Beyond: Two Souls - PlayStation 3
Adventure  |  Release: 08. Oktober 2013  |  Publisher: Sony Computer Entertainment  |  auch für: PlayStation 4
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Fazit

Wertung

Beyond: Two Souls Test Wenig Spiel, viel Film

Mehr als nur eine Geistergeschichte? Das ist Beyond: Two Souls auf jeden Fall. Im Test zu Quantic Dreams langerwartetem PS3-Exklusivtitel fragen wir uns allerdings: Ist das noch ein Spiel oder schon ein Film?

Von Tobias Veltin |

Datum: 08.10.2013


Zum Thema » Beyond - Making-of Interview mit den Schauspielern » Beyond - Galerie Artworks & Konzeptzeichnungen » Beyond - Making-of Die Orchester-Musik » Beyond - Making-of Ursprünge und Story » Let's Play Beyond: Two Souls Gameplay mit GameTube Jodie Holmes hat eine Gabe - und ein Problem. Seit ihrer Geburt ist sie mit einer geisterartigen Existenz namens Aiden verbunden, kann mit ihr sprechen und sie kontrollieren. Was erst mal cool klingt, bringt Jodie aber auch ein ums andere Mal in Bedrängnis. Das PlayStation-3-exklusive Beyond: Two Souls, das vom Designer David Cage erdacht und vom Heavy Rain-Studio Quantic Dream entwickelt wurde, erzählt die Geschichte dieses Schicksalspaars. Wir haben Jodie und Aiden für unseren Test bis zum Ende verfolgt und uns dabei vor allem gefragt, ob Beyond neben erzählerischen auch spielerische Qualitäten entwickelt, an denen es den stimmungsvollen, aber (mini)spielerisch simplen Cage-Werken Heavy Rain und Fahrenheit bekanntlich mangelte.

Beyond begleitet Jodie (verkörpert von der Schauspielerin Ellen Page) von Kindesbeinen bis ins Alter von etwa 30 Jahren. Die Geschichte wird dabei allerdings nicht am Stück, sondern episodenhaft erzählt und springt zwischen bestimmten Sequenzen und Altersabschnitten hin und her. Das verwirrt zunächst, lässt uns aber auch jederzeit wach und aufmerksam die Story verfolgen. Zumal diese mit Abstand die größte Stärke von Beyond: Two Souls ist. Jodie und ihre eigenartige Gabe lösen nämlich viele Konflikte aus.

Wir erleben mit, wie Jodie als kleiner Stöpsel von ihrem Adoptivvater als Monster beschimpft wird und sind dabei, als sie wegen ihrer Fähigkeiten das Interesse einer paranormalen Unterabteilung des CIA weckt. Dort findet sie mit dem Forscher Nathan Dawkins (dargestellt vom Schauspiel-Urgestein Willem Dafoe) und dem Pfleger Cole eine Art neue Familie. Doch Jodie merkt schnell, dass man sie wegen Aiden nie als normalen Menschen akzeptiert wird, ihr Verhältnis zur geisterhaften Existenz schwankt zwischen Verbundenheit und Hass.

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Beyond: Two Souls
Diese Geburstagsparty eskaliert, als sich die Jugendlichen über Jodies Geschenk und ihre Tätigkeit bei der paranormalen CIA-Einheit lustig machen.

Die deutsche Version

Beyond erscheint hierzulande nicht in der Originalfassung. Bei der deutschen Version wurden ein paar kosmetische Veränderungen vorgenommen, die laut Sony allerdings »keine Auswirkungen auf Gameplay oder Story« haben sollen. Laut eigener Aussage waren die Änderungen notwendig, um die gewünschte Freigabe ab 16 Jahren zu erhalten. Auch der Import aus dem europäischen Ausland bringt keine Abhilfe: Die PEGI-Versionen aus dem Umland sind mit der USK-Fassung identisch.

Klasse Charaktere

Später begleiten wir Jodie bei ihrer Ausbildung in einer CIA-Spezialeinheit, erleben mit ihr Auslandseinsätze und immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, in die Zeit der Experimente mit Nathan und Cole. Ein Ausflug in Wüste von New Mexico ist ebenso Bestandteil der Reise, die schließlich in einem erfreulich zufriedenstellenden Finale mündet, das viele Fragen beantwortet, aber längst keinen Wow-Effekt entfaltet. Zu zentralen Themen von Beyond avancieren vor allem die Beziehung von Jodie und Aiden, aber auch der Tod spielt eine wichtige Rolle.

Beyond: Two Souls : Jodie wird bei der paranormalen Unterabteilung der CIA von Nathan Dawkins unter die Fittiche genommen. Jodie wird bei der paranormalen Unterabteilung der CIA von Nathan Dawkins unter die Fittiche genommen.

Die einzelnen Episoden reißen wir hier allerdings bewusst nur an, denn Beyond besteht hauptsächlich aus dem Erleben der Geschichte. Wer davon schon vorab zu viel mitbekommt, hat kaum einen Grund, den Titel anschließend noch selbst zu spielen. Obwohl: Soviel »Spiel« steckt in Beyond: Two Souls sowieso nicht. Denn wie auch in Quantic Dreams letztem Werk Heavy Rain wähnen wir uns hier eher im Kino als vor einem Videospiel. Allerdings ist Jodies Abenteuer eher Drama und später Science-Fiction-Erzählung, während Heavy Rain deutlich stärker in die realistische Thriller/Krimi-Richtung ging.

Beyond: Two Souls : Sequenzen wie die Verabschiedung von Jodie und ihrer Mutter sind sehr emotional. Sequenzen wie die Verabschiedung von Jodie und ihrer Mutter sind sehr emotional. Seine erzählerische Faszination schöpft die Geschichte vor allem aus den starken Charakteren, insbesondere Jodie und ihre väterlichen Freunde Nathan und Cole wachsen uns ziemlich schnell ans Herz. Die hervorragenden Zwischensequenzen zeigen durch die erstklassige Mimik lebensnah die Emotionen der Charaktere; Wut, Trauer und Entsetzen sind jederzeit zu erkennen, eine Leistung, die in dieser Form und Klasse nicht viele Spiele zustande bringen. Dadurch bekommt Beyond auch eine besondere Glaubwürdigkeit, auch wenn die Thematik um Geister und unsichtbare Existenzen auf den ersten Blick eher wie Hokuspokus erscheint.

Doch Beyond setzt immer wieder schöne menschliche Akzente, zum Beispiel in der Szene, in der Jodie einer Obdachlosen bei der Geburt ihres Babys hilft. Genauso ist ihre Nervosität spürbar, als sie sich auf das Abendessen mit CIA-Mann Ryan vorbereitet, in den sie heimlich verschossen ist. Es sind viele kleine Momente, die Beyond auszeichnen und auch beim Spieler echte Emotionen wecken. Wenn sich Jodies Adoptivmutter in der Forschungseinrichtung mit tränenerstickter Stimme von ihrer Tochter verabschiedet, dann sitzt auch uns ein dicker Kloß im Hals. Im Verlauf des Spiels gibt es aber auch (vor allem optisch) pompösere Momente (zumal es später deutlich chaotischer und actionreicher wird), Beyond findet aber stets eine gute Balance zwischen ruhigen und rauen Momenten.

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laughin-man
#1 | 08. Okt 2013, 18:28
Ich hatte ehrlich gesagt mit einer niedrigeren Wertung gerechnet, da mich das bisher gespielte mehr enttäuscht als angesprochen hat. Vor allem die Aiden abschnitte bremsen imo den Spielfluss viel zu stark und ich hätte mir eine klarere Linie gewünscht anstatt dem spieler freiheit vorzutäuschen die er sowieso nicht hat.
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Biber Bernd
#2 | 08. Okt 2013, 18:45
Das ist also das ultimative Blockbuster-Game?
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paulDS
#3 | 08. Okt 2013, 18:45
Ich freue mich auf das Spiel.
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X_MCX_X
#4 | 08. Okt 2013, 19:27
David Cage scheint aus seinen Fehlern nicht zu lernen.
Logiklücken und Charaktere, die sich ineinander verlieben nachdem sie 2 Minuten miteinander verbracht haben gab es schon in Fahrenheit und ist damals schon stark negativ aufgefallen.
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Mentor
#5 | 08. Okt 2013, 20:06
Die Wertung geht innordnung. So hätte ich auch Heavy Rain gewertet damals.
Liegt einfach daran dass das Gameplay absoluter Müll ist wie schon in Heavy Rain und Fahrenheit.
Da kriegt Quantic Dream nix gebacken. Sollten wohl doch eher Filme machen anstatt Videospiele.
Ein Videothek besuch wird es bei mir werden. Mehr ist mir ein Film mit paar knöpfchen drücken nicht wert.
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Black Baron
#6 | 08. Okt 2013, 20:49
Ganz schön viel Gemoser im Text... und einiges davon liest sich so, als könnte ich der Tester gewesen sein, mich regten nämlich die Knöpfchendrückereien in Fahrenheit schon ziemlich auf, besonders wenn man unter Zeitdruck stand und erstmal überhaupt kapieren musste, was von einem verlangt wurde.

Ganz davon abgesehen halte ich David Cage auf Grund seiner Aussagen in Interviews für ganz schön selbstgefällig und extrem arrogant... er hat meiner Meinung nach noch nichts geleistet, um eine solche Haltung einnehmen zu können. Daher verweise ich den Herren Cage gerne mal an die Herren bei BioWare, die hinter der Mass-Effect-Trilogie standen... dort ist bei Leibe auch nicht alles perfekt, aber besonders Mass Effect 2 u. 3 sind gute Beispiele für eine Verbindung zwischen Film und Spiel.

Eines muss man Beyond aber lassen, optisch macht das Spiel sehr viel her, bei Quantic Dream hat man durchaus ein gutes Gespür für Kameraführung und Optik. Nur wenn diese Minigame/Quicktime-Sachen genauso "ungfuhrig" sind wie in den letzten beiden Spielen... dann verzichte ich lieber. Ich werde mir aber wohl die erste halbe oder ganze Stunde als LP ansehen und versuchen mir da ein Bild zu machen (vor allem an Hand der "live"-Reaktionen des LPs).

Edit: Achja, es gibt scheinbar ne Demo... mal sehen.

Achja, an die Redaktion: Der Artikel enthält doch arg viele Fehler... bitte mehr Mühe beim Korrekturlesen (sofern getätigt) geben. Und auf einen inhaltlichen Fehler möchte ich verweisen: Herr Veltin behauptet auf Seite 1 fälschlicherweise, dass Heavy Rain das erste Spiel von Quantic Dream gewesen wäre... Nomad Souls wäre korrekt... das sollte nicht nur einem Spieleredakteur nicht passieren, vor allem sollte das auch nicht passieren, wenn nur ein oder zwei Tage zuvor auf der GameStar-Seite ein Nostalgie-Artikel zu eben jenem tatsächlichen Erstling von Quantic Dream veröffentlicht wird.
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Dragon29
#7 | 08. Okt 2013, 21:47
Viel Film, wenig Spiel...hmmm, wo hab ich das schon mal gehört....ach ja, bei de MGS Reihe.
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Redjac
#8 | 09. Okt 2013, 00:31
@Black Baron: Ich gebe dir Recht. David Cage ist ein absoluter Unsympath, der tatsächlich dreist genug war, zu behaupten, Gebrauchtkäufer wären schlimmer als Raubkopierer und auch sonst nur Reden schwingt. Und was er sich spielerisch für Fahrenheit und Heavy Rain erlaubt hat, ist eher fragwürdig.
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BoR85
#9 | 09. Okt 2013, 02:13
Was ist denn daran fragwürdig? Ich fand Fahrenheit und Heavy Rain klasse. Heavy Rain war der Grund warum ich mir die PS3 geholt habe. Man kann es entweder mögen oder nicht. Fragwürdig ist daran überhaupt nichts. Eine Art interaktiven Film zu spielen hat mich bei den Spielen gereizt. Es gibt keine vernünftigen Vergleiche zu anderen Spielen, weil es eben diese nicht gibt. Mut zur Lücke in die ich mich auch gerne zwänge.
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0acht15
#10 | 09. Okt 2013, 04:00
eben alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.
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Details zu Beyond: Two Souls - PlayStation 3

Cover zu Beyond: Two Souls - PlayStation 3
Plattformen: PS3 PlayStation 4
Genre Adventure
Untergenre: -
Release D: 08. Oktober 2013
Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwickler: Quantic Dream
Webseite: http://beyondps3.com/
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Spiel empfehlen:
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