WWE 2K14 im Test - Frischer Publisher, altes Spiel

Wieder ist ein Jahr rum, wieder steht ein neues WWE-Spiel in den Läden: WWE 2K14 für PlayStation 3 und Xbox 360. Ob sich mit dem Publisherwechsel auch endlich mal was an der Technik der Wrestlingsimulation getan hat, erfahrt ihr in unserem Test.

von Kai Schmidt,
28.10.2013 13:50 Uhr

WWE 2K14 - Test-Video zur Wrestling-Simulation WWE 2K14 - Test-Video zur Wrestling-Simulation

THQ mag Geschichte sein, doch dank 2k Games erscheinen die WWE-Spiele beginnend mit WWE 2K14 für PlayStation 3 und Xbox 360 weiter im jährlichen Rythmus - und wie gewohnt vom japanischen Entwickler Yuke's. Das ist einerseits Grund zur Freude, denn die Japaner sind richtige Wrestling-Fanatiker und stecken viel Liebe in ihre Spiele. Andererseits wissen Fans mittlerweile, dass es sich bei den Spielen um nicht mehr als Updates mit aktualisiertem Roster im Jahrestakt handelt, die nun schon seit 2006 auf einer beinahe unveränderten Engine basieren.

Der neue Lizenzinhaber 2K Games hat die Chance verpasst, die Reihe einmal ruhen zu lassen, um grundlegend an der Technik zu feilen. Das muss natürlich nicht zwangsläufig bedeuten, dass WWE 2K14 schlecht ist - im Gegenteil, THQ hat uns Jahr um Jahr bewiesen, dass man auch mit staubiger Technik Spaß haben kann.

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WWE 14
Genre: Sport
Release: 01.11.2013

Happy Anniversary, Wrestlemania!

Wrestlemania feiert 2014 seinen 30. Geburtstag! Grund genug, zurück zu blicken und die spannendsten Momente des größten Wrestling-Happenings der Welt Revue passieren zu lassen. Das dachte sich auch Yuke's und hat deshalb bei WWE 2K14 einen entsprechenden Story-Modus eingebaut: In 46 Matches schlüpft ihr in die Strumpfhosen solcher Wrestling-Legenden wie Hulk Hogan, Macho Man Randy Savage, Ultimate Warrior oder Undertaker.

Die Fehden der Superstars, die zum Soap-Opera-Feeling des »Sports Entertainment« einfach dazugehören und jeweils zum Match bei Wrestlemania führten, werden allerdings immer nur kurz angerissen und über Texttafel sowie teils wunderbare Fotos erzählt. Wenn ihr in den Ring steigt, fühlt ihr euch sofort heimisch: Am grundlegenden Kampfsystem hat sich nichts geändert.

Dynamische Kameraperspektiven sorgen dafür, dass das Geschehen im virtuellen Ring den TV-Übertragungen der WWE verdammt nahe kommen.Dynamische Kameraperspektiven sorgen dafür, dass das Geschehen im virtuellen Ring den TV-Übertragungen der WWE verdammt nahe kommen.

Wie gewohnt nehmt ihr euren Gegner in den Clinch und holt dann per rechtem Analogstick zu weiteren Manövern aus, um etwa Griffe oder Würfe anzusetzen. Zwischendurch könnt ihr den Widersacher natürlich auch mit Schlägen und Tritten mürbe klopfen. Ebenfalls nichts geändert hat sich am äußerst pingeligen Kontersystem: Um eine Aktion erfolgreich abzuwehren, müsst ihr genau im richtigen Moment (beinahe Frame-genau) den rechten Trigger drücken.

Das entsprechende Symbol, das über dem Kopf eures Wrestlers erscheint, ist dabei nur eine grobe Richtlinie. Um bei WWE 2K14 erfolgreich zu kontern, müsst ihr genau wissen, an welchem Punkt der Angriffsanimation ihr blocken könnt. Und um das präzise sagen zu können, müsst ihr die unterschiedlichen Aktionen sozusagen auswendig kennen. Einsteiger werden schnell frustriert sein, doch wer nicht locker lässt und etwas Zeit investiert, findet bald ins Spiel rein.

Gewohntes Programm

Abseits des Wrestlemania-Modus gibt's auch wieder die WWE-Welt: Hier dürft ihr euch zum Gott der Wrestlingwelt aufschwingen und das Programm der Shows ändern, eigene Champions bestimmen, Allianzen schmieden und Fehden festlegen. Der Clou: All eure Entscheidungen haben Einfluss auf Matches, die ihr außerhalb des Story-Modus bestreitet.

Beim Royal Rumble kommen nacheinander 30 Wrestler in den Ring: Gewinnen könnt ihr hier nur, wenn ihr die Gegner per Quicktime-Aktion übers oberste Seil werftBeim Royal Rumble kommen nacheinander 30 Wrestler in den Ring: Gewinnen könnt ihr hier nur, wenn ihr die Gegner per Quicktime-Aktion übers oberste Seil werft

So kann es durchaus passieren, dass in einem normalen Exhibition-Einzelmatch plötzlich einer der eingeschworenen Feinde eures Wrestlers in den Ring stürmt und euch vom Sieg abhalten will. Sehr cool. Und dank des Editors erstellt ihr nicht nur eigene Wrestler, Finishing Moves, Championgürtel und Einzugsequenzen, sondern bastelt auch eure eigenen Storylines, die im Welt-Modus mit eingeflochten werden.

Dazu dürft ihr auch sämtliche verfügbaren Match-Arten abseits des normalen Einzelkampfs verwenden: Wie gewohnt reicht die Auswahl von Inferno- über First Blood- und TLC-Matches (Tables, Ladders, Chairs) bis hin zu Hell in a Cell und der guten, alten Battle Royale mit 30 oder mehr Teilnehmern, von denen bis zu sechs gleichzeitig im Ring sind.

WWE 2K14 - Trailer zum Wrestling-Spiel spuckt große Töne WWE 2K14 - Trailer zum Wrestling-Spiel spuckt große Töne


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