Nintendo Land im Test
Vergügungspark à la Mario
Warum der Wii-U-Controller die Minispielsammlung Nintendo Land zum Mehrspieler-Knaller macht lest ihr unserem Test.
Von
Thomas Wittulski
|
Datum:
16.11.2012
Zum Thema
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Wii-U-Launchtitel im Test
Minispielsammlungen für Nintendo-Konsolen sind spätestens seit dem Launch der Wii nichts Ungewöhnliches mehr: Von
Wii Sports
haben die Japaner knapp 80 Millionen Exemplare verkauft -- meist natürlich im Bundle mit der Konsole. Damit ist das Sportspielchen-Paket das meistverkaufte Spiel überhaupt.
Auch Wii Party,
Wii Play
und
Wii Sports Resort
verzeichnen Verkaufszahlen in zweistelliger Millionenhöhe. Ob der Hersteller mit
Nintendo Land
für die Wii U in ähnliche Dimensionen vorstoßen kann, auch wenn es diesmal nicht gemeinsam mit allen Konsolen verkauft wird? Spielerisch hebt sich die Minispielsammlung jedenfalls von ihren Vorgängern ab -- und das nicht nur durch die schicke HD-Optik.
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Die ganze Nintendo-Familie
Für Nintendo Land haben die Macher einen kleinen Vergnügungspark über den Wolken gebaut. Darin tummeln sich zahlreiche computergenerierte Miis, später sollen hier auch die Avatare von Freunden durch die Gegend laufen.
Das Pikmin-Abenteuer ist nur eines von vielen Minispielen in Nintendo Land.
Über Portale springen die Figürchen in insgesamt 12 Minispiele, die so klangvolle Namen tragen wie Mario Chase, Zelda Battlequest oder Pikmin Adventure. Jedem Spielchen stellt Nintendo einen bekannten Helden als Pate zur Seite, darunter auch Charaktere, die vor allem älteren Nintendo-Fans ein Begriff sein dürften.
So ahmen wir etwa in bester Senso-Manier mit Octopus aus dem gleichnamigen Game-&-Watch-Klassiker Tanz-Moves nach oder rasen mit Captain Falcon aus F-Zero über die futuristische Renntrasse. Das ist super, um in Erinnerungen zu schwelgen, so richtig viel Laune machen die beiden auf Singleplayer ausgelegten Minispiele allerdings nicht. Ganz im Gegensatz zu den Mehrspieler-Versus-Events, die vor allem von den Vorteilen des Bildschirm Controllers profitieren.
Zwei Sichtweisen
Beispiel Mario Chase: Ein Spieler lenkt auf dem Bildschirm des Wii-U-Controller den Klempner und flieht in einem Labyrinth vor Pilzköpfen. Die wiederum werden von bis zu vier Freunden mit Wii-Remotes gesteuert, laufen nach zehn Sekunden los, und verfolgen Mario. Mit einem gut getimten Sprung auf den Klempner wäre die Verfolgungsjagd vorbei.
So einfach ist das aber nicht: Auf dem Screen des Wii-U-Controllers sehen wir das komplette Labyrinth von oben, während die Toad-Spieler ihre Charaktere nur aus der Verfolgerperspektive lenken dürfen und entsprechend weniger Übersicht haben. Ein großer Spaß, sowohl für Mario, wenn er den Kontrahenten immer wieder entwischt, als auch für Verfolger, wenn man sich mit den Mitstreitern abspricht und die beste Strategie erarbeitet.
Auf ein ähnliches Prinzip setzen Luigis Mansion (der Spieler am Bildschirm-Controller steuert einen für die Kontrahenten unsichtbaren Geist, den die restlichen Spieler mit der Taschenlampe sichtbar machen müssen) und Animal Crossing Sweet Day (die Remote-Spieler sammeln Süßigkeiten und müssen diese in Schalen werfen, ohne vom Bildschirm-Verfolger erwischt zu werden).
Beinahe genauso unterhaltsam sind die Teamspiele, beispielsweise begleiten wir Link und Kumpanen gegen mit Schwerter sowie Pfeil und Bogen auf Monsterjagd. Oder wir bekämpfen als Pikmin fiese Käfer und in Metroid Blast mindestens ebenso fiese Aliens. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei zunächst nicht sonderlich hoch, zieht mit dem Fortschritt jedoch ordentlich an, sodass Absprachen untereinander von Vorteil sind.
Mit Takamaru’s Ninja Castle, Donkey Kong’s Crash Course und Balloon Trip Breeze sind dann auch noch drei unterhaltsame Singleplayer-Herausforderungen mit an Bord. Unterm Strich ist Nintendo Land ist eine Minispielsammlung, die eigentlich jeder Nintendo-Fan mit Wii-U besitzen sollte. Wenn mal Freunde vorbeikommen, ist Spielspaß garantiert, und auch alleine kann’s spaßig sein, wenn auch nicht sonderlich lange.