Day of the Tentacle Remastered - PlayStation 4
Point & Click  |  Release: 22. März 2016  |  Publisher: -  |  auch für: PS Vita PC
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Fazit

Wertung

Day of the Tentacle Remastered Test Wir werden gerätselt haben sein

Zurück in die Zukunft. Und Vergangenheit. Und Gegenwart. LucasArts’ Day of the Tentacle ist das großartigste Zeitreise-Adventure aller Zeiten. Das Remake auch?

Von Martin Deppe |

Datum: 22.03.2016


1993: Der Autor dieses Artikels spielt Day of the Tentacle auf dem PC – und kann nicht nachvollziehen, warum George Washington partout einen Kirschbaum fällen will.

2016: Der Autor dieses Artikels spielt Day of the Tentacle Remastered (jetzt auch für Konsolen!), löst das Kirschbaum-Rätsel nach 23 Jahren erneut. Und weiß immer noch nicht, was eigentlich dahinter steckt. Doch jetzt gibt's ja dieses Internet, und mit Google (und dem geschichtsbegeisterten Kollegen Markus Schwerdtel) findet er endlich raus, warum der Herr Washington so fixiert auf Kirschbäume ist. Weil nämlich...

1738: Der sechsjährige George Washington, später erster Präsident der USA, demoliert mit einer frisch geschenkten Axt den väterlichen Kirschbaum. Daddy schimpft, der kleine George gesteht sofort: »Ich kann nicht lügen... ich war's!«

2016: Google verrät aber auch, dass die Kirschbaum-Anekdote völlig erfunden ist. Ironischerweise wollte Washingtons späterer Biograph mit dieser Lügengeschichte Washingtons frühkindliche Ehrenhaftigkeit unterstreichen. Trotzdem kennt so ziemlich jeder US-Amerikaner die ausgedachte Geschichte – vielleicht auch durch das Adventure Day of the Tentacle, das jetzt auch in einer Remastered-Version gibt.

Lesenswert auf GameStar Plus: Humor in Spielen

Gestern. Heute. Morgen.

Das waren jetzt zu viele Zeitsprünge und eine Überdosis amerikanische Geschichte? Dann haben Sie wohl nie Day of the Tentacle gespielt. Denn das klassische LucasArts-Adventure, durch das wir uns 1993 zum ersten Mal begeistert pointen und clicken, steckt voller solcher toll verwobenen Zeitreisesprünge und Anspielungen auf die Gründerzeit der USA. Um ein purpurfarbenes Tentakel (!) von der Weltherrschaft (!!) abzuhalten, machen sich die drei Freunde Bernard, Hoagie und Laverne auf eine unfreiwillige Zeitreise. Doch das Experiment scheitert, Rock'n'Roller Hoagie landet im Jahr 1776, Nerd Bernard plumpst in die Gegenwart zurück, Blondinen-Abziehbild Laverne stürzt in besagten Kirschbaum – 200 Jahre in der Zukunft. Wir steuern die drei Helden einzeln, jeden auf seiner Zeitebene, und können meistens frei zwischen ihnen wechseln. So weit, so original.

Day of the Tentacle Remastered : Direktvergleich: Eine Szene aus dem Original von 1993, ziemlich pixelig aber schon damals mit dem eigenwilligen, unverkennbaren Grafikstil.

Original von 1993
Direktvergleich: Eine Szene aus dem Original von 1993, ziemlich pixelig aber schon damals mit dem eigenwilligen, unverkennbaren Grafikstil.

Das neue Day of the Tentacle Remastered lässt diese Story und ihre abgedreht-klugen Rätsel zum Glück völlig unangetastet. Neu sind vor allem die zeitgemäße Auflösung ohne Pixel-Augenschäden und das Mehr an Sprachausgabe – die gab's früher zwar auch schon, aber eben nicht bei jedem Dialog. Die neuen deutschen Sprecher haben das gesamte Spiel neu vertont und machen einen ordentlichen bis sehr guten Job. Die damals schon mäßig ins Deutsche übersetzten Texte wurden leider nicht überarbeitet, wir finden sogar noch das veraltete »daß« (statt »dass«) und »Mark« (statt Euro, wobei im amerikanischen Original sowieso die Fünf-Cent-Münze gemeint war, auf der Thomas Jefferson abgebildet ist). Insgesamt kommt die deutsche Übersetzung kein bisschen an die bestens lokalisierten Monkey Island-Texte von Boris Schneider-Johne heran – wer sprachlich fit genug ist, schaltet daher aufs englische Original um.

Die Anpassung an die PlayStation 4 ist weitgehend gelungen. Das neue Ringmenü funktioniert problemlos. Mit der praktischen »snap to hotspot«-Funktion springen wir zudem mit dem rechten Analogstick alle benutzbaren Gegenstände auf dem Bildschirm direkt an. Das in Adventures oft nervige Absuchen des Bildes mit dem Cursor entfällt damit. Negativ aufgefallen ist uns im Test jedoch, wie lange das Anlegen eines Spielstandes dauert, rund 15 Sekunden starrt man zur Untätigkeit verdammt auf den Speicherbalken. Immerhin kann man in Day of the Tentacle nicht sterben. Man muss also wirklich nur speichern, wenn man zu Spielen aufhören möchte.

Day of the Tentacle Remastered : Das neue Ringmenü funktioniert auch auch der PlayStation 4 einwandfrei. Das neue Ringmenü funktioniert auch auch der PlayStation 4 einwandfrei.

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Kindercountry
#1 | 22. Mär 2016, 11:11
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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tomek
#2 | 22. Mär 2016, 13:11
Schade das es nicht für die Xbox One kommt denn dann würde ich es mir auch holen denn das Original habe ich damals auf dem PC gerne gespielt.

Aber Sony wird ja überhaupt nicht bevorzugt das bildet man sich ja nur ein.
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SilencerOne
#3 | 22. Mär 2016, 18:46
Hi GamePro,
wie steuert sch den die Konsolenfassung?
Ist leider schon wieder ein Spiel, das vom PC kommt und speziell für PC entwickelt wurde und nun für Konsole kommt und was macht ihr? Ihr zeigt die PC Fassung und der Leser weiß wieder nicht wie sich ein Mausgesteuertes Game mit dem Controller steuern läßt. Das fand ich in Letzter Zeit bei euch immer wieder sehr ärgerlich! Genau wie bei Wasteland und Divinity. Das müsst ihr unbedingt ändern.
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ps4xonewii
#4 | 22. Mär 2016, 20:03
Das Spiel gehoert zu meinen ersten PC CD-ROM Spielen und lag neben zwei weiteren Spielen einem Sony 2x CD-ROM Laufwerk bei - Kostenpunkt damals: 399 DM
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Todesglubsch
#5 | 23. Mär 2016, 01:37
Wollte ja jetzt eigentlich über den Paragraph mit der Sprachausgabe meckern - aber da ihr's zumindest im GameStar-Artikel korrigiert habt, begnüge ich mit mit einem strengen Wackeln des Zeigefingers.

*wackel, wackel*
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Companion Cube
#6 | 23. Mär 2016, 08:15
Wird es auch einen Test der beiden Konsolenfassungen geben?
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Kabukichan
#7 | 23. Mär 2016, 09:33
An die Steuerung gewöhnt man sich schnell und es geht auch mit Controller gut von der Hand. Für 14,99 € PSN Crossbuy macht man nichts falsch.

Anmerkung zu den deutschen Sprechern: Ich mag da eine verklärte Erinnerung haben oder man hat einen wirklich guten Job gemacht, aber meiner Meinung nach ist das die Originaltonspur von 1993. Das hört sich nicht an, als hätte man das neu vertont, da auch die gleichen falschen Betonungen von früher drin sind ;) Davon mal abgesehen war zumindest die CD-Version seiner Zeit auch 100% und nicht nur teilweise vertont.
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madjonfan
#8 | 23. Mär 2016, 09:50
Schöner Test, sehr nachvollziehbar wieso hier eine gute Bewertung rauskommt obwohl "nur" Remaster - das ist ja fast schon ein Schimpfwort...

War überrascht von Andre's Märchenonkelstimme so ganz ohne Sarkasmusanleihen... Wenns Gamepro mal nicht mehr gibt kann er seine erste Million sicherlich als Kinderhörspielsprecher verdienen.
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Varg
#9 | 23. Mär 2016, 15:23
Sehr gut ich freu mich drauf.
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ZunnyBlaze777
#10 | 26. Mär 2016, 12:00
hab das orginal damals nicht gespielt, hatte nur ein sega mega drive. da ich in sämtlichen best ofs immer wieder auf dieses game aufmerksam gemacht wurde, das es wohl eines der besten adventures ever ist, war ich natürlich gespannt. also, ich find es super, die ganzen "nerds" haben nicht übertrieben, es macht sehr viel spass, da kommen die meisten aktuellen adventures von heute nicht mit, und wenn man jetzt bedenkt das es 1993 schon am start war, kann ich mir gut vorstellen das die gamer damals hellauf begeistert waren, top spiel bei dem einem schnell klar wird warum es ein klassiker ist.
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Details zu Day of the Tentacle Remastered - PlayStation 4

Cover zu Day of the Tentacle Remastered - PlayStation 4
Plattformen: PS4 PS Vita PC
Genre Adventure
Untergenre: Point & Click
Release D: 22. März 2016
Publisher: -
Entwickler: Double Fine
Webseite: http://dott.doublefine.com/
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
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