Wind-up Knight im Test - Aufzieh-Ritter

In Wind-up Knight für Android helft ihr einem Aufziehmännchen bei der Rettung seiner Angebeteten. Erfahrt in unserem Test, warum der Titel gehörig Sand im Getriebe hat.

von Michael Degner,
25.11.2011 09:13 Uhr

Damit dem Helden nicht die Puste ausgeht, sammelt ihr Aufziehschlüssel.Damit dem Helden nicht die Puste ausgeht, sammelt ihr Aufziehschlüssel.

Die Rettung holder Prinzessinnen ist untrennbar mit der Videospiel-Kultur verbunden. Unser aller Lieblings-Klempner Mario befreit seine Peach seit Jahren aus den Klauen von Fiesling Bowser und auch Spitzohr Link lässt nicht zu, dass Prinzessin Zelda auch nur ein Haar gekrümmt wird. Der tapfere Held aus Wind-up Knight muss seine Angebetete ebenfalls zurückerobern. Er hat nur ein Problem: Zwar ist er so agil wie Mario und geht genauso geschickt mit Schwert und Schild um wie Link, doch dummerweise ist er nur ein unscheinbares Aufzieh-Männchen, dem ziemlich schnell die Puste ausgeht.

Wie es sich für eine Aufzieh-Figur gehört, läuft unser tapferer Held auf einer 2D-Ebene ganz von alleine. Doch auf seinem Weg ist er ständig einer Vielzahl an Gefahren ausgesetzt und hier kommt ihr ins Spiel. Ihr seid dafür verantwortlich, dass der Ritter sicher an sein Ziel gelangt. So befehlt ihr ihm zum Beispiel, dass er über spitze Stacheln und gefährliche Abgründe springt oder sich geschickt unter Hindernissen hindurch rollt. Das ist zunächst sehr einfach, wird aber im Laufe des Spiels immer kniffliger.

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Das Schild schützt vor herabfallenden Fässern.Das Schild schützt vor herabfallenden Fässern.

Aber natürlich kennt sich unser Held auch im Umgang mit Schwert und Schild aus. Wenn nicht, wäre er ja auch kein echter Ritter. Allerdings müsst ihr die nötige Ausrüstung erst einmal im Shop erstehen. Die dafür benötigte Kohle sammelt ihr in den ersten Levels. Mit dem Schwert schnetzelt sich unser Aufzieh-Männchen dann durch Horden von Gegnern, die sich ihm in den Weg stellen. Mit dem Schild schützt sich der wagemutige Ritter hingegen in erster Linie vor herabfallenden Fässern.

Ihr steuert den Aufzieh-Helden mit dem Touchscreen durch die Areale. Seid ihr jedoch Besitzer eines Xperia Play, könnt ihr ihn auch mit dem eingebauten Joypad manövrieren. Beide Varianten funktionieren wunderbar, denn die Steuerung ist sehr präzise und die Knöpfe zum Springen, Ducken, Schlagen und Abwehren sind alle gut erreichbar.
Auch technisch kann Wind-up Knight überzeugen. Der kleine Held turnt schön animiert durch die Welten und der Titel läuft jederzeit flüssig. Auch die Ladezeiten halten sich in Grenzen. Zudem sind die Hintergründe abwechslungsreich und schön anzuschauen. So rennt der Ritter durch Häfen, kämpft vor weiten Landschaften und macht sogar einen Abstecher unter Wasser.

Hier tobt im Hintergrund ein Kampf auf offener See.Hier tobt im Hintergrund ein Kampf auf offener See.

Das hört sich alles sehr gut an, doch Wind-up Knight hat ein großes Problem: Die Preise. Der Titel ist zwar grundsätzlich kostenlos, doch bereits nach dem ersten Kapitel nimmt der Spaß ein jähes Ende. Um den zweiten Akt spielen zu können, müsst ihr entweder einen immens hohen Preis an Ingame-Währung bezahlen, oder wahlweise 1,99$ (circa 1,45€) berappen. Dasselbe gilt auch für die beiden nächsten Kapitel. Somit wird der Titel letztendlich viel zu teuer. Zudem gibt es mit dem kostenlosen Diversion ein ähnliches Spiel im Android-Marktplatz, das zwar grafisch nicht ganz mithalten kann, aber spielerisch mindestens auf Augenhöhe ist.

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