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Nintendo - Überprüft seine Lieferketten nicht auf Blutmineralien aus Konfliktgebieten

Auch 2012 wurde eine erneute Auflistung großer Elektronik-Konzerne gemacht und wie sehr diese sich darum bemühen, den Bezug von sogenannten Konflikt-Mineralien zu vermeiden. Nintendo bildet dabei das Schlusslicht.

Von Sebastian Klix |

Datum: 17.08.2012; 18:24 Uhr


Nintendo : Die Organisation Enough Project, die weltweit Menschenrechtsverletzungen aufdeckt, veröffentlichte auch dieses Jahr eine Liste großer Elektronik-Unternehmen, die proaktive Schritte verfolgen, ihre Lieferketten auf »Konflikt-Mineralien« (auch Blutmineralien genannt) zu prüfen und gegen Menschenrechtsverletzungen bei deren Gewinnung vorgehen.

Zur Erklärung: Diverse Mineralien wie etwa das giftige Indium und Koltan sind sehr selten und/oder schwierig abzubauen und somit auch entsprechend teuer – aber eben für die Herstellung vieler Waren, vor allem im Elektronikbereich notwendig. Kein Wunder also, dass einige Unternehmen diese Mineralien aus Konfliktgebieten beziehen, etwa dem an Bodenschätzen reichen, aber auch von Konflikten gebeutelten Kongo. Hier werden diese Mineralien nicht selten unter menschenunwürdigen Bedingungen unter Beobachtung durch Milizen abgebaut.

Viele Firmen achten daher verstärkt darauf, ihre Lieferketten »sauber« zu halten und gehen sogar aktiv gegen die Beschaffung von Blutmineralien vor. Etwa Intel, die dieses Jahr in den »Conflict Minerals Company Rankings« den ersten und damit vorbildlichsten Platz belegten. Ebenfalls oben mit dabei sind Unternehmen wie HP, AMD, Microsoft, Apple, Dell und Philips.

Im Mittelfeld, wo noch Verbesserungsbedarf besteht, befinden sich etwa IBM und Sony. Mit genau Null Punkten im Ranking bildet das familienfreundliche Unternehmen Nintendo, für dessen Produkte ebenfalls Materialien aus dem Kongo bezogen werden, das Schlusslicht. Demnach hat der japanische Konzern praktisch nichts dafür getan, seine Lieferketten auf entsprechende Konflikt-Mineralien zu überprüfen.

»[Wir] lagern die Herstellung und die Montage von allen Nintendo-Produkten zu unseren Produktionspartnern aus und sind daher nicht direkt in die Beschaffung der Rohmaterialien, die letztlich in unseren Produkten eingesetzt werden, involviert.« so eine Nintendo-Sprecherin gegenüber CNN.

»Trotzdem nehmen wir unsere soziale Verantwortung als global operierendes Unternehmen sehr ernst und erwarten daher von unseren Produktionspartnern dasselbe.«

Das Ziel sollte laut Enough Project aber nicht sein, den Handel mit Mineralien aus dem Kongo komplett zu unterbinden, sondern statt dessen sicherzustellen, woher genau die Güter stammen um so einen »sauberen und fairen Handel« gewährleisten zu können.

Quelle: Conflict Minerals Company Ranking 2012

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Ninja Moe
#1 | 17. Aug 2012, 22:53
Danke @GamePro für die News.

Ethisch gesehen für mich ein Grund, auf Nintendo zu verzichten.
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Cpt.Focke
#2 | 18. Aug 2012, 09:28
Dann hoffe ich aber für dich, dass du keine Iphone hast. Das kannst du nämlich sonst gleich wegwerfen ;).
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Leon-1982
#3 | 18. Aug 2012, 09:58
Zitat von Cpt.Focke:
Dann hoffe ich aber für dich, dass du keine Iphone hast. Das kannst du nämlich sonst gleich wegwerfen ;).


Ist ja noch schlimmer, dann wurde es sinnlos produziert ^^
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pko3
#4 | 18. Aug 2012, 11:35
Zitat von Ninja Moe:
Danke @GamePro für die News.

Ethisch gesehen für mich ein Grund, auf Nintendo zu verzichten.


ich hoffe doch, das du auch bei deinem auto und deinem essen prüfst woher das stammt. nur aus ethischen gründen, versteht sich.
dazu kommt, soweit ich das verstanden hab: der "index" sagt nur aus, ob das zeug aus einem land stammt, das in einem konfliktstatus ist. das sagt aber nichts über die behandlung der arbeiter aus. es können illegale minen sein, aber auch vollkommen legal wo alles mit rechten dingen zu geht.
ziemlich schlechte news und vorallem auf sehr schlechtem bild-niveau. aber scheint ja zu funktionieren.
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Antiversus
#5 | 18. Aug 2012, 14:46
Natuerlich sind das schlecht News, in jeder Hinsicht, aber dafuer kann die GP nichts, nur weil es sich diesmal Schnuddel-Knuddel Nintendo handelt musst du hier nicht rumheulen, haette MS den ersten Platz belegt, waere eh klar was fuer Posts hier stehen wuerden.
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Dantefan
#6 | 18. Aug 2012, 14:57
Nintendo hat doch auch laut Greenpeace bereits bei der Umweltfreundlichkeit vollkommen versagt. War damals mit der Bodensatz,nicht nur von den drei Konsolenherstellern sondern
Elektronikfirmen generell.
Vielleicht ist es ja teilweise ein kulturelles Ding,schließlich
ist in Japan hinter vorgehaltener Hand die Jagd vom aussterben bedrohter Wale durchaus in Ordnung.
Man denkt vielleicht nicht so Global sondern eher lokal zentriert.
Kann aber auch weit ausgeholt sein der Gedanke
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Ninja Moe
#7 | 18. Aug 2012, 16:49
Zitat von Cpt.Focke:
Dann hoffe ich aber für dich, dass du keine Iphone hast. Das kannst du nämlich sonst gleich wegwerfen ;).


Es ist ein Unterschied, ob man zu einem bestimmten Teil darauf achtet, woher man seine Rohstoffe herbekommt (Apple und Consorten) oder man, wie es im Artikel heißt, gar nicht darauf achtet, wie Nintendo.

Letzeres finde ich nicht unterstützenswert.
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Meloney
#8 | 18. Aug 2012, 16:54
Zitat von pko3:


ich hoffe doch, das du auch bei deinem auto und deinem essen prüfst woher das stammt. nur aus ethischen gründen, versteht sich.


Das bezog sich zwar auf einen anderen User, aber ja ich prüfe auch bei meinem Essen woher das stammt (unter anderem nutze ich bei Tee, Kaffee und Kakao nur FairTrade-Produkte). Bei meinem AUto mache ich es nicht, da ich keins besitze.

Zitat von pko3:

dazu kommt, soweit ich das verstanden hab: der "index" sagt nur aus, ob das zeug aus einem land stammt, das in einem konfliktstatus ist. das sagt aber nichts über die behandlung der arbeiter aus. es können illegale minen sein, aber auch vollkommen legal wo alles mit rechten dingen zu geht.
ziemlich schlechte news und vorallem auf sehr schlechtem bild-niveau. aber scheint ja zu funktionieren.


Genau das hast du falsch verstanden, der Index sagt nicht einfach nur aus, aus welchen Ländern die Unternehmen ihre Materialien beziehen. Die hoch-bewerteten Unternehmen werden nach folgenden Kritieren bewertet:

Zitat von :
These companies have taken proactive steps to trace and audit their supply chains, pushed for some aspects of legislation, exercised leadership in industry-wide efforts, started to help Congo develop a clean trade. But they can still dig deeper in their supply chains and outreach.


Sprich: die haben auch zumindest versucht für bessere Abbau- und Handelsbedingungen, unter anderem im Kongo, zu sorgen.
Also bitte nicht gleich losschreien, dass es unterstes Bild-Niveau wäre und alles Humbug etc. Einfach mal selber genau lesen und dann kurz nachdenken bevor man etwas postet.

PS: Da ich auch nur den Index und die kurzen Erläuterungen daneben gelesen habe, kann ich auch nicht abschätzen wie genau die Bewertungen zustande gekommen sind.
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Jawshock
#9 | 18. Aug 2012, 17:05
Die wichtigste Frage ist:Wird diese Meldung nun das Kaufverhalten der Kunden und vor allem der N. Fans beeinflussen?

Ich denke nicht.Der 0815 Kunde wird diese Info wohl eher nicht erhalten und die Mario,Zelda & Co Fraktion wird nicht auf ihre liebsten Serien verzichten,weil in dritte Welt Ländern Menschen ausgebeutet werden.So traurig das auch ist,aber das wird wohl nur einen wirklich kleinen Teil der Leute zum Umdenken bewegen.
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pko3
#10 | 18. Aug 2012, 19:35
Zitat von Meloney:
text

den von dir zitierten text hab ich auch auf der seite gelesen. da steht nur was von Congo, von keinem anderen land.
und es steht auch nicht dabei ob es sich um legale oder illegale handlungen handelt.
und es fehlt auch der hinweis wie die leute explizit behandelt werden.
es steht nur da: congo ist ein konfliktland, wer da abbauen lässt (egal über wie viele ebenen), egal in welcher form, der ist ein unmensch.

und das kritisiere ich. es ist zu oberflächlich und platt. in meinen augen will einer nur schnell in die presse kommen.

ich finds gut das du dich schlau machst was du kaufst.
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