Hometown Story: The Family of Harvest Moon - Nintendo 3DS
Adventure  |  Release: 02. Mai 2014  |  Publisher: Rising Star Games
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Fazit

Wertung

Hometown Story Test Gesucht: Nachmieter für idyllischen Dorfladen

Tolle Musik, hübsche Charaktere – aber von Story kann keine Rede sein. Hometown Story haut im Test trotz grundsätzlich großartigem Spielprinzip nicht vom Hocker.

Von Ann-Kathrin Kuhls |

Datum: 18.05.2014


Hometown Story :

Zum Thema » Nintendo 3DS - Highlights Das werden die Hits 2014 Ein neues Spiel von den Machern von Harvest Moon! Mit einer völlig neuen Welt! Versteckten Schätzen! Und vielen Rätseln! Zu Beginn eine Spoilerwarnung: So gut, wie es sich anhört, ist Hometown Story: The Family of Harvest Moon bei weitem nicht.

Das Wort »Story« im Titel scheint sehr großzügig gewählt: Wegen eines mysteriösen Briefes kehren wir in unser lauschiges Heimatdorf zurück. Dort bittet uns ein knuddeliges Wesen um einen Gefallen: Wir sollen dem Tante-Emma-Laden unserer verstorbenen Großmutter zu neuem Glanz verhelfen. Und das war es auch schon beinahe.

Zu Beginn ist das Warenkaufen und -verkaufen das Kernelement des Spiels. Wir drapieren unsere Waren im Laden, entscheiden über den Preis und verkaufen sie. Zwischendurch kommen fahrende Händler und bieten uns neue Ware an. Der Tag geht zu Ende, wir machen unseren Kassensturz und gehen ins Bett. Eine von Anfang an fesselnde Story ist was anderes.

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Wenn wir gewillt sind, unseren Laden eine Zeit lang unbeaufsichtigt zu lassen – schließen können wir ihn nämlich nicht – bleibt uns noch die Möglichkeit, durch das Dorf zu streifen. Dort treffen wir dann tatsächlich auf einige Charaktere, die uns Aufträge geben. Manche tragen sogar Geheimnisse mit sich herum.

Und die machen wirklich neugierig. Warum verlässt die mysteriöse Yui nur bei Regen ihr Haus? Was verbirgt sich im geheimnisvollen Wald? Und was hat es mit dem düsteren Schrein auf sich? Leider finden wir nur mehr über diese vielversprechenden Geschichten heraus, wenn wir im Spiel vorankommen. Und das zieht sich.

Hometown Story
Unterwegs geben uns NPCs mehr oder weniger klare Rätsel und Aufgaben.

Außer Früchten oder Trüffeln, die wir am Wegesrand finden und im Laden verkaufen können, gibt es im Dorf nicht viel zu entdecken: Abgesehen von einem See, in dem wir nicht schwimmen können, ein paar versprengten Häusern und dem eben erwähnten Tempel sieht es dort ganz schön mau aus.

Der auf der Karte als Dorfplatz bezeichnete Ort ist letztlich nicht viel mehr als ein paar Grashügel mit Wegen dazwischen. Sowohl die Bewohner als auch die Geschäftsinhaber scheint es eher an den Rand der Siedlung zu ziehen, das Zentrum ist verwaist. Immerhin wechselt das Wetter von Tag zu Tag, wodurch sich die Optik verändert.

Außen hui, innen – nichts?

Wenn die Story nur langsam in Gang kommt, braucht ein Spiel gute Charaktere. Aber auch hier wird das Spiel den Erwartungen nicht gerecht. Dass die meisten Figuren wie etwa das mysteriöse Mädchen oder der wilde, aber nette Typ von nebenan dem Spieleklischee entsprechen, stört nicht so sehr. Wenn sie aber über die eindimensionale Charakterzeichnung des typischen japanischen Rollenspiels nicht hinauskommen, stört das schon.

Da bleibt uns nichts anderes übrig, als uns wieder in unseren Laden zurückzuziehen. Die ersten paar Minuten ist das Einsortieren und Verkaufen ein netter Zeitvertreib. Scheitern tut es dann allerdings an der Langzeitmotivation. Wir bekommen in der winzigen Blockhütte allein schon vom Draufschauen einen Lagerkoller. Im beengten Verkaufsraum ist zunächst nur Platz für drei Tische, und damit auch nur für drei Waren. Das ist am Anfang natürlich sehr übersichtlich, unterfordert aber schnell.

Hometown Story : Das Verkaufssystem ist übersichtlich, aber nicht besonders fordernd. Das Verkaufssystem ist übersichtlich, aber nicht besonders fordernd.

Genauso verhält es sich mit dem Verkaufssystem. Uns wird ans Herz gelegt, keine überteuerte Ware zu verkaufen. Die Leute kaufen aber so oder so, auch wenn wir Sachen für das Dreifache anbieten. Unser Gewinn ist uns also beinahe sicher. Zum anderen reagieren die NPCs generell nur begrenzt auf uns, und ihre Äußerungen wiederholen sich bereits nach ein paar Tagen.

Zwischendurch kommen sie auch mit ganz bestimmten Wünschen in den Laden, die dann aber doch nicht so wichtig zu sein scheinen. Zum Beispiel verlangt eine Dame ausdrücklich nach einem Hammer, nur um dann mit einem Laib Brot abzuziehen. Allerdings gibt es auch ein paar Charaktere, die wirklich mit uns interagieren.

Zum Beispiel bringen wir der tollpatschigen, jungen Restaurantbesitzerin das Kochen bei. Von dieser Art der Interaktion und des anschließenden Erfolgserlebnisses hätten wir uns aber viel mehr gewünscht.

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Cone1
#1 | 18. Mai 2014, 18:01
Kann es sein, dass die Testerin das Spiel nicht ganz gespielt bzw. verstanden hat?
Natürlich ist die Landschaft am Anfang kark und leer und es gibt kaum Personen mit denen man sprechen kann. Das muss man sich erarbeiten!

Kleiner Tipp: Kauf mal beim fliegenden Händler täglich die
Schlüsselwaren.
Wenn man die auslegt bzw. damit durchs Dorf läuft geht das Spiel erst richtig los. Täglich kommen neue Charaktere hinzu. Häuser entstehen und das Dorf füllt sich. Dauernd trifft man auf neue Cutscenes der über 30 Charaktere die eine eigene persönliche Geschichte zu erzählen haben.

Wer es nicht glaubt, sollte sich mal den Walkthrough hier angucken:
http://www.gamefaqs.com/3ds/706553-hometow n-story/faqs/68160

Im Gegensatz zu Animal Crossing, wo nach ein paar neuen Geschäften Schluss ist bzw. nicht neues mehr kommt, geht es bei Hometown Story auch nach etlichen Stunden immer noch weiter!
Das Verkaufen, ist eigentlich nur eine nette Nebenbeschäftigung!

Man sollte das Spiel vielleicht vorher mal richtig testen bzw. durchspielen, bevor man ein Review verfasst!
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Tamasuke
#2 | 18. Mai 2014, 18:09
hm aber iwie alle reviews bewegen sich in diesem bewertungssegment. ist ja auch egal, solange es dir spaß macht?
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Cone1
#3 | 18. Mai 2014, 19:03
Ja. Seltsam ist, dass alle Tests immer nur über den Laden sprechen. Als hätte keiner von denen das Spiel wirklich durchgespielt, sondern nur so 2-3 Stunden angetestet und nicht herausgefunden, dass da, wenn man es richtig macht, viel mehr kommt.
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Ann-Kathrin Kuhls
#4 | 19. Mai 2014, 11:38
Hallo :)
Ich kann mir vorstellen, wie du auf die Idee kommst, dass Ich das Spiel nicht besonders weit gespielt habe. Aber wenn du noch einmal genau hinsiehst, wirst du vielleicht entdecken, dass Ich der Meinung bin, dass sich viele gute Ansätze und Geschichten im Spiel verbergen, sich aber der Weg dahin zu sehr zieht. Was sehr schade ist. Letzten Endes hapert es an der Langzeitmotivation.
Liebe Grüße
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Panther
#5 | 20. Mai 2014, 17:19
Verstehe die Bewertungen des Spieles teilweise auch nicht.
Klar sind die Quests nicht gerade fordernd und das Gameplay ist auch ziemlich repetitiv, doch irgendwie gibts immer mal was Neues zu entdecken.
Ich hab knapp 60 Stunden auf meinem Spielstand, zwar reicht es nicht an Harvest Moon heran, doch alles in allem hat es mich gut beschäftigt (und tut's noch ein Weilchen).

Zitat von Cone1:
.... dass da, wenn man es richtig macht, viel mehr kommt.


Genau so seh ich's auch.
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Details zu Hometown Story: The Family of Harvest Moon - Nintendo 3DS

Cover zu Hometown Story: The Family of Harvest Moon - Nintendo 3DS
Plattformen: 3DS
Genre Adventure
Untergenre: -
Release D: 02. Mai 2014
Publisher: Rising Star Games
Entwickler: ToyBox Inc
Webseite: http://www.nintendo.de/Spiele/...
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Spiele-Logo: Download
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