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Sony PSN/Qriocity-Hack - Ratgeber - Mein Account wurde gehackt - Was jetzt?

Durch einen Hack-Angriff sind Millionen Kundenkontos von Sonys Online-Plattform geklaut worden. Die wichtigsten Schritte um euch zu schützen, haben wir hier zusammengefasst.

Von Redaktion GamePro |

Datum: 27.04.2011


Sony PSN/Qriocity-Hack - Ratgeber : Durch einen illegalen Angriff von außerhalb auf das PlayStation Network sind zwischen dem 17. und 19. April Daten aus 77 Millionen PSN- und Qriocity-Accounts durch Unbekannte entwendet worden. Zwar sind nicht alle Kundenkontos ausgelesen worden, Sony kann aber nicht genau eingrenzen, wer betroffen ist und wer nicht.

Mehr Infos zum PSN/Qriocity-Hack

Folgende Daten konnten bei betroffenen User-Konten entwendet werden:

  • Name

  • Addresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl)

  • Land

  • E-Mail Addresse

  • Geburtsdatum

  • PlayStation Network/Qriocity Password und Nutzername/PSN ID

Zwar gibt es keine Beweise dafür, Sony kann aber nicht ausschließen, dass auch Kreditkarten-Information gestohlen wurden.

Was jetzt?

1. Ändern Sie ihre Passwörter!
Wer die für PSN oder Qriocity benutzten Passwörter auch anderswo verwendet, sollte diese schnellstmöglich ändern. Momentan ist es nicht möglich, auch direkt im PSN das Kennwort zu ändern, da der Dienst nach wie vor offline ist.

2. Sperren Sie ihre Kreditkarte!
Obwohl Sony keine Belege für geklaute Kreditkarten-Daten gefunden hat, kann das Unternehmen nicht garantieren, dass diese nicht auch betroffen sind. Lassen Sie ihre Kreditkarte – sofern Sie diese im PSN oder Qriocity angegeben haben – deshalb vorsorglich von ihrem Anbieter sperren. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob sie ihre Kreditkarte angegeben haben, dann durchsuchen Sie ihr E-Mail-Postfach nach einer Nachricht vom Absender DoNotReply @ ac.playstation.net. Darin sollten die letzten vier Ziffern der eingetragenen Kartennummer auftauchen.

Je nach Karte fallen für das Sperren der Karte eventuell Gebühren an. Die Kreditkarten-Unternehmen wissen über den Vorfall bescheid und sollten Ihnen schnell helfen können. Auch wenn auf Ihrer Kartenabrechnung bislang noch keine dubiosen Umsätze auftauchen, können ihre Zugangsdaten trotzdem korrumpiert sein. Wichtig: Zwar können Kreditkarten-Nummer und Ablauf-Datum entwendet worden sein, der Diebstahl des auf der Karte aufgedruckten Sicherheitscodes wird hingegen ausgeschlossen.

Kontaktieren Sie zunächst die Kartenausgebende Bank oder wenden Sie sich an die Hotlines der Kreditkarten-Anbieter:

Allgemeiner Sperr-Notruf: 116 116
VISA: 0800 811 8440
Mastercard: 0800-819-1040
Maestro: 01805 021 021

3. Vorsicht vor Phishing-Nachrichten!
Sony warnt vor vermeintlich offiziellen E-Mails, Telefon-Anrufen oder Briefen mit denen die Hacker versuchen weitere Informationen von betroffen Kunden auszuspionieren. Sony wird keinesfalls versuchen auf diesem Weg in Kontakt mit den Kunden zu treten. Ignorieren Sie deshalb jegliche Nachrichten, in denen Sie aufgefordert werden weitere Informationen preiszugeben.

» Offizielles FAQ von Sony zum Hack lesen

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#1 | 27. Apr 2011, 12:52
Kreditkartensperrung ist aktuell noch Blödsinn, sollte man nicht wirklich direkt betroffen sein. Lieber immer die Abbuchen gegenchecken und gegebenenfalls die Beträge zurückerstatten.
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#2 | 27. Apr 2011, 13:03
Zitat von e1ma:
Kreditkartensperrung ist aktuell noch Blödsinn, sollte man nicht wirklich direkt betroffen sein. Lieber immer die Abbuchen gegenchecken und gegebenenfalls die Beträge zurückerstatten.

Es erfolgen wohl schon Abbuchungen von den geklauten Kreditkarten-Daten. Etwa 577 kanadische Dollar bei einem Bekannten. Klar, kann man zurückerstattet kriegen, aber solange diese Daten gültig bleiben, kann die Kreditkarte immer wieder belastet werden. Und du musst wieder dich mit dem Kreditkartenunternehmen rumschlagen. Dann besser gleich sperren lassen.
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custor86
#3 | 27. Apr 2011, 13:15
Zitat von PhanZero:
Es erfolgen wohl schon Abbuchungen von den geklauten Kreditkarten-Daten. Etwa 577 kanadische Dollar bei einem Bekannten. Klar, kann man zurückerstattet kriegen, aber solange diese Daten gültig bleiben, kann die Kreditkarte immer wieder belastet werden. Und du musst wieder dich mit dem Kreditkartenunternehmen rumschlagen. Dann besser gleich sperren lassen.


Also ist es schon sicher?

Ich wollte eigentlich mit der Entscheidung noch warten, bis es ein offizieles Statement von Sony wegen den Kredikarten gibt.
Wenn es aber jetzt schon die ersten Opfer gibt, werde ich die Karte wohl oder übel gleich sperren lassen.
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#4 | 27. Apr 2011, 13:26
Zitat von custor86:
Also ist es schon sicher?

Naja, der Bekannte hatte eine Abbuchung. Die führt er darauf zurück, weil er sonst nirgends seine Daten verloren haben könnte...

Zitat von :
Ich wollte eigentlich mit der Entscheidung noch warten, bis es ein offizieles Statement von Sony wegen den Kredikarten gibt.

Naja, bislang sagen sie, es wäre möglich - für mich klang das von Anfang an wie "Sind geklaut". Ist halt bloss ein Fall aus meinem Bekanntenkreis, keine Ahnung, inwiefern das schon größer ist und ob das wirklich auf den Datendiebstahl bei Sony zurückzuführen ist (kann ja auch sein, dass dem woanders seine Daten geklaut worden sind - wäre aber wohl ein komischer Zufall).

Zitat von :
Wenn es aber jetzt schon die ersten Opfer gibt, werde ich die Karte wohl oder übel gleich sperren lassen.

Naja, wie gesagt: Man kann auch einfach zurückbuchen lassen. Nur passiert sowas einmal, ist es eine Sache... nur wenn die Daten genutzt werden können, werden es die Täter auch mehrmals versuchen. Und jedes Mal wieder rückbuchen lassen nervt auch... ich hätte wohl direkt meine Karten gesperrt, wenn sie im PSN eingetragen wären. Bin da aber auch ein wenig sensibel...

//edit
Angeblich fehlen wohl wichtige Informationen, die man braucht, um damit abzubuchen. Keine Ahnung, ob die Hacker das faken können oder nicht... bislang geht man davon aus, dass dies nicht möglich ist.
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#5 | 27. Apr 2011, 13:30
Jedem das seine, da ich meine Kreditkartenrechnungen eigentlich schon immer täglich checke, warte ich noch ab und wenn nix passiert, wird auch nix gesperrt.
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#6 | 27. Apr 2011, 13:31
Zitat von e1ma:
Jedem das seine, da ich meine Kreditkartenrechnungen eigentlich schon immer täglich checke, warte ich noch ab und wenn nix passiert, wird auch nix gesperrt.

Nee, ist definitiv wohl erstmal das Sinnvollste. Siehe auch mein Edit im vorigen Beitrag...
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HivefleetTitan
#7 | 27. Apr 2011, 13:39
Ich habe mit meiner Bank gesprochen und die stehen im Kontakt mit Sony. Sobald Sony bestätigen sollte, daß Kreditkartendaten gestohlen wurde, sperren die automatisch meine Karte und schicken mir eine neue zu, umsonst. Desweiteren werden ungewöhnliche Auslandstransaktionen automatisch abgelehnt. Man hat mir aber geraten, die Umsätze im Auge zu behalten, und mich zu melden, wenn mir was auffällt. Das werde ich auch machen und ansonsten abwarten und Tee trinken.

Meine Meinung: Kreditkartenkarte sperren ist (zum Zeitpunkt dieses Posts) total übertrieben und Panikmache. Man sollte einmal seine Bank anrufen und die Umsätze im Auge behalten.

Gruß

edit: Was mich wirklich nervt, ist daß wegen des PSN Ausfalls ich nicht meine Platin-Trophy von Mass Effect 2 hochladen kann. ;)
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#8 | 27. Apr 2011, 13:58
Wieso Panikmache? »Es wäre möglich« ist Sony-PR-Jargon für »Ja, das ist passiert«. Wenn es Sony nicht wüsste, dann würde sie sagen »Wir prüfen das gerade«.

Ich habe mit Mastercard telefoniert (teils als Recherchezuarbeit für diesen Artikel, aber auch aus persönlichem Interesse), und dort hat man mir gesagt: »Wir raten alle betroffenen Kunden, die Karten sperren zu lassen.«
Selbst wenn noch nichts abgebucht wurde oder wird, kann das in 4 Monaten passieren, wenn man vielleicht gar nicht mehr damit rechnet.

Die Argumentation von Mastercard klang sehr plausibel: Was habe ich denn für einen Nachteil? Ich bekomme innerhalb von wenigen Tage kostenfrei eine neue Karte zugesandt. Damit sind meine alten Kartendaten wertlos. Natürlich könnte ich falsche Buchungen zurückfordern, aber (so auch die Argumentation von Mastercard) das ist mit deutlich mehr Aufwand und Zeit verbunden, als einfach jetzt die Karte zu sperren.
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Talvoniel
#9 | 27. Apr 2011, 14:32
Moderner Cyberkrieg. Shadowrun lässt grüssen...
einfach nur heavy was die da geschafft haben!
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HivefleetTitan
#10 | 27. Apr 2011, 15:17
Zitat von Daniel Raumer:
Wieso Panikmache? »Es wäre möglich« ist Sony-PR-Jargon für »Ja, das ist passiert«. Wenn es Sony nicht wüsste, dann würde sie sagen »Wir prüfen das gerade«.


Genau da liegt das Problem. »Es wäre möglich« ist eben nicht gleich »Ja, das ist passiert«. Mir ist klar, daß da eine Menge Firmenpolitik dahintersteckt um den Gesichtsverlust einzudämmen. Dennoch solltest Du hier die gesetzlichen Regelungen berücksichtigen. Ich habe nicht die Zeit für eine vollständige Recherche, aber basierend auf was ich bisher gelesen habe, fand die Gesetzgebung des US Bundesstaats Kalifornien Anwendung. Diese besagt wohl, daß schon bei einem Verdachtsmoment der Kunde informiert werden muss. Das »Ja, das ist passiert« ist also deine persönliche Interpretation, wobei ich nicht ausschließen möchte, daß Du womöglich recht hast. Jedoch läßt Sonys derzeitige Aussage mehrere Interpretationen zu.

Zitat von Daniel Raumer:
Ich habe mit Mastercard telefoniert (teils als Recherchezuarbeit für diesen Artikel, aber auch aus persönlichem Interesse), und dort hat man mir gesagt: »Wir raten alle betroffenen Kunden, die Karten sperren zu lassen.«
Selbst wenn noch nichts abgebucht wurde oder wird, kann das in 4 Monaten passieren, wenn man vielleicht gar nicht mehr damit rechnet.


Interessant, was für unterschiedliche Statements man bekommt, je nachdem wen man fragt. Da kann ich nur erneut meine Bank zitieren, welche zu mir gesagt hat, daß derzeit kein Grund existiert, seine Karte sperren zu lassen. Mal sehen wie es weitergeht.

Gruß

edit: Ich vermute mal, Du bist auch der Autor des "Ratgebers".
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