Da das Spiel keine ausufernden Dialoge enthält, wäre der Aufwand nicht übermäßig groß gewesen. Weniger spielbar wird der Titel durch die ausschließlich englischen Texte nicht, Bonusmaterial wie eben die Datenbank der im Spiel aufgelesenen Objekte ist aber ohne gute Sprachkenntnisse nicht nutzbar. In die (sehr kurze) Liste der Mini-Kritikpunkte muss man noch die Kamera aufnehmen, da sie zuweilen hinter Objekten hängen bleibt. Sie funktioniert aber besser als im Vorgänger und ist nie wirklich spaßtrübend schlecht.

Insgesamt kann es eigentlich niemanden geben, dem dieses Spiel keinen Spaß macht, Genialität ist keine Geschmackssache. Die Grafik mag den ein oder anderen Bump-Normal-Hyper-Super-Parallax-Mapping-Fan abschrecken, auch der Soundtrack ist für das Normal-Spieler-Ohr gewöhnungsbedürftig, objektiv gesehen aber einfach brillant produziert.

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