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Nintendo - Verlangt bis zu 40 Prozent der Einnahmen von YouTubern

Nintendo hat sein neues Creators-Programm offiziell vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Kontroll-System, mit dessen Hilfe der Konzern bis zu 40 Prozent der Werbeeinnahmen von Let's Playern und Streamern einbehält.

Von Tobias Ritter |

Datum: 30.01.2015; 10:36 Uhr


Nintendo : Nintendo geht einmal mehr auf Konfrontationskurs zur Let's-Play- und Streaming-Szene. Der Konzern möchte bis zu 40 Prozent der mit seinen Inhalten generierten Video-Werbeinnahmen einbehalten. Nintendo geht einmal mehr auf Konfrontationskurs zur Let's-Play- und Streaming-Szene. Der Konzern möchte bis zu 40 Prozent der mit seinen Inhalten generierten Video-Werbeinnahmen einbehalten.

Nintendo pflegt fast schon traditionell ein seit jeher von allerlei Unverständnis geprägtes schwieriges Verhältnis zu sogenannten Streamern und Let's Playern. Erst im Sommer 2013 brachte der japanische Tradidtions-Konzern die gesamte Szene gegen sich auf, indem er einfach sämtliche Werbeeinnahmen aus Videos mit Inhalten aus seinen Spielen für sich beanspruchte - und die Community darüber noch nicht einmal informierte.

Nun wagt der Konzern einen erneuten Anlauf zur Monetarisierung der aus seinen Assets erstellten Video-Inhalte. Mit dem sogenannten Creators-Programm etabliert Nintendo ein neues Kontroll-System, über das sich sämtliche Streamer und Let's Player zunächst registrieren müssen, bevor sie Nintendo-Inhalte in ihren Videos verwenden dürfen.

Was zunächst nicht weiter schlimm klingt, hat für die YouTube- und Twitch-Gemeinde jedoch einen großen Haken: Der Publisher, Entwickler und Konsolenhersteller schiebt sich quasi zwischen die Video-Plattformen und die Video-Ersteller - und lässt sämtliche Werbeeinnahmen erst einmal in die eigene Tasche fließen. Erst anschließend werden sie anteilsmäßig ausgezahlt: Wer einen Kanal betreibt, der ganzheitlich aus Nintendo-Themen besteht, darf 70 Prozent seiner Werbeeinahmen behalten. Alle anderen erhalten lediglich 60 Prozent ausgezahlt.

Wie Transparent die Auszahlung am Ende gehalten wird und wie lange das ganze Prozedere dauert, ist unklar.

Nintendo geht damit einmal mehr einen eigenwilligen und äußerst umständlichen Weg. Bei fast allen anderen Entwicklern und Publishern aus dem Gaming-Bereich ist es gang und gäbe, YouTuber und Live-Streamer weitestgehend unbehelligt agieren zu lassen ihnen geschützte Inhalte ohne derartige Umsatzbeteiligungen zur Verfügung zu stellen. Microsoft etwa hat zuletzt eigene Regeln für die Nutzung seiner Inhalte aufgestellt und die Szene damit aus ihrer Grauzone befreit.

Nintendo schadet sich mit seiner neuesten Monetarisierungs-Aktion aber vermutlich selbst am meisten. Laut seinem aktuellen Geschäftsbericht hat der Konzern seit April 2014 weltweit gerade einmal 3,03 Millionen Exemplare der Wii U verkaufen können - angepeilt waren ursprünglich 9 Millionen. Kostenlose Werbung, wie sie Let's Player und Streamer eigentlich generieren, könnte den Verkaufszahlen da durchaus zuträglich sein.

Möglicherweise gibt aber auch noch ein paar Änderungen: Offiziell startet das Nintendo Creators Program erst am 27. Mai 2015. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Einleitung
Wenn auf einen Spielehersteller der Begriff »Traditionshaus« zutrifft, dann auf Nintendo. Kaum eine Firma aus der Gaming-Branche kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken. In dieser Galerie stellen wir euch alle Nintendo-Heimkonsolen samt ihrer kleinen Handheld-Geschwister vor.
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Serienfan
#1 | 30. Jan 2015, 11:14
Das Ergebnis ist: Leute wie Angry Joe, die für Nintendo Werbung machen könnten, die man für Geld nicht kaufen kann, bringen deshalb gar nix über Nintendo.
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Tenograd
#2 | 30. Jan 2015, 11:18
Die Frage ist ja letztlich... verkaufen Let's Plays von den Nintendo Spielen, Spiele und Konsolen und fungieren als gute Werbung oder haben sie eher einen gegenteiligen Effekt?

Das ist denke ich von Spiel zu Spiel vollkommen unterschiedlich. Denn obwohl ich schon als Mario 3D World erschienen ist, mit dem Gedanken gespielt habe mir eine Wii U zu kaufen, hat es doch bis Weihnachten diesen Jahres gedauert, weil ich mir einfach ein Lets Play angeschaut habe.

Denn während Single Player fokussierte Spiele mehr unter Lets Plays leiden, werden Multiplayer Games gut beworben und durch Let's Plays und Commentarys auch verkauft. Wenn Nintendo schlau wäre, würden sie also Spiele wie Mario Kart, Super Smash, den Mario Maker und Splatoon von den Gebühren freistellen und lediglich für die Single Player lastigen IPs Anteile der Werbeeinnahmen verlangen.
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Kabukichan
#3 | 30. Jan 2015, 11:26
Ein Let's Play ist im Zweifel jedenfalls glaubwürdiger als platte Werbung und genau das im Zusammenhang mit viralem Marketing hat Nintendo bis heute nicht begriffen. Ich finde es zwar gut, dass sie sich mit ihrer Strategie von den anderen Plattformen abgrenzen, aber diese Verweigerung aktueller Medienkanäle wird irgendwann nur noch die reinen Nintendofans ansprechen, ohne potentielle Interessenten überhaupt zu erreichen.
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Misanthropy
#4 | 30. Jan 2015, 11:36
Zitat von Serienfan:
Das Ergebnis ist: Leute wie Angry Joe, die für Nintendo Werbung machen könnten, die man für Geld nicht kaufen kann, bringen deshalb gar nix über Nintendo.


Leute, die auf Leute wie Angry Joe hören, zocken am liebsten CoD nach der Schule und keine Nintendogames. Verdammter Dudebro-Pseudogamer.
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Tai Jason
#5 | 30. Jan 2015, 11:37
Nintendo und Angela Merkel haben Etwas gemeinsam: Das Internet ist Neuland. Sowas passierte echt nur noch bei Japanern und steht sinnbildlich für deren 1996er Verständnis in Sachen Internet und Co.

An Angry Joe und Capcom kann ich mich auch erinnern. Richtiger Quark.
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Adibaw
#6 | 30. Jan 2015, 11:47
Herrlich, ein Programm um Youtubern, die Werbeeinnahmen haben zu ermöglichen, ihre Inhalte zu verwenden. Da will Nintendo mal nicht wie andere direkt alles verbieten und hier wird es dargestellt als "Nintendo verlangt 40 Prozent". Ernsthaft, was habt ihr eigentlich nur mit Nintendo?
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Serienfan
#7 | 30. Jan 2015, 11:59
Zitat von Misanthropy:


Leute, die auf Leute wie Angry Joe hören, zocken am liebsten CoD nach der Schule und keine Nintendogames.

Gerade deswegen wäre jemand wie Angry Joe perfekt, um Nintendo auch solchen nahezubringen, die sich dafür normalerweise nicht interessieren. Aber Firmen wie Nintendo unterschätzen den Einfluss von Youtube-Prominenten. Einem "klassischen" Prominenten würde man Geld geben, wenn er Werbung für das eigene Produkt macht. Von den "Youtube-Prominenten" aber will Nintendo Geld haben?

Dann mündet das halt in sowas:
http://youtu.be/koX-Ny6zHdM
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Misanthropy
#8 | 30. Jan 2015, 12:07
Zitat von Serienfan:

Gerade deswegen wäre jemand wie Angry Joe perfekt, um Nintendo auch solchen nahezubringen, die sich dafür normalerweise nicht interessieren. Aber Firmen wie Nintendo unterschätzen den Einfluss von Youtube-Prominenten. Einem "klassischen" Prominenten würde man Geld geben, wenn er Werbung für das eigene Produkt macht. Von den "Youtube-Prominenten" aber will Nintendo Geld haben?


Wenn ick Nintendo wäre, würde ich auf Endorsements von Angry Joe gerne verzichten. Schadet nur ihrem Ruf. Gibt genug Let's-Player und (auch prominente) Gamer, die es viel mehr wert sind.

P.S.
Ja, ich hasse diesen hyperaktiven Dudebro, fast so sehr wie PewDiePie.
http://youtu.be/FFbVKL-Meo0
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Cas83
#9 | 30. Jan 2015, 12:09
Zitat von Misanthropy:


Leute, die auf Leute wie Angry Joe hören, zocken am liebsten CoD nach der Schule und keine Nintendogames. Verdammter Dudebro-Pseudogamer.


Deswegen kommt CoD bei ihm auch so gut weg oder wie? Oder Destiny...
Man muss ihn ja nicht mögen, aber er ist einer der wenigen wo ich mir noch sicher bin das es keine geschönte Meinung ist um beim nächsten Herstellerevent wieder eingeladen zu werden.

Und zum Thema, ja jemanden mit 1,5 Mio Views pro kostenlosem Review einfach die Videos zu sperren ist an Blödheit seitens Nintendo eigentlich nicht zu überbieten.

Zitat von :
Ja, ich hasse diesen hyperaktiven Dudebro, fast so sehr wie PewDiePie


Bei deinem Usernamen und Avatar ist diese Info doch recht überflüssig. In Fachkreisen nennt man sowas wie dich übrigens Troll.
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Misanthropy
#10 | 30. Jan 2015, 12:19
Zitat von Cas83:


Bei deinem Usernamen und Avatar ist diese Info doch recht überflüssig. In Fachkreisen nennt man sowas wie dich übrigens Troll.

Weil ich eine Persönlichkeit nicht leiden kann, die du wohl magst, bin ich ein Troll? Ich habe kein Recht auf eine negative Meinung ihm gegenüber? Na dann.
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