Medal of Honor: Warfighter - PlayStation 3

Ego-Shooter  |  Release: 25. Oktober 2012  |  Publisher: Electronic Arts  |  auch für: Xbox 360 PC
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Medal of Honor: Warfighter im Test

Eine Frage der (Shooter-)Ehre

Neuer Versuch: Mit Medal of Honor: Warfighter will der Entwickler Danger Close den mauen Vorgänger vergessen machen. Mit mehr Abwechslung - und mehr Handlung. Ob's funktioniert, lest ihr im Test.

Von Kai Schmidt, Daniel Matschijewsky |

Datum: 26.10.2012


Zum Thema » Vergleichs-Video: Der Multiplayer-Modus Medal of Honor: Warfighter vs. Battlefield 3 » Medal of Honor: Warfighter - FAQ Alles zu Sprachen, DLCs & Uncut-Version Eine gehörige Portion Skepsis ist es, die uns begleitet, als wir Medal of Honor: Warfighter für PlayStation 3 und Xbox 360 starten. Kein Wunder, schließlich erinnern wir uns nur zu gut an den Vorgänger von 2010, der vom Publisher Electronic Arts zum rundum aufgefrischten Serien-Neustart hochgepuscht wurde, letztlich aber enttäuschte.

Nun gelobt der Entwickler Danger Close Besserung: Warfighter soll mehr Abwechslung bieten, uns in noch spektakulärere Anti-Terror-Einsätze schicken und dabei auch noch eine emotional packende Geschichte erzählen. Das macht Warfighter tatsächlich zu einem ansatzweise besseren Spiel. Aber noch längst nicht zu einem wirklich großartigen.

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So kann's losgehen

Der Auftakt der Story-Kampagne schickt uns an den Hafen der pakistanischen Küstenstadt Karatschi. Hier sollen wir als Elitesoldat »Preacher« gemeinsam mit unserem KI-gesteuerten Kollegen »Mother« die illegale Waffenlieferung einer im Nahen Osten operierenden Terrorzelle sabotieren. Doch der Einsatz geht gründlich schief. Denn als wir den Lieferwagen in die Luft jagen, explodiert das daneben geparkte Containerschiff gleich mit. Prompt entwickelt sich das Tutorial zum Inferno allererster Roland-Emmerich-Güte.

Medal of Honor: Warfighter
In Medal of Honor: Warfighter schlüpft ihr in die Rolle von Preacher, um gegen den Terror zu kämpfen.

Der Pier bebt, überall kracht und knallt es, und tonnenschwere Container werden von den Detonationen meterweit durch die Luft geschleudert. Bevor wir realisieren können, was da eben passiert ist, hetzen wir im Eiltempo durch die Katastrophe, ballern auf verwirrte Gegner, holen sogar den obligatorischen Helikopter vom Himmel und können schließlich mit einem Schlauchboot fliehen – so spektakulär darf ein Ego-Shooter gerne anfangen.

Alter Anti-Terror-Hut

Im Verlauf der rund sechs Spielstunden umfassenden Kampagne finden wir heraus, was bei dem Karatschi-Einsatz schief gelaufen ist, spüren die Hintermänner des Terror-Netzwerks auf und jagen sie quer über den Globus, von Pakistan über die Philippinen, den Jemen und Sarajevo bis nach Dubai.

Medal of Honor: Warfighter : Medal of Honor: Warfighter macht keine Experimente und nimmt den Terror ins Visier. Medal of Honor: Warfighter macht keine Experimente und nimmt den Terror ins Visier. Medal of Honor: Warfighter gibt sich dabei allerdings kaum Mühe, dem ausgelutschten Anti-Terror-Szenario frisches Leben einzuhauchen. Böse Araber, noch bösere Serben, geklauter Super-Sprengstoff - kennen wir alles schon. Was ideenarm klingt, ist es auch, zumal uns das Spiel nicht mal einen greifbaren Oberschurken vorsetzt, den wir über alles hassen dürfen. Dem Bösen von Warfighter fehlt das Gesicht, Modern Warfare 3 löst das mit seinem Erzmistkerl Makarov deutlich besser.

Das einzige Herausstellungsmerkmal der Warfighter-Story ist Preachers persönliche Geschichte, die vor jedem Einsatz in aufwändig animierten Rendersequenzen erzählt wird. Darin versucht der zwischen Ehrgefühl und Pflichtbewusstsein gegenüber seiner Familie hin- und hergerissene Soldat, seine auf der Kippe stehende Ehe zu retten.

Diese Sequenzen gehören zu den emotionalen Höhepunkten des Spiels und heben sich angenehm vom Hurra-Patriotismus eines Call of Duty ab. Allerdings reizen die Autoren das Potenzial nicht aus. Denn in den Einsätzen selbst gibt Preacher kaum ein Wort von sich, seine Gedanken bleiben uns verschlossen, was ihn zur stupiden Ballermaschine macht und die eigentlich gelungenen Filmclips mit der Familie aufgesetzt wirken lässt.

Medal of Honor: Warfighter : Während die Zwischensequenzen emotionale Einblicke in Preachers Privatleben gewähren…

Gute Story...
Während die Zwischensequenzen emotionale Einblicke in Preachers Privatleben gewähren…

Hier vergibt Danger Close eine große Chance, der Handlung mehr Tiefe und einen glaubhaften Rahmen zu verleihen. Denn ein klarer roter Faden fehlt, zwischen Preachers Einsätzen gibt es Zeitsprünge, die nicht mal ansatzweise erklärt werden. So müssen wir immer wieder rätseln, warum genau uns Warfighter nun schon wieder woanders hinschickt – und was wir dort sollen. Unterm Strich wirken die Missionen wie (für sich gesehen durchaus unterhaltsame) Einzellevels, die lieblos zusammengestöpselt wurden. Da spannt selbst der Russen-Terroristen-Weltkrieg von Modern Warfare 3 einen deutlich verständlicheren Handlungsschirm über die Schießereien.

Ebenfalls ärgerlich: Obwohl uns die Warfighter-Handlung im Test zumindest ein, zwei Mal durch unerwartete Szenen überraschte, enttäuscht auch das Finale. Zum einen kommt es ohne bemerkenswerte Höhepunkte daher, zum anderen lässt es uns auch mit vielen Fragen zurück. Haben wir den Kampf überhaupt gewonnen? Was passiert mit den involvierten Parteien? Und wie geht es mit Preacher und seiner Familie weiter? All das beantwortet Warfighter kaum – wir sehen uns dann in Warfighter 2.

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Big Fat Kill
#1 | 26. Okt 2012, 14:52
sry EA, aber der COD Hype Train ist schon vor ein paar Jahren abgefahren.
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megakay
#2 | 26. Okt 2012, 15:05
Die meisten der Minus-Punkte kann man auch für CoD anwenden. Sogar das Fazit.
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The Soldier
#3 | 26. Okt 2012, 16:03
Würde CoD draufstehen, hätte das Game mit Sicherheit auch ne 93er Wertung, wie MW3 bekommen.
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Master Chief 1978
#4 | 26. Okt 2012, 16:26
Zitat von megakay:
Die meisten der Minus-Punkte kann man auch für CoD anwenden. Sogar das Fazit.


Und deshalb sollte man das bei COD mit der Wertung genauso handhaben finde ich. Zu BO2 kann ich nichts sagen, BO1 gefiel mir aber tatsächlich etwas besser als die Modern Warefares und die Treyarch Dinger davor!

Das letzte Medal of Honor das ich gespielt habe war Airborne und ich denke das wird auch so bleiben.
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GeQo
#5 | 26. Okt 2012, 21:25
MoH ist einmal mehr Mist, na wer hätte das gedacht...
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TrueCore
#6 | 26. Okt 2012, 23:20
Hab das fertige Spiel noch nicht gespielt. Aber mir hat auch schon die Beta gereicht. Da wurde einem nicht nur ideenlose Shooterkost, die CoD kopiert geliefert, sondern das auch noch schlicht und ergreifend langweilig. Standard aber noch nicht mal guter.
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Jehuty1979
#7 | 26. Okt 2012, 23:53
Das "wir haben alles 100x gesehen Prinzip" kann man bei MW3 auch negativ auslegen. Wenigstens die Grafik ist ne Stange besser bei MoH Warfighter. Hätte der Titel MW4 geheißen währen wohl wieder 90 % bei rumgekommen. Liebe Gamepro und bei CoD Black Ops 2 ist dann das Prinzip des alles total ausgelutsch daherkommt eine asbach ural Grafikengine, Schlachlevel und Scripst ohne Ende wieder in Ordnung und rechtfertigen eine Topwertung bei erscheinen? Sehr komisch das ganze...
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TanteTom
#8 | 27. Okt 2012, 02:59
hey immerhin gibts nen betacode für battlefield 4 ... für nen 10ner kann mans also später getrosst mitnehmen ;-)

fand aber zumindest das letzte MoH gar nicht so schlecht...hab aber auch quasi kein geld dafür ausgeben müssen...

finde aber auch cod immer ganz cool...leihe die jedes mal für 1€ (mit gutschein 2tage zum preis von einem) aus der videothek aus und hab immer meinen spass damit gehabt (auch nicht schlecht das die so kurz sind...dann sehe ich wenigstens den abspann)...multiplayer juckt mich bei den spielen auch nicht (mir reicht bf)
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Echelon
#9 | 27. Okt 2012, 09:12
Wird ja auch im Testvideo mehr als nur einmal gesagt, dass die anderen Spiele in dem Bereich es nicht besser machen.
Von daher dürfte man eigentlich erwarten, dass das nächste CoD eigentlich auch nicht besser abschneiden dürfte, wobei ja hier allein durch das "Nahe-Zukunft-Setting" endlich mal mehr Variation in der Gegnervielfalt möglich wäre (aber das hab ich auch schon damals bei MW1 gedacht; ausgenutzt wurde es nur bedingt).
Sollte es tatsächlich wieder nur ein weiterer Militärshooter XY werden, dann erwarte ich ernsthaft keine bessere Wertung als hier bereits. Alles andere ist einfach nur unglaubwürdig. Streng genommen müsste es sogar noch schlechter ausfallen, weil veraltete Grafik. Gut, ich weiß. Grafik ist nicht alles, aber wenn man sonst nix mehr zu bieten hat, was ja ganz offensichtlich der Fall ist.

PS: Hat eigentlich auch nur einer von euch beim Ratespiel zu Beginn des Testvideos richtig gelegen? Ich hab mich da echt schwer getan. :aua:
Gut, Battlefield hab ich erkannt, aber das auch nur wegen dem HUD ^^
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Memmnarch
#10 | 27. Okt 2012, 21:31
Ziemlich hoch die Wertung. IGN vergibt 4.0 >>Bad, das sagt alles.
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Details zu Medal of Honor: Warfighter - PlayStation 3

Plattformen: PS3 Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 25. Oktober 2012
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Danger Close
Webseite: http://www.medalofhonor.com
USK: Keine Jugendfreigabe
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