Yakuza: Of the End - Zombie-Alarm in Tokio

Gangster sind ja schon ziemlich cool. Noch cooler sind aber Zombies. Warum also nicht beides kombinieren und mit Verbrechern auf Untotenjagd gehen?

von Kai Schmidt, Jörg Moldenhauer,
02.08.2011 11:55 Uhr

Die Yakuza-Serie ist in Japan sehr beliebt. Hierzulande fristet die epische Verbrechersaga aber eher ein Nischendasein. Das könnte sich jetzt ändern, denn Sega fügt ein wohlerprobtes Spielelement hinzu. Mal kurz überlegen, was macht jedes Spiel automatisch ein ganzes Stück besser? Klar: Zombies! Ihr habt richtig gelesen, Yakuza: Of the End ist keine Gangsterballade im Stil der Vorgänger, sondern ein actionreicher Third-Person-Zombie-Shooter. Kann dieser radikale Themenwechsel gut gehen? Bei der Undead-Nightmare-Erweiterung zu Red Dead Redemption hat es immerhin auch geklappt.

Mit Tokio geht’s bergab

Vor der Katastrophe tobt in den Straßen von Tokio noch das pralle Leben.Vor der Katastrophe tobt in den Straßen von Tokio noch das pralle Leben.

Kazuma Kiryu, seines Zeichens Hauptfigur der Yakuza-Reihe, leitet mittlerweile ein Waisenhaus auf Okinawa. Eines Tages erhält er einen mysteriösen Anruf: Der Fremde am Hörer hat Kazumas Freundin Haruka Sawamura entführt. Kazuma düst also flugs zurück nach Tokio, um sie zu befreien. Dort angekommen stellt er jedoch fest, dass die Stadt von Zombies überrannt wird. Beinahe alle Bewohner des Viertels Kamurocho haben sich in blutrünstige Untote verwandelt. Nicht einmal das Militär kann die Lage unter Kontrolle bringen und hat deshalb den ganzen Stadtteil abgeriegelt. Zu den wenigen Überlebenden zählen neben Kazuma noch die ebenfalls spielbaren und aus den Vorgängern bekannten Charaktere Goro Majima, Ryuji Gouda und Shun Akiyama. Die schießwütigen Haudegen raufen sich zusammen, um zu überleben und einen Weg aus dem Schlamassel zu finden.

Den Untoten an den Kragen

Um genau zu zielen, muss Kazuma wie seine Kollegen aus Resident Evil stehenbleiben.Um genau zu zielen, muss Kazuma wie seine Kollegen aus Resident Evil stehenbleiben.

Gegen die wilden Zombiehorden in den verlassen Straßen, Häusern und U-Bahn-Schächten hat Kazuma die üblichen Waffen wie Pistole, Maschinengewehr und Schrotflinte im Gepäck. Während dem Laufen schießt ihr locker aus der Hüfte, zum genaueren Zielen bleibt ihr allerdings wie in Resident Evil stehen. Macht aber nichts, denn dank automatischer Zielhilfe und unendlicher Munition für die Pistole reicht es auch, wild ballernd durch die Gegend zu rennen. Kugeln sind nicht das einzige Mittel gegen die Armeen der Untoten. Wie in Capcoms indiziertem Zombie-Einkaufszentrum-Schnetzel-Spiel nehmt ihr Golfschläger, Mülltonnen, Fahrräder, ja sogar ganze Sofas auf und zieht sie den modrigen Gesellen über die Rübe. Die Gegner sind dabei übrigens durchaus agil und stürmen flink auf euch zu. Die Tage der gemütlich schlurfenden Untoten wie in »Night of the Living Dead« sind wohl endgültig vorbei. Besonders klug sind die Feinde aber nicht - sogar für Zombies. Dank der strunzdummen KI bleiben sie nämlich einfach stehen, wenn zwischen ihrer Beute ein umgekippter Schrank liegt oder ein niedriger Zaun steht, obwohl sie einfach an dem Hindernis vorbeilaufen könnten.


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