Xbox One - Microsoft begründet Verzicht auf Verkaufszahlen-Bekanntgabe

Seit geraumer Zeit verrät Microsoft keine detaillierten Verkaufszahlen für seine Xbox One mehr. Stattdessen werden regelmäßig die aktiven Nutzer des Online-Dienstes Xbox Live benannt. Diese Daten seien einfach aussagekräftiger, heißt es.

von Tobias Ritter,
02.03.2016 16:50 Uhr

Microsoft hat einmal mehr die Entscheidung begründet, keine Verkaufszahlen für die Xbox One mehr zu verraten. Microsoft hat einmal mehr die Entscheidung begründet, keine Verkaufszahlen für die Xbox One mehr zu verraten.

Hat sich Microsoft dazu entschieden, keine Verkaufszahlen für die Xbox One mehr zu verraten, um keinen Vergleich zur äußerst erfolgreichen PlayStation 4 mehr eingehen zu müssen? Laut Microsofts Xbox-Chef Phil Spencer lautet die Antwort auf die Frage eindeutig »Nein«.

Wie der Microsoft-Manager im Rahmen eines von GameSpot begleiteten Events mitteilte, hält man die neuerdings mitgeteilten Xbox-Live-Zahlen sogar für die durchaus kritischeren Daten. Schließlich könnten diese Zahlen im Quartalsvergleich auch sinken, während die Konsolenverkaufszahlen mit jedem Quartal weiter ansteigen würden. Verstecken wolle man durch diese Maßnahme aber definitiv nichts:

"Wenn ich vor zwei Jahren eine Konsole verkauft habe und sie nun in irgendeinem Schwank Staub ansetzt, dann ist das nicht gut für den Gamer, nicht gut für die Entwickler und offen gesagt auch nicht gut für Microsoft. Die gute Sache daran, Konsolen zu verkaufen, ist, dass der Verbreitungsgrad einer Konsole immer weiter ansteigt. Aber dieser Anstieg steht nicht stellvertretend dafür, wie gesund das Ökosystem dieser Konsole ist. Wir fokussieren uns auf die monatliche aktive Nutzerbasis, weil wir wissen, dass diese Spieler eine bewusste Wahl bezüglich unserer Inhalte, Spiele, Plattformen und Dienste treffen. Wir wollen unseren Erfolg daran messen, wie glücklich und engagiert diese Kunden sind. Wir müssen dafür sorgen, dass sie glücklich bleiben."

Darüber hinaus gebe es auch zahlreiche Faktoren, die sich negativ auf die monatlich aktiven Nutzer auswirken könnten - zum Beispiel Probleme mit Xbox Live oder über längere Zeit ausbleibende Neuveröffentlichungen. Deshalb sei es durchweg ehrlicher und offener, eben diese Zahlen anstatt der eigentlichen Verkaufszahlen zu kommunizieren. Warum man nicht einfach beide Daten veröffentlicht, lässt Spencer jedoch offen.

Zudem bleibt auch zu bedenken, dass Xbox Live neben der Xbox One auch die Xbox 360 und neuerdings auch den PC umfasst. Detaillierte Rückschlüsse aus den Nutzerzahlen auf den Erfolg einzelner Plattform lassen sich also nicht ziehen.

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