Seite 3: Yoshi's Woolly World im Test - So muss Jump&Run

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Aus dem Nähkästchen gezaubert

Trotz seiner recycelten Gegner ist Yoshi’s Woolly World keinesfalls zu leicht. Sicherlich können wir es uns sehr einfach machen und in weniger als fünf Minuten durch jedes Level hetzen. Wenn wir aber wirklich alles haben wollen, müssen wir erheblich mehr Zeit und vor allem Sorgfalt investieren. Zum einen sind Yoshis Freunde in Garnrollen über die ganze Welt verteilt, und das auch noch in Geheimgängen oder anderen schwer zugänglichen Stellen.

Oft müssen wir erst eine versteckte Masche aufzubbeln oder durch eine besonders schwere Passage gelangen, um zu den Überresten der anderen Yoshis zu gelangen. Das erfordert meist mehr Koordination, Timing und Geschicklichkeit als das reine Durchlaufen. Zum anderen können wir neben den Rollen auch noch Blümchen finden, die dann jeweils ein Bonuslevel freischalten. Und auch die werden uns nicht gerade auf dem Silbertablett serviert.

Hilfreich: Hund Schnuffel kommt in all die schmalen Räume, die wir selbst nicht erreichen. Hilfreich: Hund Schnuffel kommt in all die schmalen Räume, die wir selbst nicht erreichen.

Zwischendurch sind sie sogar so gut versteckt, dass wir sie beim ersten Durchlauf gar nicht finden können, weil uns ein großer Schneeball verfolgt, der uns bei jedem Zögern zu zerquetschen droht. Sollten wir doch mal sterben, gibt es zum Glück Checkpoints. Anders als bei vielen anderen Action-Titeln sitzt aber nicht hinter jeder Ecke einer. Die Punkte liegen so weit auseinander, dass sich endlich mal wieder ein echtes Gefühl der Erleichterung einstellt, wenn wir eine der knallpinken Blümchen vor uns leuchten sehen.

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Verstrickungen unmöglich

Trotzdem wird Yoshis Reise weder unverhältnismäßig schwer noch viel zu leicht. Die Schwierigkeit steigert sich im Spielverlauf angenehm, sodass wir zwar anständig ge- aber nie überfordert werden. So wird die Präzision unserer Wollknäuelwürfe mit der Zeit immer wichtiger. Während wir anfangs in aller Ruhe anpeilen und feuern können, müssen wir gerade gegen Ende sehr viel schneller agieren, obwohl uns zum Beispiel ein riesiges Monster verfolgt und sich unser Untergrund langsam auflöst. Auch die Verstecke der Blumen und Garnrollen werden mit der Zeit aufwendiger.

Allerdings haben bis dahin sogar Neulinge, die noch nie ein Yoshi oder Super Mario in der Hand hatten, ein Gespür dafür entwickelt, welche Kissen hohl sein könnten oder wo noch eine unsichtbare Wolke herumschwirrt. Ab und an treffen wir aber trotzdem auf die eine oder andere Kopfnuss. Gerade in den späteren Leveln kommen wir um genaues Inspizieren und mehrmaliges Ablaufen von verdächtigen Garnkonstruktionen nicht herum. Unserer Meinung nach jedoch zu Recht: So haben wir immer stets aufs Neue Erfolgsmomente, wenn wir wieder einmal ein verstecktes Item entdecken.

Mit der Zeit müssen wir immer präziser schießen, zum Beispiel von einer beweglichen Plattform aus. Mit der Zeit müssen wir immer präziser schießen, zum Beispiel von einer beweglichen Plattform aus.

Sollten wir an einer Passage mehrfach hängen bleiben, können wir zu Beginn des Levels mit den Juwelen, die wir im Laufe des Spiels sammeln, die sogenannten Trickanstecker kaufen. Die verhindern beispielsweise, dass wir verbrennen oder in den Abgrund fallen. Oder sie beeinflussen Statuseffekte wie Schaden und Geschwindigkeit. Auch Yoshis Begleithund Schnuffel ist per Anstecker für jedes Level zu haben. Gerade im späteren Spielverlauf sind manche Items nur mit dem flauschigen Kläffer erreichbar.

Partnerlook

Wie aus den Vorgängern bekannt, können wir auch in Yoshi’s Woolly World zusammen mit einem Freund spielen. Zwar ist es nicht so, dass bestimmte Bereiche wie bei Sonys LittleBigPlanet nur zu zweit zu schaffen sind, das Koop-Vergnügen schmälert dies aber nicht die Bohne. Gerade die spielerische Freiheit macht nämlich den Reiz aus. Wir können zusammenarbeiten, uns gegenseitig unterstützen, um Edelsteine und versteckte Items zu erreichen.

Mit unserem Amiibo bekommen wir einen zweiten Yoshi dazu, er sich wie unser Spiegelbild verhält. Mit unserem Amiibo bekommen wir einen zweiten Yoshi dazu, er sich wie unser Spiegelbild verhält.

Oder wir schauen, wer den anderen als Erstes in typischer Yoshi-Manier schlucken und in einen Abgrund feuern kann. Beides ist unterhaltsam, letzteres zerstört wahrscheinlich die ein oder andere Freundschaft. Gut, dass wir am Anfang jedes Levels entscheiden können, ob wir unsere »Freunde« noch dabei haben wollen oder nicht.

Ob allein oder zu zweit: Yoshi’s Woolly World macht vor allem deshalb Spaß, weil es immer genau so fordernd ist, wie wir es wollen. Wir können mehrere Stunden damit verbringen, wirklich auch die letzte Ecke des Levels auszukundschaften, um alle Wollknäuel, Blümchen und Edelsteine zu finden. Und ja, genau das machen wir auch.

Manche Passagen beherrschen wir aufgrund der vielen Wiederholungen beinahe schon blind. Aber trotzdem war es zu keinem Zeitpunkt langweilig oder repetitiv. Mit einem außergewöhnlichen Stil, der sich sowohl im Setting als auch in der Spielmechanik wiederfindet, zeigt Yoshi’s Woolly World, wie ein Jump&Run der heutigen Konsolengeneration auszusehen hat.

Yoshis Woolly World - Gameplay-Trailer zeigt Amiibo-Unterstützung Video starten 3:12 Yoshi's Woolly World - Gameplay-Trailer zeigt Amiibo-Unterstützung

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