Tomb Raider - PlayStation 3

Action-Adventure  |  Release: 05. März 2013  |  Publisher: Square Enix  |  auch für: PlayStation 4 Xbox One Xbox 360 PC
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Tomb Raider in der Vorschau

Auch Grabräuber fangen mal klein an

Regen, Schlamm und ganz viel Blut: In Tomb Raider erlebt ihr Lara Crofts Wandlung vom weinerlichen Adelsfräulein zur knallharten Grabräuberin. Unsere Preview verrät, ob das genauso spannend ist, wie es sich anhört.

Von Kai Schmidt |

Datum: 04.12.2012


Zum Thema » Tomb Raider Video: Die Hauptdarstellerin » Tomb Raider Video: Die Story » Tomb Raider Video: Der Sound Tomb Raider für PlayStation 3, Xbox 360 und PC fängt ja gut an: »Ich … ich habe einige von ihnen töten müssen. Es war erschreckend einfach«, stammelt eine eingeschüchterte Lara nach etwa eineinhalb Stunden Überlebenskampf -- und gefühlten hundert gemeuchelten Gegnern. Als junge, unbedarfte Universitätsabsolventin verschlägt es die junge Frau im neuen Spiel nach einem Schiffsunglück auf ein tropisches Eiland, wo sie gleich einigen bis an die Zähne bewaffneten Piraten in die Hände fällt.

Als sie das erste Menschenleben nimmt, ist sie noch überrascht, zu was sie in einer Extremsituation offenbar imstande ist. Der Schock über ihre Tat steht der schluchzenden Lara Croft ins Gesicht geschrieben. Doch dann fällt es ihr immer leichter, Leben auszulöschen -- mit Pfeil und Bogen, Automatikpistole oder gar Maschinengewehr. Sie schleicht sich sogar von hinten an, um arglose Wachposten zu erwürgen oder ihnen kurzerhand das Genick zu brechen.

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Tomb Raider - Definitive Edition

Offene Schießereien mit Feinden in der Überzahl? Kein Problem! Leichen pflastern ihren Weg zu einem Funkturm, von dem aus sie ein SOS-Signal absetzen will. Vielleicht hatte Filmheld John Rambo recht, als er sagte: »Wenn man dich dazu zwingt, ist Töten so einfach wie Atmen.«

Jammerlappen oder Terminator?

Nein, die weinerliche Lara aus den Zwischensequenzen und die abgebrühte Kampfmaschine aus dem eigentlichen Spielverlauf haben nicht sehr viel gemeinsam. Wieder einmal zeigt sich, dass es knifflig ist, emotionale Geschichten und hochexplosive Action nachvollziehbar unter einen Hut zu bringen. Auch bei der spielerisch verwandten Uncharted -Reihe auf der PlayStation 3 zeigen sich immer wieder Diskrepanzen zwischen dem besonnenen Zwischensequenzen-Nathan und der Killermaschine, zu der er unter der Kontrolle des Spielers mutiert.

Tomb Raider : Auf der mysteriösen Insel bekommt es Lara mit blutgierigen Wölfen und anderen Gefahren zu tun. Auf der mysteriösen Insel bekommt es Lara mit blutgierigen Wölfen und anderen Gefahren zu tun. Doch gerade am Beispiel von Uncharted wird auch klar, dass ein solcher Unterschied zwischen erzählter und erspielter Geschichte nicht zwangsläufig schlecht sein muss. Man erlebt eine spannende Story, wird gut unterhalten, gelegentlich auch emotional berührt. Tomb Raider setzt auf ein ähnliches Konzept, rückt aber die zwischen den Schießereien erzählte, charakterliche Reise der zunächst unbekümmerten Lara Croft hin zur entschlossenen Revolverbraut in den Mittelpunkt. Beim etwa zweistündigen Anspielen des Reboots sind wir zunächst hin und her gerissen. Der Spagat zwischen weinerlicher junger Frau, die zum ersten Mal töten muss und dem fast schon ästhetischen Mordballett, das Lara zwischen Wölfen und Piraten tanzt, erscheint uns irgendwie ungelenk, irgendwie ungesund hingebogen.

Warum ballert Lara sofort wie eine Scharfschützin los? Hier hätte ein zunächst wackelndes Fadenkreuz oder größere Streuung beim Schießen authentischer gewirkt. Doch je länger wir die Preview-Fassung auf der Xbox 360 spielen, desto besser gefällt uns Tomb Raider. Uns fallen zwar immer wieder mal Brüche zwischen Spiel-Lara und Story-Lara auf, doch so derb wie zu Beginn sind sie nicht mehr. Trotzdem: Ganz astrein hat Crystal Dynamics das an sich spannende Konzept nicht umgesetzt. Vielleicht ist eine Jammerlara am Ende doch keine brillante Idee?

Vom Nachahmer inspiriert?

Offenbar hat sich Entwickler Crystal Dynamics die Eskapaden von Nathan Drake ganz genau angeschaut, um das Spielkonzept zu weiten Teilen zu übernehmen und zu verbessern. Kurios, wenn man bedenkt, dass Uncharted als Tomb Raider-Klon belächelt wurde. Der Schüler lernt vom Meister, entwickelt sich fort, um sein erweitertes Wissen schließlich wieder dem Meister zu vermitteln, der es seinerseits verfeinert.

Tomb Raider : Statt mit glühenden Rohren ballernd durch die Gegend zu laufen, ist es in Tomb Raider immer besser, ungesehen zu bleiben. Statt mit glühenden Rohren ballernd durch die Gegend zu laufen, ist es in Tomb Raider immer besser, ungesehen zu bleiben.

So setzt Tomb Raider etwa statt der aufeinanderfolgenden, linearen Level eines Uncharted auf eine Mischung aus Schlauchabschnitten und offeneren Arealen, die man nach Herzenslust erkunden kann. Ein weiteres Beispiel für gelungene Neuerungen ist das Erfahrungspunktesystem: Lara sammelt herumliegende Trümmerteile ein, um sie an Lagerfeuern, die gleichzeitig als Speicherpunkte dienen, gegen Waffenverstärkungen einzutauschen. Ebenfalls sehr nützlich sind die in den offenen Arealen herumstreifenden Tiere: Ähnlich wie John Marsten in Red Dead Redemption kann Lara ihre Jagdbeute ausnehmen, um Punkte zu sammeln, die sie in neue Fähigkeiten investiert.

So verbessert sie etwa ihre Kampffinesse oder sie holt durch erweiterte Überlebenskenntnisse mehr Erfahrungspunkte aus Kisten und Tieren heraus. Obwohl das Spiel zu Beginn auch ein Überlebenssystem andeutet, als Lara Fleisch beschaffen muss, um sich zu stärken, wird diese Idee im weiteren Spielverlauf nicht mehr aufgegriffen -- jedenfalls, soweit wir das anhand unserer Spielerfahrungen sagen können. Schade, ein Survivalfeature wie in Metal Gear Solid 3: Snake Eater hätte gerade in diesem auf »Ausgesetzt in der Wildnis« getrimmten Tomb Raider sicher seinen Reiz gehabt.

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Skar 850
#1 | 04. Dez 2012, 16:20
Hmm...die Idee mit dem zitternden Fadenkreuz am Anfang des Spieles halte ich nicht für übel.
Letzlich ist es ein einfacher Gedanke,wo ich mich wieder Frage,warum die Entwickler nicht auf so eine
Idee kommen.
Letzlich freue ich mich auf ein neues Tomb Raider aber mehr als auf die nächste Cod Ankündigung.
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dosouthboy
#2 | 04. Dez 2012, 17:06
Genau diesen Spagat zwischen "Jammerlappen und Terminator" hab ich nach den E3 Videos mit dem Wasserfall und der Schrotflinte befürchtet, leider haben die das auch so umgesetzt. Dadurch verliert das Spiel für mich schon wieder seinen großen Reiz, auch wenn ich auf jeden Fall mal reinspielen werde.
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Mentor
#3 | 04. Dez 2012, 17:43
Haut mich bisher so garnicht aus den Socken dieser Titel, ganz im Gegenteil. Dabei hab ich Tomb Raider immer gerne gespielt, aber das lässt mich bisher sehr kalt.
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oOSarahOo
#4 | 04. Dez 2012, 18:15
Das wird zwar ein neues Game, aber kein Tomb Raider mehr.
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Dragon29
#5 | 04. Dez 2012, 18:51
Ist bei Far Cry 3 auch nicht anders, zu Beginn ist der Spieler voll am rumheulen, weil sein Bruder die Feinde platt macht, aber nachdem man dann selber die erste Wumme bekommt, kann man eigentlich auch gleich losmarschieren und die Gegner ,ohne mit der Wimper zu zucken, platt machen.
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PhanZero
#6 | 04. Dez 2012, 23:03
Würde man das so umsetzen, dann würden sich zig Spieler beschweren, dass man zu Beginn nichts vernünftig trifft. Da wäre es schon besser, in den ersten paar Begegnungen das Spiel die Steuerung übernehmen zu lassen und den Spieler dabei zum Zuschauer machen. Das will aber auch keiner... schwierige Kiste für die Entwickler.

Als ich das neue Tomb Raider angespielt hatte, kam mir der Gedanke ja auch. Aber bei näherem Nachdenken: Ich würde es gar nicht so wollen.
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MileenA2001
#7 | 05. Dez 2012, 12:49
Zitat von Mentor:
Haut mich bisher so garnicht aus den Socken dieser Titel, ganz im Gegenteil. Dabei hab ich Tomb Raider immer gerne gespielt, aber das lässt mich bisher sehr kalt.


ja toll , dann bist du auch kein fan und hast die anderen höchsten mal 0815 gezockt. alles andere macht keinen sinn.

''oh ich bin ein fan und hab alle teile gezockt ....ööhh das neue gefällt mir vor release schon nicht buhuhuhu ''

wo ist da der sinn ??? ich unterstelle deshalb : du bist kein grosser fan der reihe und willst hier nur bisschen wichtig tun. das typische alles schlecht machen im vorraus was die heutige generation von zockern am besten kann.den einzigen nachteil den ich in diesem spiel bis jetzt sehe ist die eventuell kurze spieldauer.
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MileenA2001
#8 | 05. Dez 2012, 12:52
Zitat von oOSarahOo:
Das wird zwar ein neues Game, aber kein Tomb Raider mehr.


aha , steht aber tomb raider drauf ...komisch wie ?

das es ein neues spiel ist ist mir auch aufgefallen ^^
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stratoschfehre
#9 | 06. Dez 2012, 10:35
Hä? Seit wann gibt es bei Uncharted denn eine weibliche Heldin?
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YnisAvillion
#10 | 09. Jan 2013, 16:07
Halten wir mal eines fest, die Fans mussten viel mitmachen. In Teil 4 wollten sie sie einfach sterben lassen... Als dann AoD kam, war man erleichtert, dass es nich vorbei war, aber dann wieder über das schlechte game dermaßen enttäuscht. Legend war wieder geil, Underworld war wieder Mist. Und jetz haben die Entwickler es geschafft, mal eine Innovation zu starten, an der man später wieder wunderbar ansetzen kann. Wir Fans hatten es nicht leicht mit unsrer Heldin, deshalb MÜSSEN wir ihr immer wieder ne Chance geben, sonst haben wir sie bald nicht mehr. Für mich bis jetz eines der besten Teile schon jetzt, weil man endlich wieder eine klasse Atmosphäre zu spühren bekommt... Und doch mal ehrlich, ist es nicht mega aufregend zu sehen, wie Lara sich zu dem entwickelt, wie wir sie alle kennen und lieben?
Und grad das Gejammer macht sie ja so intressant, weil wir sie nicht so kennen... Und im Spielverlauf wird sie bestimmt richig hart... Was mich bloß mega stört, wie in Underworld, ist die rucklige und ungenaue Kletterengine... Da haben sie echt keine gute Arbeit gemacht.
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Details zu Tomb Raider - PlayStation 3

Plattformen: PS3 PlayStation 4 Xbox One Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 05. März 2013
Publisher: Square Enix
Entwickler: Crystal Dynamics
Webseite: http://www.tombraider.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
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