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Wii Music im Test - Review für die Wii

Casual hin, Hardcore her - mit Wii Music überschreitet Nintendo Grenzen. Auch die des Zumutbaren.

von Christian Böhme, Nino Kerl,
13.03.2009 15:47 Uhr

Taktlos! Ausgerechnet die lebende Videospiel-Legende Shigeru Miyamoto zeichnet als Produzent der Casual-Komposition Wii Music verantwortlich. Mit viel Tamtam kündigte Nintendo den Musiktitel auf der diesjährigen E3 in Los Angeles an, wir waren schon damals skeptisch. Unsere Befürchtungen haben sich nun bewahrheitet: Bei unserem Test ist Wii Music mit Pauken und Trompeten durchgerasselt!

Katzenmusik

Im Hauptmodus »Musizieren« wählt ihr zwischen den Optionen »Schnellstart«, »Spielwiese« und »Wunschlied«. Während in der Schnellstart-Variante Song, Instrument und Bühne zufällig zugeordnet werden, bestimmt ihr die Einstellungen im Wunschlied-Modus selbst. Zunächst entscheidet ihr euch für einen von über 50 Tracks, die ihr im Laufe des Spiels freischaltet. Die Songpalette ist dabei extrem dürftig –und langweilig ausgefallen: Ausgelutschte Volks- und Kinderlieder wie »Hänschen Klein«, »Bruder Jakob« oder »An der schönen blauen Donau« fressen sich schmerzlich in eure Gehörgänge. Nur wenige Titel wie das Super Mario Bros.- oder The Legend of Zelda-Thema sorgen für kurzzeitige Abwechslung zum staubig-schrottigen Soundbrei.

Als Nächstes entscheidet ihr euch für eines von über 60 Musikinstrumenten. Ihr bestückt etwa eure sechsköpfige Mii-Kapelle mit Schlagzeug, Akustikgitarre oder miauendem Katzenkostüm! Abhängig vom gewählten Instrument variiert die Wiimote-Steuerung. Wenn ihr euch eurem Mii einen E-Bass umschnallt, mimt ihr die Bewegungen eines Bassisten, entscheidet ihr euch für ein Blasinstrument, drückt ihr die Tasten »1« und »2« auf der Wiimote. Dabei müsst ihr euch die Wii-Fernbedienung nicht zwingend vor die Rübe halten! Bevor ihr eine von elf Bühnen erklimmt, bestimmt ihr noch den Musikstil (Jazz, Pop, Elektro etc.). Die Instrumente eurer Bandmitglieder werden automatisch an den jeweiligen Stil angepasst. So hauen die Mii-Musikanten in der Rock-Variante von »O Tannenbaum« in die E-Klampfe, in der Klassik-Version des 80er-Jahre Hits »Wake Me Up Before You Go-Go« tauschen die Musikanten den Synthesizer gegen eine Harfe. Übrigens erwarten euch keine Originalsongs, sondern lediglich nachgespielte Instrumental-Varianten der Lieder – schwach! Auch die Instrumente klingen nicht sehr authentisch.

Frei nach dem Motto: »Macht doch was ihr wollt!« spielt ihr schließlich den jeweiligen Musiktitel ein. Soll heißen: Es ist egal, ob ihr korrekt im Takt trommelt, die richtigen Töne trefft oder das Rhythmusgefühl einer Bockwurst besitzt. Improvisieren ist angesagt – alles ist erlaubt, egal wie schief die Lieder klingen! Zwar gibt euch das Spiel (ähnlich wie in Guitar Hero) eine Reihenfolge vor, wann ihr die Wiimote schwingen, rütteln oder wedeln solltet, jedoch könnt ihr diese Vorgabe getrost ignorieren: Nicht das Spiel bewertet eure Leistung am Ende des Songs – auf einer Skala von eins bis einhundert Punkten benotet ihr euch selbst!! Auch wenn ihr einen Song sprichwörtlich vergeigt, bestraft euch Wii Music nicht mit Buh-Rufen aus dem Publikum. Dadurch gehen Spielspaß und Motivation bereits nach wenigen Akkorden flöten.

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