Destiny - PlayStation 4
Ego-Shooter  |  Release: 09. September 2014  |  Publisher: Activision Blizzard  |  auch für: PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC

Destiny: Phänomen »Schatzhöhle« - Wie kaputt ist das Loot-System?

Bizarre Szenen in Destiny: Frustriert vom Loot-System des Online-Shooters suchen immer mehr Spieler nach Schlupflöchern in der Spielmechanik - und finden sie in der berüchtigten »Schatzhöhle«. Ist das Loot-Systems des Spiels kaputt?

Von Michael Obermeier |

Datum: 22.09.2014


Destiny: Phänomen »Schatzhöhle« :

Zum Thema » Destiny - Unboxing Video: Das steckt in der Ghost-Edition » Destiny - Wird es dem Hype gerecht? Video-Diskussion zum Spiel » Destiny - Test Das dünne Fundament der Zukunft Destiny ab 3,95 € bei Amazon.de Die erfolgreichste Methode um in Destiny hochwertige Ausrüstung zu bekommen, besteht darin, stillzustehen und stundenlang stumpf auf einen Höhleneingang zu feuern. Was klingt wie ein schlechter Witz, ist in Destiny aber zur Standard-Beschäftigung für hochstufige Spieler geworden.

In dutzenden Spielsitzungen sammeln sich Wächter jenseits von Stufe 20 im Anfängergebiet »Kosmodrom« auf der Erde vor einem Höhleneingang und ballern für mehrere Stunden pausenlos in die Dunkelheit. Der Grund: Aus der Höhle strömen in regelmäßigen Abständen schwache Gegner der Hive-Aliens, die kaum mehr als einen Treffer vertragen. Das wäre in einem MMO an sich kein besonders lukrativer Zeitvertreib, das ungewöhnliche Loot-System von Destiny packt dem Kanonenfutter aber neben jeder Menge Gerümpel auch die mächtigste Ausrüstung des Spiels ins Inventar. So bekommen die Höhlenschützen innerhalb kürzester Zeit ohne jeden Aufwand große Mengen wertvolle Beute.

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Was an sich schon nach einem nicht besonders durchdachten System klingt, wird durch diverse Gameplay-Eigenheiten von Destiny sogar noch weiter ad absurdum geführt. Bleibt ein Spieler nämlich lang genug regungslos an einer Stelle stehen, füllt ihm das Spiel automatisch die Munitionsvorräte wieder auf. Außerdem muss man zum Aufsammeln der Beute gar nicht selbst das Monster erlegt haben, sondern sich nur zum Zeitpunkt des Abschusses in dessen Nähe aufgehalten haben. Die Konsequenz: Die von den Item-Belohnungen der Strike- und PvP-Missionen enttäuschten Spieler stellen sich still in Grüppchen ins Anfängergebiet und nehmen den Neulingen die Feinde weg.

Destiny: Phänomen »Schatzhöhle« : Nicht beim Händler sondern als zufälliger »Drop« ergattern die meisten Spieler ihre Ausrüstung in Destiny. Nicht beim Händler sondern als zufälliger »Drop« ergattern die meisten Spieler ihre Ausrüstung in Destiny. Ursprünglich war vom Entwickler Bungie vorgesehen, dass sich erfahrene Spieler in heroischen Strike-Einsätzen oder der Schmelztiegel-PvP-Arena hochwertige Beute verdienen, die Willkür des Loot-Systems frustriert dabei aber viele Spieler.

Zwar bekommen die Wächter am Ende einer Mission auch eine Belohnung, deren Qualität hat aber nichts mit der Leistung des Spielers zu tun. Wer also nach Stunden einen knackigen Bossgegner erlegt, bekommt etwa nur unbrauchbare Handschuhe. Oder der bestplatzierte Spieler eines PvP-Matches erhält für seine fehlerfreie Partie ein nutzloses Zier-Item, ein den Großteil der Schlacht abwesender Verlierer eine legendäre Rüstung.

Außerdem wenig motivierend: Viele Item-Belohnungen in Destiny sind sogenannte »Engramme«. Diese Blaupausen zeigen erst beim Identifizierten durch den Kryptarchen (einen NPC im Turm) welcher Gegenstand wirklich dahintersteckt. Doch auch hier regiert Willkür. Wer sieben Tage Fraktionsmarken sammelt und gegen ein besonders seltenes Engramm eintauscht, läuft trotzdem Gefahr besonders unspektakuläre Gegenstände für die falsche Charakterklasse zu bekommen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Qualität der eigenen Ausrüstung ab Stufe 20 zur spielbestimmenden Größe wird. Konnte man bis zu diesem Punkt noch durch einfache Abschüsse und erfüllte Missionen Erfahrungspunkte sammeln um im Level aufzusteigen, wird danach der Rang nur noch erhöht, wenn die angelegte Ausrüstung einen gewissen Wert des neuen Attributs »Licht« übersteigt. Dadurch entscheidet das Beute-Glück und nicht mehr die aufgewendete Zeit über den Spielfortschritt. Wer also mit dem neuen Raid-Einsatz »Gläserne Kammer« für Stufe-26-Helden etwas Abwechslung von den immer gleichen Strike- und Story-Missionen haben will, muss mehrere Tage lang Licht-starke Ausrüstung sammeln.

Destiny: Phänomen »Schatzhöhle« : Exotische und Legendäre Waffen haben in Destiny einzigartige Designs. Exotische und Legendäre Waffen haben in Destiny einzigartige Designs.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit Bungie auf diese Problematik eingeht und das Loot-System entsprechend umstellt. Immerhin ist die »Schatzhöhle« nur die aktuellste aus einer längeren Reihe von »Item-Farm-Spots« bei denen mit wenig Zeitaufwand die bestmögliche Beute »abzuernten« ist. Als Gegenargument für eine Umstellung des Licht- bzw. Loot-Systems spricht der momentan noch geringe Umfang von Destiny. Immerhin setzt das aktuelle System darauf, die wenigen verfügbaren Einsätze möglichst oft wiederholen zu müssen.

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Progamer13334
#1 | 22. Sep 2014, 15:24
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Threezay89
#2 | 22. Sep 2014, 15:25
Hihihihihi xDDDD
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dest1ny49
#3 | 22. Sep 2014, 15:26
Das sich Munition von der Hauptwaffe ab und an selbst wieder auffüllt ist sogar sehr gut!
In manchen Story-Missionen (auf schwer) gibt es sehr viele eher schwache Feinde die einen aber schonmal in echte Munitionsknappheit drängen, dann ist es ein Segen zumindest wieder etwas Standardmunition zu haben.
Für die richtig dicken Gegner braucht man eh Spezial- oder schwere Munition für Raketenwerfer oder Sniper bzw. Fusionsgewehr.

Das Loot-system wird sicher noch überarbeitet, trotzdem würdee ich mich nie stundenlang vor eine Höhle stellen um zu farmen, das wäre mir zu langweilig.
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zukosan
#4 | 22. Sep 2014, 15:26
Ich kann in einem Buch auch gleich die letzten drei Seiten lesen und weiß wie es ausgeht. Wer das macht, nimmt sich den Spaß an dem Rest des Buches.

Oder ich kann mir bei einem Film auch gleich das Ende anschauen. Weil man ja die gefürchtete Fernbedienung dazu benutzen kann. Das is ja schon wie cheaten.

Man KANN so vieles,
aber warum sollte man das alles machen? Um sich selbst den Spaß zu nehmen?

Genauso dumm sind die Spieler die sich vor einer Höhle verschanzen bei Destiny. Selber schuld, wenn man das macht. Nur weil es geht, muss man es nicht machen oder?
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dest1ny49
#5 | 22. Sep 2014, 15:35
Ich hab bis jetzt noch nicht so lange gespielt, aber bis meine 3 Avatare Level 20 sind wirds noch dauern.
Hunter, Human, Female, Level 14
Warlock, Awoken, Male, Level 7
Titan, Exo, Male, Level 2

Ich spiele die immer etwas abwechselnd mit ausreichend Levelabstand, so kann ich die guten Waffen immer von oben nach unten weiterreichen - richtig schöne Waffen findet man sehr selten und so kann ich die lange nutzen und spare Glimmer bei den Avataren mit weniger Level.
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Cheraa
#6 | 22. Sep 2014, 15:40
Zitat von zukosan:
Ich kann in einem Buch auch gleich die letzten drei Seiten lesen und weiß wie es ausgeht. Wer das macht, nimmt sich den Spaß an dem Rest des Buches.

Oder ich kann mir bei einem Film auch gleich das Ende anschauen. Weil man ja die gefürchtete Fernbedienung dazu benutzen kann. Das is ja schon wie cheaten.

Man KANN so vieles,
aber warum sollte man das alles machen? Um sich selbst den Spaß zu nehmen?

Genauso dumm sind die Spieler die sich vor einer Höhle verschanzen bei Destiny. Selber schuld, wenn man das macht. Nur weil es geht, muss man es nicht machen oder?


Und wenn man schon alles im PvE erledigt hat, wird es trotzdem genutzt um sich aufzurüsten. Immer noch besser als stundenlang sonst was zu grinden weil das komplette Loot System in diesem Spiel fürn Hintern ist.
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AIXtreme2K
#7 | 22. Sep 2014, 15:58
Stundenlang schießen? Ich hab auch sonst nichts besseres zu tun...
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noufo
#8 | 22. Sep 2014, 16:00
Zum Glück kommt bald Halo 2 !Nach Jahren für mich mal wieder ein gescheiter MP und nicht so ein abgefucktes Destiny!!!!
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ThalionCirith
#9 | 22. Sep 2014, 16:08
Also ich hab jetzt 42 Stunden gespielt. habe einen warlock auf 25. von 20 bis 24 mag sich diese technik ja vielleicht sogar lohnen, danach ist man auf legendäre items angewiesen. selbst wenn mal ein legendäres engramm droppt ist die wahrscheinlichkeit nicht hoch das es auch ein legendäres item wird.

ergo ist es produktiver einfach ruf zu farmen und sich die sachen mit marken zu kaufen.

auch hatte ich das gefühl das ich mit der zeit immer das bekam was ich auch wollte. fehlte mir ein lvl 20er automatikgewehr bekam ich es. fehlte mir eine 20er seltene rüssi, bekam ich das teil mit der zeit. glück oder ist das lootsystem vielleicht nicht ganz so demotivierend wenn man lange genug spielt?
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luriup
#10 | 22. Sep 2014, 16:09
Ja das Lootsystem ist schon etwas gewöhnungssache.
Ich spiele einen Warlock und habe mitlerweile für Titan
Legendäre Handschue+Schuhe und die Rüstung in exotisch.
Dank des nicht vorhandenen Handels ist das Zeug ziemlich nutzlos
so lange ich keinen Titan spiele.

An dieser Höhle bin ich auch schon vorbei gekommen.
Ich farme aber lieber auf der Venus.
Mit nem Scoutgewehr von der Brücke aus die Robos absnipern ist viel gemütlicher.
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Details zu Destiny - PlayStation 4

Cover zu Destiny - PlayStation 4
Plattformen: PS4 PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 09. September 2014
Publisher: Activision Blizzard
Entwickler: Bungie Studios
Webseite: www.destinythegame.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
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