The Elder Scrolls 5: Skyrim - PlayStation 3

Rollenspiel  |  Release: 11. November 2011  |  Publisher: Bethesda  |  auch für: Xbox 360 PC

Skyrim - Rollenspiel hat den Doppelmörder von Notzing nicht »entscheidend beeinflusst«

Bei der heutigen Urteilsverkündung gegen den 22-Jährigen Christoph W. folgte das Gericht nicht der Interpretation der Verteidigung, die das Rollenspiel Skyrim als Mitauslöser des Doppelmords von Notzing sah.

Von Christian Weigel |

Datum: 13.03.2013; 17:23 Uhr


Skyrim : Das Rollenspiel Skyrim hat laut Meinung der Richterin im Prozess gegen Christoph W. das Verhalten des Angeklagten nicht entscheidend beeinflusst. Das Rollenspiel Skyrim hat laut Meinung der Richterin im Prozess gegen Christoph W. das Verhalten des Angeklagten nicht entscheidend beeinflusst. Ein Jahr nach der Tat, bei der der 22-jährige Christoph W. seine Schwiegereltern im bayerischen Notzing ermordete, wurde heute der Prozess beendet. Im Verlauf der Verhandlungen stellte sich heraus, dass der junge Mann gerne Spiele wie Call of Duty oder Skyrim spielte.

Da sich im Tathergang gewisse Ähnlichkeiten zu Bethesdas Rollenspiel ergaben - Christoph W. mordete mit Axt und Messer - plädierte der Verteidiger darauf, dass der Täter letzten Endes, neben seiner heftigen Persönlichkeitsstörung, durch das »Drachentöterspiel« Skyrim beeinflusst worden sei. Verschiedene Presseorgane wie die Isar-Donau-Wald-Redaktion oder das Wochenblatt stellten diesen Zusammenhang recht reißerisch dar.

Die Richterin Gisela Eppert und andere Prozessbeteiligte nahmen sich die Zeit, die genannten Spiele in Augenschein zu nehmen. Die Mutter des Angeklagten erklärte sich bereit, die Spielkonsole (in anderen Meldungen ist von einem PC und einer Festplatte die Rede) ihres Sohnes zur Verfügung zu stellen.

Bei dem Spieltermin konnte Richterin Eppert zwar nicht nachvollziehen, warum es nötig sein soll, die Monster und Gegner zu töten, auf die der Spieler in Skyrim trifft - allerdings, so überzeugten sich die Prozessbeteiligten, sei Skyrim – was das Gewaltpotenzial betreffe – noch relativ harmlos und deshalb ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil wurde am 13. März 2013 verkündet, der Angeklagte wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht stellte außerdem die besondere Schuld des Täters fest, was eine vorzeitige Freilassung nach 15 Jahren ausschließt.

Die Richterin ließ sich von den Versuchen der Verteidigung, den Angeklagten als nicht schuldfähig darzustellen, nicht beeinflussen, wie br.de berichtet:

»Gegen eine Beeinträchtigung der Steuerungsfähigkeit spreche zum Beispiel der Tatablauf über mehrere Stunden oder der Versuch, die Tat im Anschluss zu vertuschen. Auch von Gewalt-Videospielen wie Skyrim, das der Angeklagte spielt, sei er nicht entscheidend beeinflusst worden.«

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SPRIGGAN
#1 | 13. Mrz 2013, 17:53
Wow, unsere Justiz ist doch nicht völlig unfähig. Daumen hoch für die Frau Richterin!
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grislischulz
#2 | 13. Mrz 2013, 19:20
"Der Angeklagte mordete mit Axt und Messer". So traurig wie das ganze ist so lächerlich ist dieser Satz. Weil jemand mit Axt und Messer mordet ist er von Skyrim beeinflusst worden ? Und wenn das nächste mal jemand mit einer Nagelpistole ermordet wird hat er zu viel Halo gezockt (Needler) oder was ?

In der Geschichte des Menschen hat man schon immer mit Äxten, Messer, Schwertern und Pistolen gemordet. Oft weil es das einzige war was die Menschen hatten. Eine Verbindung zwischen einer Waffe und einem Videospiel herzustellen ist unsinn.
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ThalionCirith
#3 | 13. Mrz 2013, 19:53
Ja ich kann auch nie nachvollziehen warum ich überhaupt Monster töten muss. Am besten man fasst sich gegenseitig an den Händen und singt n Lied zusammen.
Das man aber die Richterin nun feiert find ich ein bisschen naiv.
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MetalForever
#4 | 13. Mrz 2013, 20:01
Zitat von grislischulz:
"Der Angeklagte mordete mit Axt und Messer". So traurig wie das ganze ist so lächerlich ist dieser Satz. Weil jemand mit Axt und Messer mordet ist er von Skyrim beeinflusst worden ? Und wenn das nächste mal jemand mit einer Nagelpistole ermordet wird hat er zu viel Halo gezockt (Needler) oder was ?

In der Geschichte des Menschen hat man schon immer mit Äxten, Messer, Schwertern und Pistolen gemordet. Oft weil es das einzige war was die Menschen hatten. Eine Verbindung zwischen einer Waffe und einem Videospiel herzustellen ist unsinn.

Nunja das war ja die Idee der Verteidigung.
Weil man ne mildere strafe erreichen wollte
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Anmagor
#5 | 13. Mrz 2013, 20:34
Sowas kann sich die Verteidigung echt schenken. Ebenso wie entsprechende Politiker oder sonst wer. Gemordet wurde schon immer.
Sogar noch vor den ersten Videospielen ;8°)
Natürlich beeinflussen Videospiele das Leben bzw. auch die Psyche der Spieler. Wenn aber wirklich jmd. nach Videospiel-Vorbild morden sollten, dann liegt das an der bereits gestörten Person und nicht am Spiel. Basta. Aber das Thema bin ich echt langsam leid...
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Kamina
#6 | 13. Mrz 2013, 20:48
Hauptsache sie finden immer einen Grund das der Täter nicht 100% Schuld haben soll...
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derubor_indaril
#7 | 13. Mrz 2013, 21:04
Zitat von grislischulz:
Und wenn das nächste mal jemand mit einer Nagelpistole ermordet wird hat er zu viel Halo gezockt (Needler) oder was ?


Dann eher Quake, da gibt es nämlich eine Nagelpistole.
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juicebrother
#8 | 13. Mrz 2013, 21:49
Die einfachste Erklärung ist halt meist auch die, welche von der Allgemeinheit am ehesten angenommen wird. Anfang letzten Jahrhunderts waren es ethnische Minderheiten, welche den desolaten Zustand der damaligen Gesellschaft auf ihre Kappe nehmen mussten, während den 60'ern war es die Rockmusik, welche die Jugend zu Junkies und Rebellen machte, in den 80'ern war es Hollywood mit seinen brutalen Actionstreifen, welches das Seelenleben der Teenies verkorkste, in den 90'ern war es der Gangsterrap, welcher die Leute zur Gewalt anstachelte usw., usw., usw..

Naja, jede Erklärung, welche es dem Grossteil der Gesellschaft erspart, die Schuld bei sich selbst suchen zu müssen ist die bevorzugtere. Aber wie bereits weiter oben von Anmagor erwähnt, bin auch ich diese Diskussion und das simplistische Weltbild, das sie zeichnet mittlerweile einfach nur noch leid. Nichtsdestotrotz bin ich aber mal gespannt, wen oder was man als Sündenbock heranziehen wird, wenn die Generation, für die Videospiele einfach nur ein ganz normales Element ihres alltäglichen Lebens darstellen an die Stelle der alten Herrschaften nachgerückt sind, die derzeit noch die Richtung angeben...
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TanteTom
#9 | 13. Mrz 2013, 22:35
"Bei dem Spieltermin konnte Richterin Eppert zwar nicht nachvollziehen, warum es nötig sein soll, die Monster und Gegner zu töten, auf die der Spieler in Skyrim trifft"

nennt sich notwehr...sollte die alte eigentlich kennen...gibts im deutschen recht schließlich auch (wenn sie schon den bezug zur realität suchen)

oder sie nimmt meine goldene regel im bezug auf videospiele:
"wenn es sich bewegt muss man es töten"
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Sklave No.4
#10 | 14. Mrz 2013, 06:51
Zitat von juicebrother:


Naja, jede Erklärung, welche es dem Grossteil der Gesellschaft erspart, die Schuld bei sich selbst suchen zu müssen ist die bevorzugtere. Aber wie bereits weiter oben von Anmagor erwähnt, bin auch ich diese Diskussion und das simplistische Weltbild, das sie zeichnet mittlerweile einfach nur noch leid. Nichtsdestotrotz bin ich aber mal gespannt, wen oder was man als Sündenbock heranziehen wird, wenn die Generation, für die Videospiele einfach nur ein ganz normales Element ihres alltäglichen Lebens darstellen an die Stelle der alten Herrschaften nachgerückt sind, die derzeit noch die Richtung angeben...


Ganz deiner Meinung!
Ich habe irgendwie im Gefühl das der nächste Sündenbock das Internet im Allgemeinen ist.
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Details zu The Elder Scrolls 5: Skyrim - PlayStation 3

Plattformen: PS3 Xbox 360 PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 11. November 2011
Publisher: Bethesda
Entwickler: Bethesda Softworks
Webseite: http://www.elderscrolls.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
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