Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - PlayStation 4
3rd-Person-Shooter  |  Release: 01. September 2015  |  Publisher: Konami  |  auch für: PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
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Fazit

Metal Gear Online - Angespielt-Fazit: Tolle Ideen, mies umgesetzt

Metal Gear Online ist ein kostenloses Geschenk für alle Käufer von Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain. Allerdings macht schon das Auspacken keinen Spaß.

Von Dimitry Halley |

Datum: 09.10.2015


Zum Thema » Kojima sollte sich schämen Kolumne zu Quiet » So klasse ist Metal Gear Solid 5 Test zum Singleplayer Metal Gear Solid 5 ab 19,99 € bei Amazon.de Das Unterholz des afrikanischen Buschs ist die Hölle. Es ist heiß, feucht, die Mücken stechen und in voller Kampfmontur fühlt man sich wie in einem erdrückenden Brutkasten. Aber die verschlungenen Wälder haben gerade für einen Soldaten einen entscheidenden Vorteil: Man wird nicht so leicht gesehen. Es gibt keine klar erkennbare Front. Und genau diesen Vorteil nutzen wir aus, während wir im hohen Gras auf einer Anhöhe kauern und per Fernglas ein feindliches Militärcamp beobachten.

Unser Ziel: Datenkassetten des Feindes erbeuten, möglichst ungesehen. Denn im Gepäck haben wir nur eine mickrige Betäubungspistole und eine Apparatur, die uns unsichtbar macht. Der Feind fährt stattdessen Geschützstellungen, Maschinengewehre und Mörser auf. In roher Stärke sind wir hoffnungslos unterlegen, aber das ist gut so. Bei Metal Gear Online sollte schließlich Köpfchen zählen, sonst wär's ja nicht mehr als ein weiterer kompetitiver Shooter.

Wer einen Multiplayer-Modus für ein Spiel wie Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain entwickelt, stellt sich einer großen Herausforderung: Eine Erfahrung, die in der Solo-Kampagne vor allem durch Schleichen und cleveres Austricksen der Gegner geprägt ist, in einen ausgewogenen Mehrspieler zu übersetzen. Schließlich kann man hier keine KI-Routinen festlegen, sondern hat es mit echten Menschen zu tun. Metal Gear Online scheitert an diesem Aspekt - und an vielen anderen.

Metal Gear Online
Revolver Ocelot ist nur im Multiplayer spielbar und kann Kugeln an Wänden abprallen lassen.

Highlights im Busch

Doch bevor wir zu den Negativ-Punkten kommen, geht's erst weiter mit der Situation von oben. Denn die ist nach etwa sechs Stunden Anspielen der Höhepunkt unseres Ersteindrucks: Wir hocken auf dem Hügel, erblicken die ersten Feinde und schalten prompt unsere Tarnfunktion an. Unsere sieben Teamkollegen machen das gleiche und beginnen damit, die Basis zu infiltrieren. Die Gegner können nur raten, wo wir uns gerade befinden und greifen zur Holzhammer-Taktik: Ein Mörserbombardement auf alle Zugangspunkte der Basis. Das setzt uns mächtig unter Druck - ein Kamerad explodiert neben uns. Wir improvisieren, merken uns den Rhythmus der Mörserkugeln, nutzen das Zeitfenster dazwischen und schlüpfen durch.

Während unsere Leute sich im Osten der Karte ungünstig an einem Ort tummeln und deshalb trotz Tarnung durch das Flimmern des Camouflage-Anzugs im Sonnenlicht gesehen werden, schleichen wir mit einem weiteren Kollegen auf der Westseite entlang. Doof nur: Sobald ein Mitspieler markiert wird, versagt die Tarnung bei allen. Wir haben Glück und bleiben trotzdem ungesehen, weil sich die Aufmerksamkeit gerade komplett auf den Osten konzentriert. Und noch besser: Wir erwischen drei der sechs Feinde von hinten und würgen sie ins Reich der Träume.

In Cloak and Dagger (so heißt der Spielmodus) gibt es keine Respawns. Wir nutzen die gelichteten Gegnerreihen, klauen die Kassette und geben Fersengeld. Trotz militärischer Unterlegenheit tragen wir den Sieg davon - in der nächsten Runde verlieren wir, weil der Feind den Fehler nicht wiederholt. So macht asymmetrischer Multiplayer Spaß.

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Companion Cube
#1 | 09. Okt 2015, 17:39
War leider zu erwarten. Der Modus wurde auch nicht von Kojima Productions entwickelt, sondern von einer unbekannten Firma in den USA.

Schade, dass der Online-Modus von Metal Gear Solid 4 abgeschaltet wurde. Der war absolut klasse.
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Kabukichan
#2 | 09. Okt 2015, 17:58
Zitat von Companion Cube:
Schade, dass der Online-Modus von Metal Gear Solid 4 abgeschaltet wurde. Der war absolut klasse.


Yep, den habe ich auch immer gerne gespielt. Das Matchmaking war ein Traum, die Mitspieler immer grob auf dem eigenen Level und die Maps haben in jedem Modus Spaß gemacht.
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Wishmaster81
#3 | 09. Okt 2015, 18:08
Ich finde MGO eigentlich ganz gut, das Deckungssystem ist gut, die optische Tarnung ist nicht übertrieben und die Shootouts machen echt Spaß. Nur muss heut zu Tage wohl jedes Multiplayer Spiel etwas dabei haben, dass die Balance kaputt macht, in diesem Fall sind es die Walker. Würde man die Teile rausnehmen, würden die Matches um einiges fairer, und vorallem ruhiger ablaufen, was dem Spiel wirklich gut tun würde. So nützt es mir leider nichts, mich irgendwo anzuschleichen, nur dass im nächsten Moment ein tollwütiger Walker Pilot um die Ecke heizt und alles kurz und klein ballert.
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bananenklopper
#4 | 09. Okt 2015, 19:33
Ich kann den Tester in allem nur zu sagen.Das Matchmaking ist echt nervig auch das die Filtereinstellungen nicht gespeichert werden.Die Klassen scheinen auch nicht gut ausbalanciert zu sein,denn wenn ich nicht Tödliche Waffen wähle bin ich ein sicherer Punkte Lieferant für die Gegenseite.Das macht so keinen spaß.

Dieser Hunter Modus ist quasi CoD spielen,hatte da sehr hektische Matche gespielt.Was ich auch stark bemängel das es viel zu leicht ist den Gegner zu Boden zu werfen,dadurch gibt es oft ein Gerangel mit mehreren Personen die sich immer wieder zu Boden schlagen.Vor allem mit Tarnung hat man schlechte chancen wenn dieser auf dich zustürmt oder dich abpasst.Die Walker haben im MP auch nichts zu suchen die sind zu überpowert.So wie es scheint werde ich den Multiplayer nicht lange spielen.Und ich hatte MGS 4 im Online Modus Monatelang gespielt.Aber das hat man davon wenn man die falschen Entwickler dran lässt.Amen
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dumdilidum
#5 | 09. Okt 2015, 21:21
Schade, dabei hab ich wirklich auf einen guten Multiplayer-Modus gehofft, nachdem ich keine Lust mehr hatte MGS 5 zuende zu spielen, da die letzten Missionen ja bloß billige Kopien schon bekannter Missionen mit höherem Schwierigkeitsgrad sind. Auf sowas kann ich gerne verzichten. Allein das übrige Missionsdesign schickt den Spieler ja mehrfach zu denselben Schauplätzen, sodass das ganze Spiel unnötig in die Länge gezogen und künstlich aufgebläht wirkt. Trotzdem geht das Item/Waffencrafting selbst nach 45 std nur sehr schleppend voran...

Kennt zufällig jemand einen ähnlichen Multiplayertitel wie den aus TLOU? Einen dezent taktischen (stealth) 3rd-Person Teamshooter?
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Bad Boy Live
#6 | 10. Okt 2015, 04:31
Also was das Matchmaking angeht muss ich euch recht geben das ist leider recht schlecht. Wenn man aber die zufällige Auswahl benutzt kommt man aber recht zügig in ein Spiel. Die Matches ansich laufen absolut flüssig.

Ansonsten ist der restliche Artikel kompletter Blödsinn. Ich habe jetzt schon viele Stunden MGO hinter mir und es macht unglaublich viel Spass.

Die meisten meiner Matches waren doch recht ausgewogen. Es war sehr wohl eine Teamtaktik erkennbar und die teambasierten Modi waren keinesfalls bloss Deathmatch. Also völliger Quatsch was ihr hier schreibt. Es wurde fleißig ausgespäht, verteidigt sowie eingenommen.

Und gerade am Anfang dauert es natürlich bis hier Teams richtig funktionieren. Ich war aber selbst positiv überrascht wie viel Spass MGO macht. Für mich wertet dieser Modus das Hauptspiel deutlich auf vorallem wenn man bedenkt wie teilweise der Singleplayer beschnitten wurde.

Ich bin jedenfalls begeistert und werde freudig MGO weiterspielen und empfehlen. Leute es macht richtig viel Spass. Lasst euch hier bloss nichts einreden. Wenn die ersten Kinderkrankheiten ausgemerzt wurden bekommt ihr ein mehr als tolles Online Taktikspiel.
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Master__Mind
#7 | 10. Okt 2015, 14:50
Besser als so manch kostenpflichtiger Multiplayertitel. Nur die Runden fallen etwas kurz aus.
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ZiemakiDE
#8 | 10. Okt 2015, 20:04
Jetzt würde ich doch tatsächlich dazu verleitet mich anzumelden :) etwas verwundert habe ich diese Kolumne wahrgenommen, denn ich kann einige Punkte wirklich nicht nachvollziehen, unabhängig davon ob der mehrspielerpart nun mein Fall ist oder nicht. Zum einen das matchmaking: ich spiele selbst auf der Xbox one und warte meistens ca. 10 Sekunden egal welcher Modus. Klar, manchmal bricht die Verbindung ab, aber doch recht selten. War da auf jeden Fall positiv überrascht. Zum anderen die Nutzung der fulton recovery: ich dachte zuerst auch; schade wird nicht wirklich genutzt, aber mittlerweile wird das system viel gebraucht (auch ohne nicht-tödliche Waffen) und hat schon die ein oder andere Partie entschieden. Dies nur zu diesen zwei Punkten. Insgesamt hab ich meinen Spaß, kann nur noch nicht einschätzen, ob es ein Dauerbrenner wird.
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N64
#9 | 11. Okt 2015, 15:12
Schade eigendlich. Hatte mir wirklich einen schönen taktischen mp shooter erhofft. Naja, somit bleibt für mich weiterhin der mp von The Last of Uf der beste taktische shooter.
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mozech
#10 | 12. Okt 2015, 18:07
Ich finde immer schnell ein Spiel über Autozuweisung. Der Punkt das man ohne Scouts nichts gegen Stealh ausrichten kann ist totaler Quatsch man kann sehr wohl mit einem Kämpfer oder einem Stealh dem selbigen ans Leder.Die Walker sind am Anfang nervig aber nach einiger Zeit auch keine Bedrohung mehr. Das ausnocken und rausholen von Gegnern klappt wunderbar, ich befinde mich hauptsächlich im Nahkampf
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Details zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - PlayStation 4

Cover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - PlayStation 4
Plattformen: PS4 PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: 3rd-Person-Shooter
Release D: 01. September 2015
Publisher: Konami
Entwickler: Kojima Productions
Webseite: http://www.konami.jp/mgs5/
USK: Keine Jugendfreigabe
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