The Hobbit: Kingdoms of Middle Earth im Test
Das große Warten
Spiele mit mächtigen Lizenzen sind meist ein zweischneidiges Schwert - im Falle von The Hobbit ist das sogar wörtlich zu nehmen. Wir haben uns das Strategiespiel von Kabam genauer angesehen.
Von
Thomas Ruhk
|
Datum:
07.01.2013
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Mittelerde ist wieder geöffnet! Während Fantasy-Fans aus aller Welt in die Lichtspielhäuser strömen, um ihre Eintrittskarte in Tolkiens Märchenwelt einzulösen, versuchen natürlich auch die Software-Entwickler, ein Stück vom Hobbit-Kuchen zu ergattern.
The Hobbit: Kingdoms of Middle Earth
(im folgenden KoME genannt) ist einer jener Versuche.
The Hobbit: Kingdoms of Middle Earth ist ein Aufbauspiel, bei dem der Spieler zunächst die Wahl zwischen Zwergen und Elfen hat. Spielerisch unterscheiden sich die beiden Rassen kaum, nur in den Bauwerken grenzt man sich stilistisch ab. KoME funktioniert ausschließlich mit stehender Online-Verbindung, da im späteren Verlauf Allianzen mit anderen Städtebauern geschlossen werden können – schließlich will man sich ja auch gegenseitig bekriegen und den höchsten Rang in Mittelerde erreichen. Ein konstant mitlaufender Chatscreen informiert über die mehr oder weniger unsinnigen Kommentare der anderen Spieler.
Die lineare Wartei
Unsere Zwergenstadt hört auf den Namen Maggat.
Was nun grundsätzlich nach einem zünftigen Strategiespiel klingt, entpuppt sich für den Szenekenner als aufgewärmte Kost: Entwickler Kabam brachte vor einiger Zeit einen Titel auf den Markt, der auf den klangvollen Namen Kingdoms of Camelot hörte. KoME sieht seinem Vorvater dermaßen ähnlich, das es schon an Unverschämtheit grenzt. Menüaufbau, Grafik, Soundkulisse – alles schon mal dagewesen.
Abgesehen von der technischen und inhaltlichen Übereinstimmung wartet ein weiterer nerviger Punkt auf den Tolkien-Reisenden: Unglaublich zäher Spielfluss. KoME ist strikt linear und zielt einzig und allein auf eine möglichst große Armee ab. Um dahin zu kommen, lotst der Titel den Spieler durch eine Vielzahl von "Quests", die sich darauf beschränken, dieses oder jenes Gebäude auszubauen (Menüklick), die Forschung voranzutreiben (Menüklick) oder Truppen zu trainieren (Menüklick). Was dann beginnt, kennt jeder vom Besuch beim Hausarzt – das endlose Warten.