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Eurogamer - Webseite schafft Wertungen für Spiele ab

Die Spieleseite Eurogamer schafft ab sofort die bisherigen Bewertungen für Spiele in Zahlen ab und wechselt auf ein dreistufiges Empfehlungssystem. Außerdem werden Spiele generell nicht mehr vor dem finalen Release (z.B. Review- oder Debug-Versionen) getestet.

Von Philipp Elsner |

Datum: 10.02.2015; 13:20 Uhr


Eurogamer :

Die Spielewebseite Eurogamer.net und ihr deutsches Pendant Eurogamer.de schaffen ab sofort ihr bisheriges Wertungssystem ab. Wie aus dem entsprechenden Artikel hervorgeht, werden zukünftig nur noch Empfehlungen in den Stufen »Essential« für Pflichtkäufe, »Recommended« für Kaufempfehlungen und »Avoid« als Kaufwarnung oder gar keine Empfehlung vergeben. Eine Einschätzung des getesteten Spiels soll dann ein Textfazit liefern.

Begründet wird der Schritt mit der Veränderung der Branche in den vergangenen 15 Jahren. Die Spieleentwicklung bewege sich weg von einem fertigen Produkt hin zu einem kontinuierlichen Service. Durch Day-One-Patches, DLCs, Early Access und viele weitere Faktoren, werde es zunehmend schwieriger, einem Titel mit einer endgültigen Zahlenwertung gerecht zu werden. So stelle sich die Frage, wie man z.B. ein herausragendes Spiel mit starken Serverproblemen oder einen Titel mit perfekter Spielbarkeit aber furchtbarem Design bewerten solle.

Eurogamer kündigte außerdem an, nur noch finale Verkaufsversionen endgültig zu bewerten. Presseversionen, Vorab-Zugänge durch Debug-Codes oder Test-Events beim Publisher werde man nicht mehr in der Bewertung berücksichtigen. Stattdessenn will man sich in Zukunft an die Versionen halten, die auch die Endverbraucher kaufen. Generell sollen Reviews (vor allem von Online-Spielen) daher später erscheinen. Updates von Tests will Eurogamer damit vermeiden - sollte es größere Veränderungen bei einem Spiel geben, soll stattdessen ein neuer Test erscheinen.

Die mittlerweile geschlossene Webseite Joystiq hatte im Januar 2015 ebenfalls das Wertungssystem für Spiele mit ähnlicher Begründung abgeschafft und ein kurzes Fazit als Ersatz für eine Bewertung eingeführt.

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ama2k
#1 | 10. Feb 2015, 13:35
Solltet ihr euch ein Beispiel dran nehmen ;)
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Nohohon
#2 | 10. Feb 2015, 13:37
>>Begründet wird der Schritt mit der Veränderung der Branche in den vergangenen 15 Jahren. Die Spieleentwicklung bewege sich weg von einem fertigen Produkt hin zu einem kontinuierlichen Service. Durch Day-One-Patches, DLCs, Early Access und viele weitere Faktoren, werde es zunehmend schwieriger, einem Titel mit einer endgültigen Zahlenwertung gerecht zu werden. So stelle sich die Frage, wie man z.B. ein herausragendes Spiel mit starken Serverproblemen oder einen Titel mit perfekter Spielbarkeit aber furchtbarem Design bewerten solle.<<

Und was wird die GamePro/GameStar machen? Hoffentlich hat man da eigene Argumente und bringt nicht genau das Gleiche... Immerhin hat man ja nach Meinungen gefragt, die dann bitte auch mit einfließen sollen. Wobei die Argumente die genannt werden wirklich sehr hervorragend und gut sind!

Bleibt nur offen was "furchtbares Design" wäre - wenn nicht überwiegend Geschmackssache.
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momolder
#3 | 10. Feb 2015, 13:38
Ich hoffe da ziehen ein paar Seiten nach... Eine sehr gute Sache und die Diskusionen um 2% zu viel oder zu wenig enden wenigstens auf EG dann endlich.
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WNxKraid
#4 | 10. Feb 2015, 13:49
Wenn ein Spiel unfertig veröffentlicht wird, dann soll sich das meiner Meinung nach auch auf die Wertung Niederschlagen.

Zumindest bei Einzelspieler Spielen gilt auf jeden Fall: Wer nicht zuende entwickelt gehört abgestraft.

Wenn bei Multiplayer Titeln zum Testzeitpunkt die Server noch nicht gehn, kann man ja ggf. später testen.
Ein paar Veränderungen im Balancing und Bugfixes sollten das Testergebnis aber kaum nennenswert beeinflussen.

DLC wird sowieso auch gesondert bewertet.

Man muss der Veröffentlichungspolitik vieler Publisher ja nicht noch mit einem derartigen Bewertungssystem den Ritterschlag verpassen.

Sind das bei Eurogamer jetzt auch die "letzten Zuckungen" vor dem aus?
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Nohohon
#5 | 10. Feb 2015, 13:58
Zitat von WNxKraid:
Sind das bei Eurogamer jetzt auch die "letzten Zuckungen" vor dem aus?


Vielleicht gehört Eurogamer heimlich zu GameStar/GamePro und mal will hier das Werten ohne Zahlen testen...? ;)
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Misanthropy
#6 | 10. Feb 2015, 14:05
Irgendwie zu schwarz-weiß, das System. Absolut ja, ja und nein. Nix dazwischen!
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modulaire
#7 | 10. Feb 2015, 14:07
Ob man die Wertungen ganz abschaffen muss, weiß ich nicht.

Zumindest kann man die Skala verkleinern, sodass es maximal 5 verschiedene Bewertungen gibt. Das reicht - zusammen mit dem Text und einem abschließenden Fazit - vollkommen aus. Exzellent/Gut/Durchschnittlich/mies/niemals kaufen.

Wertungen wie 82,2 %, die es ja bei einigen Plattformen gibt, sind vollkommen lächerlich.
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InsertName0815
#8 | 10. Feb 2015, 14:09
Obwohl ich die Abschaffung eines klassischen Wertesystems nach Punkten begrüße, wären mir 3 Kategorien (A, B, C) dann doch etwas zu wenig. Das führt mMn zu einer Verwaschung des Ergebnisses. Als Beispiel nenne ich hier die Bewertung von FFH-Gebieten im Naturschutz, die in die Erhaltungszustände A, B oder C eingeordnet werden. Das führt dazu, dass ca. 95% aller Schutzgebiete im Endeffekt als B eingestuft werden, da sich positive und negative Aspekte in der Bewertung oftmals ausgleichen. Außerdem neigen Menschen generell dazu, nicht ins Extreme zu gehen (A, C), sondern bevorzugen eher die "goldene Mitte" B. Wenn dann der Großteil aller Spiele mit B bewertet wird, verliert die Kategorie in gewisser Weise ihre Aussagekraft.

Ich persönlich würde, wenn überhaupt, neben dem Textfazit ein Wertungssystem in 5 Kategorien bevorzugen. Das würde noch etwas mehr Nuancen zulassen. Beispiel:

A (++) = Pflichtkauf

B (+) = (Uneingeschränkte) Kaufempfehlung

C (+-) = Bedingte / Eingeschränkte Kaufempfehlung
z.B. für Fans des jeweiligen Genres, für Nostalgiker o.Ä.
D (-) = Bedingte / Eingeschränkte Kaufwarnung
d.h. wenig empfehlenswert
E (--) = (Uneingeschränkte) Kaufwarnung
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Misanthropy
#9 | 10. Feb 2015, 14:10
Schulnotensystem FTW
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zig79
#10 | 10. Feb 2015, 14:56
Zitat von Misanthropy:
Irgendwie zu schwarz-weiß, das System. Absolut ja, ja und nein. Nix dazwischen!


es gibt ja auch noch KEINE bewertung. das entspricht dann also 4 abstufungen. mehr werden in der praxis kaum verwendet.
ein 100% system ist auf jeden fall viel zu genau um so etwas subjektives wie spielspass zu bewerten.
ein 5/5 system bei dem das spektrum komplett ausgereizt wird ist am einfachsten. alternativ finde ich aber auch ein 10/10 system gut. das ist immer noch angenehm ungenau. auch wenn in einem 10/10 system selten das ganze spektrum verwendet wird. das ist aber dann evtl auch für publisher angenehmer. ;)
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