Yakuza: Dead Souls im Test - Zombie-Alarm in Tokio

Wir haben uns für den Test zu Yakuza: Dead Souls (in Asien als »Of the End« bekannt) für die PS3 erstmals in der Serie mit Zombies angelegt. Ob der Wechsel vom storylastigen Gangster-Actionspiel zur Untoten-Ballerei funktioniert?

von Antonia Seitz,
16.03.2012 10:33 Uhr

Tokio musste ja schon viel durchmachen: Von der großflächigen Zerstörung durch Godzilla bis hin zu illegalen Straßenrennen mit Vin Diesel hat die Weltmetropole in Film und Fernsehen schon oft ihr Fett wegbekommen. Auch in Videospielen hat die japanische Hauptstadt vor allem in den Yakuza-Spielen einiges miterlebt.

Im fiktiven Stadtviertel Kamurocho gab es schon so viele Bandenkriege und dramatische Gangster-Regierungsumbrüche, dass es mittlerweile beinahe langweilig wird. Doch was macht jedes ausgelutschte Szenario wieder interessant? Genau: Zombies! Was bei Red Dead Redemption funktionierte, kann der Yakuza-Reihe sicher auch nicht schaden, und deswegen kämpfen wir in Yakuza: Dead Souls gegen nichts Geringeres als die Zombieapokalypse.

Ein bekanntes Quartett!

Wie schon im Vorgänger Yakuza 4 schlüpfen wir wieder in die Rollen von gleich vier Hauptdarstellern. Mit Bankenchef Shun Akiyama, dem verrückten Unterweltboss Goro Majima, Ryuji Goda, dessen rechter Arm durch ein Maschinen Gewehr ersetzt wurde, sowie Serienveteran und Waisenhausleiter Kazuma Kiryu kämpfen wir uns durch Horden von Untoten.

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Jedem der Charaktere ist ein eigenes, abgeschlossenes Kapitel gewidmet, das den Kampf gegen die Zombieepidemie aus seiner individuellen Sicht zeigt. Wo es früher um Intrigen und Machtkämpfe der japanischen Mafia ging, entpuppt sich der größte Teil der Story in Dead Souls als Überlebenskampf oder Suche nach Freunden und Bekannten. Trotzdem werden die einzelnen Geschichten immer noch mit langen Zwischensequenzen gespickt, die die Schicksale der Hauptdarsteller interessant erklären.

Tausche Faust gegen Schrotflinte!

Spielerisch wird Serienkennern einiges bekannt vorkommen: In der Verfolgerperspektive erkunden wir das Stadtviertel Kamurocho, reden mit Passanten, folgen der Hauptgeschichte oder beschäftigen uns mit Nebenquests. In denen vergnügen wir uns mit Hostessen, geben uns dem Glückspiel hin oder retten Menschen aus der infizierten Zone. Von Kapitel zu Kapitel wird nämlich ein immer größerer Teil der Stadt durch riesige Mauern vom Rest der Welt abgeriegelt, um den Zombieausbruch einzudämmen.

Um unsere Zielsicherheit zu trainieren, schießen wir auf Pappkameraden.Um unsere Zielsicherheit zu trainieren, schießen wir auf Pappkameraden.

Die wohl bedeutendste Veränderung gibt es aber im Kampfsystem: Wenn es in früheren Teilen zur Konfrontation mit Gegnern kam, waren die Yakuza meist auf ihre Fäuste angewiesen; Waffen und dergleichen waren eher eine Seltenheit. In Dead Souls werden Schießprügel allerdings zum Mittelpunkt der Zombieschlachten.

Wie in den meisten Zombiespielen, wird auch in Dead Souls nicht mit dem Blut gegeizt.Wie in den meisten Zombiespielen, wird auch in Dead Souls nicht mit dem Blut gegeizt.

Faustschläge und Tritte halten die Monsterhorden zwar auf Abstand, doch um sie zurück in ihre modrigen Gräber zu schicken, brauchen wir schweres Geschütz - das kennt man ja aus jedem halbwegs gelungenen Zombiefilm.

Eine Pistole mit unendlich viel Munition ist dabei die Standardlebensversicherung. Zusätzlich statten wir unsere Helden aber noch mit weiteren Waffen wie Schrotflinten, Maschinenpistolen oder gar Molotowcocktails aus.


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