Bravely Second: End Layer - Nintendo 3DS
Rollenspiel  |  Release: 26. Februar 2016  |  Publisher: Square Enix
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Fazit

Wertung

Bravely Second: End Layer Test Déjà-vu in Luxendarc

Bravely Second: End Layer schickt uns im Test auf eine bezaubernde Reise. Das JRPG erinnert jedoch stellenweise frappierend an den Vorgänger – im Guten wie im Schlechten.

Von Sascha Penzhorn |

Datum: 29.02.2016


Zum Thema » Bravely Default im Test So gut ist der Vorgänger Dungeons voller Schätze, Geheimgänge und Fallen, Zufallskämpfe an jeder Ecke, bockschwere Bosskämpfe und eine endlos konfigurierbare Heldengruppe, die man nach Lust und Laune aufmotzen kann: Die Bravely-Spiele setzen wie die alten Final-Fantasy-Teile auf klassisches JRPG-Gameplay und bereichern es um viele moderne Extras und Komfortfunktionen.

Bravely Second: End Layer knüpft an die Story von Bravely Default an und schickt uns auf ein Abenteuer durch eine Welt, die Fans sehr vertraut vorkommen dürfte. Stellenweise sogar etwas zu vertraut.

Alte und neue Helden

Veteranen freuen sich, dass Tiz und Edea wieder mit von der Partie sind, Schwerenöter Ringabel gehört hingegen nicht mehr zur Heldengruppe. Auch auf Agnès müssen wir verzichten - die mittlerweile zum geistigen Oberhaupt der Kristall-Orthodoxie aufgestiegene Kriegerin wird in den ersten fünf Spielminuten von den Streitkräften eines fiesen Imperiums entführt.

Bravely Second: End Layer : Aufregung in der Welt Luxendarc: Priesterin Agnés wurde entführt. Aufregung in der Welt Luxendarc: Priesterin Agnés wurde entführt.

Unsere Hauptaufgabe ist es darum, Agnès zu befreien. Traurig über ihre Abwesenheit sind wir erst einmal nicht. Weil Agnés nicht mehr fester Bestandteil unserer Gruppe ist, heult sie uns auch nicht mehr ständig die Ohren voll wie im Vorgänger. Übrigens: Wer gerade nur Bahnhof versteht, sollte unbedingt zuerst Bravely Default spielen und erst danach mit der Fortsetzung anfangen. Das Sequel richtet sich ganz klar an Fans und Kenner des ersten Teils.

Einer der neuen Helden, Yew, ist das letzte Mitglied einer wohlhabenden Familie und lebt mit seinem Butler Alfred in einem edlen Anwesen. Statt nachts ins Latexkostüm zu schlüpfen, sich Tiernamen zu geben und Clowns zu verdreschen wie gewisse andere reiche Vollwaisen, ist Yew ein Ritter der Kristallwache.

Die andere Neue im Bunde ist Magnolia, eine talentierte Kämpferin des Mondvolkes. Gemeinsam verfolgen die vier Helden die schwebende Himmelsfestung des Imperiums, um Päpstin Agnès zu retten. Der Plot ist allenfalls zweckmäßig, wird aber sehr atmosphärisch durch Zwischensequenzen in Spielgrafik und vorgerenderten Videos erzählt. Ebenso erfreulich ist die fantastische Vertonung der zahlreichen Dialoge - wahlweise auf Englisch oder Japanisch mit deutschen Texten.

Noch schöner als der Vorgänger

Die neuen Städte im Spiel sind gewohnt riesig und wunderschön gezeichnet. Optische Details wie glitzernde Sonnenstrahlen, am Himmel vorbeiziehende Wolken und schwappende Wellen machen die Spielwelt lebendiger denn je.

Bravely Second End Layer
Grafisch ist Bravely Second eines der beeindruckendsten Handheld-Spiele überhaupt.

Der erste Dungeon macht da keine Ausnahme. Als wir den düsteren Wald mit vielen verwinkelten Pfaden und Kreuzungen betreten, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus - alles ist noch eine Ecke komplexer und schöner als im ersten Teil. Die Umgebungen sehen absolut umwerfend aus und nutzen vorbildlich den 3D-Effekt des 3DS.

An den fabulösen Soundtrack des Vorgängers reicht die musikalische Untermalung von Bravely Second zwar nicht ganz heran, doch das Klangerlebnis ist immer noch fantastisch. Unglaublich, wie gut ein Handheld-Rollenspiel aussehen und klingen kann!

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1990Marcel
#1 | 29. Feb 2016, 15:16
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Nohohon
#2 | 29. Feb 2016, 15:31
>>Bravely Second ist ein fantastisches JRPG - das aber zu stark an den Vorgänger erinnert.<<

Naja, ich bin mir ja dem Inhalt der Aussage bewusst, aber er ist ungeschickt, weil das doch bei einer Serie (und damit bei vielen anderen Titeln) nicht als "aber" angeführt wird, bzw. werden kann. Es hat im Vergleich zu einigen anderen Titeln halt das Problem sich technisch auch nicht weiterentwickelt zu haben, zum Beispiel in etwas schärferen Hintergrunden (wenn in diese gezoomt wird), und nimmt zu viele Elemente, spielerisch als auch inhaltlich, vom Vorgänger.

Ich bin sonst bezüglich dem Recycling aus Teil 1 (eine große Schwäche) und der neuen Musik der gleichen Meinung wie der Tester. Wichtig dabei ist zu unterstreichen, dass das Recycling wirklich nur auf Teil 1 basiert. Wer hier einen Dungeon nochmal machen will, der macht das eher freiwillig als erzwungen. Ganz ausgearbeitet kommt mir das im Review nicht, aber das wäre jetzt Meckern auf hohem Niveau.

Was ich persönlich "Second" jedoch sehr übel nehme: Es gibt eine Szene die an sowas wie das dauernde Wiederholen aus Teil 1 erinnert. Und diese Szene versalzt einiges am Spieldesign, denn obwohl man das schnell beenden/überspringen kann muss man erstmal wissen wie. Und ich behaupte: Das findet so schnell wohl niemand. Ich habe an der Stelle echt nachgelesen und das wird auch sehr oft empfohlen. Schade um so eine Entscheidung!
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Nohohon
#3 | 29. Feb 2016, 15:38
BTW: Schade, dass es keine Infos zu den beiden neuen Features im Kampf gibt. "Bravely Second" zum Beispiel (wo man mit Echtgeld nachhelfen kann!), oder dass man Kämpfe jetzt öfter hintereinander bestreiten kann, wenn man innerhalb einer Runde alle Gegner vernichtet, was dann auch zu mehr Erfahrungspunkten usw. im Handumdrehen führt. (Korrigiert mich bitte, wenn ich es überlesen haben sollte)

Oh und Kritik geht auch an die Umschreibung der Städte. Die riesigen, neuen Städte rechtfertigen diese Bezeichnung auch nur durch die Optik. Inhaltlich gibt es kaum was zu entdecken, ausgenommen mal hier oder da ein, zwei Häuser die besucht werden können, sonst nur Läden, die dann als Menü abgefertigt werden. Obwohl man viel ablaufen kann empfinde ich hier also nichts als riesig.
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Berserkerkitten
#4 | 29. Feb 2016, 18:03
Huhu! Dass man nach gewonnenen Kämpfen direkt neue Gegner herausfordern kann, steht tatsächlich im Text. Auf das Bravely Second Feature (Zeit anhalten im Kampf, Aufladung durch Echtgeld) gehe ich deshalb nicht ein, weil dieses Feature bereits in Bravely Default existierte und eben nicht neu ist. Ich weiß jetzt spontan aber gar nicht, ob das in Bravely Default auch schon so hieß oder damals noch einen anderen Namen hatte. Die Punkte füllten sich schon damals nur alle acht Stunden auf und die Mikrotransaktionen gab es ebenfalls. Wobei die zum Glück vollkommen unnötig waren.

Dass die Städte nur "optisch" riesig sind und es nicht irre viel zu erforschen gibt ist richtig. Aber das liegt auch ein wenig in der Natur des Spiels. Große Spielwelt, nix zum Erforschen, weil fast durchgehend linear. Wenn man versucht, irgendwelche Höhlen oder Dungeons zu betreten, bevor man die passende Quest dazu hat, geht's meistens nicht rein, wie schon in Teil eins. :-/
Die wenigen Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger stehen als Minuspunkt in der Rubrik Spieldesign.

Danke für das Feedback! :)
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StiebiTheChef
#5 | 29. Feb 2016, 18:05
Momentan zocke ich den Vorgänger und war richtig überrascht wie gut der ist.
Sehr geil gemacht, hat mich irgendwie an FF9 erinnert im ersten Eindruck zumindest ;)
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Berserkerkitten
#6 | 29. Feb 2016, 18:10
Zitat von StiebiTheChef:
Momentan zocke ich den Vorgänger und war richtig überrascht wie gut der ist.
Sehr geil gemacht, hat mich irgendwie an FF9 erinnert im ersten Eindruck zumindest ;)


Kommt daher, dass Bravely Default im Grunde eine Art Fortsetzung zu Final Fantasy 4 ist. Square möchte die Reihe wohl parallel zu Final Fantasy regelmäßig fortsetzen und wieder stärker in Richtung Oldschool-JRPG mit viel Dungeoncrawling, vielen Kämpfen und haufenweise Jobs gehen.
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ps4xonewii
#7 | 29. Feb 2016, 18:14
Auf dem 3DS kreiert SquareEnix noch erstklassige Rollenspiele, abgesehen davon, dass das Genre auf dem 3DS allgemein sehr gut bedient wird und auf den Konsolen erscheint mit Final Fantasy XV nur noch ein Schatten von dem, was Final Fantasy mal war...
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Kamaluq
#8 | 29. Feb 2016, 20:27
Wenn es mehr JRPGs dieser Qualität auch mal auf die grossen Konsolen schaffen würden wäre ich beinahe wunschlos glücklich :D
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Nohohon
#9 | 29. Feb 2016, 20:56
Zitat von Berserkerkitten:
Huhu! Dass man nach gewonnenen Kämpfen direkt neue Gegner herausfordern kann, steht tatsächlich im Text. )


Hmmm... Ich habe zweimal den Part über das Kämpfen gelesen, aber dann wohl immer überlesen. Danke für die Info und dann auch eine Entschuldigung für die Kritik.

Das mit den SP Punkten in "e;Default"e; stimmt, aber ich habe das etwas anders von der Umsetzung im Kopf. Danke aber auch hier für die Info warum es nicht nochmal mit im Text steht. Erwähnen sollte man das mit eem Echtgeld aber vielleicht schon. Man muss es nicht nutzen, aber es hat schon einen gewissen Geschmack.

Zitat von Berserkerkitten:


Kommt daher, dass Bravely Default im Grunde eine Art Fortsetzung zu Final Fantasy 4 ist. Square möchte die Reihe wohl parallel zu Final Fantasy regelmäßig fortsetzen und wieder stärker in Richtung Oldschool-JRPG mit viel Dungeoncrawling, vielen Kämpfen und haufenweise Jobs gehen.


Eher eine direkte Fortsetzung zu "4 Heroes of Light" ;) Auf die vier Helden bezieht man sich ja auch im ersten Teil manchmal.
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Berserkerkitten
#10 | 29. Feb 2016, 21:18
Zitat von Nohohon:


Eher eine direkte Fortsetzung zu "e;4 Heroes of Light"e; ;) Auf die vier Helden bezieht man sich ja auch im ersten Teil manchmal.


Gna, du hast natürlich vollkommen recht, daher hatte ich die 4 im Kopf! :D Die Warriors of Light gibt's schließlich schon seit Teil eins. Auch die Items, Zauber, Jobs, das ganze Spiel ist eigentlich viel mehr Final Fantasy als... äh... na ja, Final Fantasy. Also die neuen Teile.
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Details zu Bravely Second: End Layer - Nintendo 3DS

Cover zu Bravely Second: End Layer - Nintendo 3DS
Plattformen: 3DS
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 26. Februar 2016
Publisher: Square Enix
Entwickler: Silicon Studio
Webseite: http://www.jp.square-enix.com/...
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
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