Mortal Kombat X - PlayStation 4
Beat ’em up  |  Release: 14. April 2015  |  Publisher: Warner Bros.  |  auch für: PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
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Fazit

Wertung

Mortal Kombat X Test Prädikat: Umfangreiche Gewaltdarstellung

Mortal Kombat X protzt mit Umfang und Brutalität. Doch reicht das? Im Test zeigt der zehnte Teil der skandalträchtigen Kampfspielreihe, ob er mehr ist als eine stupide Abschlachtorgie.

Von Kai Schmidt |

Datum: 17.04.2015


Zum Thema » Mortal Kombat X - FAQ Import und Aktivierung in Deutschland » Mortal Kombat X - Kolumne Fatality für die Motivation » Das ABC der Finishing Moves Was sind Fatalities, Brutalities etc.? » Prügelspiele 2015 Das sind die Beat 'em ups des Jahres Mortal Kombat X ab 10,75 € bei Amazon.de Spritzendes Blut, fliegende Köpfe, zerteilte Körper. Das sind die Dinge, die wohl jedem spontan in den Sinn kommen, wenn er an Mortal Kombat X denkt. Doch die oberflächlichen (und aberwitzig spektakulären) Brutalitäten sind nur eine der Zutaten, die das Phänomen Mortal Kombat ausmachen.

Schon zum Debüt 1992 machten sich die Entwickler Gedanken um eine interessante Geschichte hinter dem Gemetzel. Im Laufe der Reihe entwickelte sich eine faszinierende Mythologie um Götter, Helden, Schurken und fremde Welten. Allerdings zerfaserte die Story innerhalb der vielen Serienteile immer mehr und wurde zusehends unübersichtlicher.

Mit dem neunten Teil setzte Entwickler Netherrealm alles auf null zurück und schrieb die Ereignisse der ersten drei Teile neu. Ein »Reboot«, wie es neudeutsch so schön heißt. Mortal Kombat X knüpft direkt an diesen Reboot an und stellt eine neue Generation von Kämpfern in den Mittelpunkt.

Darunter bizarre Kreaturen wie die Insektenfrau D'Vorah oder das ungleiche Gespann Ferra/Torr, aber auch Nachfahren bekannter Helden. So treffen wir etwa auf Jax' Tochter Jacqui Briggs, Johnnys und Sonyas Sprössling Cassie sowie Erben von Rasiermesserhut-Träger Kung Lao und dem blinden Schwertmeister Kenshi.

Regionsbeschränkungen für PS4-Online-Matches
Kontaktfreudige Prügelspieler mit Freunden in Übersee aufgepasst: Wie schon bei Injustice und Mortal Kombat (2011) fragt Mortal Kombat X die Region ab und verwehrt beispielsweise europäischen Spielern Matches mit Amerikanern. Das gilt aber nur für die PS4-Version, Xbox-Spieler dürfen weltweit kämpfen.

Was ist mit der Last Gen?
Mortal Kombat X sollte ursprünglich zeitgleich für PS4, Xbox One, PS3 und Xbox 360 erscheinen. Die Last-Gen-Versionen sind beim auf solche Umsetzungen spezialisierten Studio High Voltage Software in Arbeit. Allerdings verzögert sich der Release noch bis etwa Mitte des Jahres, da das Studio mit der PC-Version alle Hände voll zu tun hatte.

DLCs in Deutschland
Da Mortal Kombat X nicht offiziell in Deutschland erscheint, gibt es weder im deutschen PlayStation Store noch auf dem deutschen Xbox Marktplatz Download-Inhalte zum Spiel. Um die dem Spiel beigelegten Codes für Goro oder für Scorpions zusätzliches Kold-War-Kostüm einzulösen, sind Tricks nötig. Auf der Xbox One genügt es bei einem europäischen Import schon, die Ländereinstellung in den Systemeinstellungen auf Österreich zu setzen.

Auf der PS4 braucht ihr hingegen ein zur Länderversion des gekauften Spiels passendes PSN-Konto. Bei Importen aus der EU müsst ihr also ein Konto in einem beliebigen europäischen Land (außer Deutschland) anlegen und anschließend die Konsole als primäre PS4 dieses Kontos aktivieren. So ist es möglich, auch mit eurem deutschen Hauptkonto auf die heruntergeladenen Inhalte zuzugreifen. Wie das geht, lässt sich mit ein wenig Googeln herausfinden. Wir können aus rechtlichen Gründen leider keine Schritt-für-Schritt-Anleitung geben.

Profillose Neuzugänge

Unser Ersteindruck gleicht ein wenig der Ernüchterung, die wir bereits 1995 beim ersten Start von Mortal Kombat 3 verspürten: Einige alte Lieblinge fehlen in der 25-köpfigen Kämpferriege (DLC-Charakter Goro mitgezählt), und den neuen Gesichtern stehen wir zunächst skeptisch gegenüber.

Mortal Kombat X
Die Kämpfe in Mortal Kombat X spielen sich wunderbar flott und dynamisch.

Netherrealm macht auch keinen Hehl daraus, dass die verbliebenen alten Mortal-Kombat-Haudegen ebenfalls kurz vor der Pensionierung stehen: Johnny Cage und Liu Kang sind ergraut und müssen das Zepter wohl spätestens in der unvermeidlichen Fortsetzung endgültig an ihre Nachfolger übergeben.

Doch nach etwas Eingewöhnung können wir ganz gut mit den zunächst profillos und langweilig wirkenden Jungspunden leben, denn sie erweisen sich als interessante Charaktere mit ordentlichen Move-Paletten. Tatsächlich mausert sich das Johnny/Sonya-Amalgam Cassie sogar zu unserer geheimen Favoritin bei der Kämpferwahl.

Doch warum sind Modelle einiger alter Kämpfer im Storymodus vorhanden, aber nicht als Kämpfer wählbar? Gegen Rain und Baraka treten wir während der Geschichte sogar im Zweikampf an - sie existieren also samt Special Moves -, doch selbst spielen dürfen wir sie nicht.

Sicher, es ist gewissermaßen Prügelspiel-Tradition, Bosse nicht spielbar zu halten (wie es auch in MKX beim Endboss der Fall ist), doch bei zwei eher unwichtigen Nebenfiguren legt sich uns unversehens ein bitterer DLC-Geschmack auf die Zunge. Bereits jetzt können Fans ein knapp 30 Euro teures »Kombat Pack« erwerben, das den Zugriff auf vier zusätzliche Charaktere (Tremor, Tanya, Predator, Jason Voorhees) sowie neue Kostüme für einige Kämpfer ermöglicht.

Kampfsport mit viel Variation

Ungeachtet persönlicher Kämpfervorlieben bleibt das Kampfsystem von Mortal Kombat X im Vergleich zum Vorgänger aus dem Jahr 2011 nahezu unverändert. Wir malträtieren den Gegner mit vier Schlag- und Tritt-Tasten, blocken hohe und niedrige Angriffe ab oder setzen zum Wurf an.

Was direkt bei der Kämpferauswahl ins Auge fällt, sind die drei verschiedenen Stile pro Figur: Jeder Charakter ist in Varianten wählbar, die sich bei der Move-Palette etwas unterscheiden. Zwar merken wir dank übergreifender, typischer Special-Moves, dass wir beispielsweise wirklich Scorpion steuern, doch spielen sich die Varianten dank zusätzlicher Schwert- oder Feuerangriffe tatsächlich etwas anders.

Mortal Kombat X : Jax setzt als »Wrestler« auf zusätzliche Nahkampfmanöver und Würfe.

Jax Variante 1
Jax setzt als »Wrestler« auf zusätzliche Nahkampfmanöver und Würfe.

Eine interessante Neuerung, durch die die Charaktere etwas flexibler werden und man sich seinen passenden Kampfstil herauspicken kann. Aus dem Vorgänger übernommen wurden die mächtigen X-Ray-Moves, die wir einsetzen können, sobald sich die entsprechende Energieleiste dank gelungener Aktionen voll aufgeladen hat.

Ohne großartige Special-Move-Eingabe, sondern durch den gleichzeitigen Druck zweier Tasten knallen wir dem Widersacher dann eine durchschlagende Attacke vor den Latz. Das Ergebnis mag ein wenig zu mächtig sein, da wir dem Gegner einen großen Batzen Lebensenergie abziehen, doch kann ein taktisch klug eingesetzter X-Ray einen scheinbar aussichtslosen Kampf zum Positiven wenden. Und dafür lieben wir die Dinger. Schade allerdings, dass es pro Kämpfer nur einen X-Ray gibt, mehr Varianz hätte den Überraschungs- und Schadenfreude-Effekt noch deutlich gesteigert.

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Kai Schmidt
#1 | 17. Apr 2015, 15:55
Ich bitte kurz um eure Aufmerksamkeit: Alle Fragen zum Wertungssystem (nicht zur Spielspaßwertung selbst, das kann gerne hier stattfinden) der Übersichtlichkeit wegen bitte im entsprechenden Thread im Forum diskutieren. Danke!
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LegendGamer
#2 | 17. Apr 2015, 16:15
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bambamba
#3 | 17. Apr 2015, 16:22
nach deinem videofazit haette ich weniger als 87 erwartet
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xGREENx
#4 | 17. Apr 2015, 16:42
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ama2k
#5 | 17. Apr 2015, 16:43
Zitat von Kai Schmidt:
Ich bitte kurz um eure Aufmerksamkeit: Alle Fragen zum Wertungssystem (nicht zur Spielspaßwertung selbst, das kann gerne hier stattfinden) der Übersichtlichkeit wegen bitte im entsprechenden Thread im Forum diskutieren. Danke!


Zitat von bambamba:
wenn in den kategorien nicht von von 1-10 bewertet wird, wie wird dann der schnitt errechnet. oder wird die wertung weiterhin geschaetzt. bei gamestar wurde wenigsten der schnitt errechnet. sonst sieht das ganze aber seeehr gut aus


Lesen hilft schon. Manchmal. Häufig. Immer.
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xGREENx
#6 | 17. Apr 2015, 16:44
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Sir Galahad 1983
#7 | 17. Apr 2015, 16:56
Zu den mikrotransaktionen und der gleichen will ich mich gar nicht weiter äußern. Das habe ich ja schon woanders genug getan.
An sich gefällt mir MKX sehr gut. Die Sprecher sind nicht die besten aber solide und um Längen besser als im letzten Teil.
Das einzige was ich n bisschen schade finde ist,das es dieses mal zu wenig Stages sind und das es keine Stage fatalities mehr gibt, auch das die Kämpfer nicht mehr so zerfetzt aussehen nach einem Kampf wie im Vorgänger.
Ansonsten top!
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metafighter
#8 | 17. Apr 2015, 17:12
ich liebe dieses spiel einfach.fatality geil
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EvermoreHD
#9 | 17. Apr 2015, 17:16
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streetdancer
#10 | 17. Apr 2015, 17:28
Das Spiel ist oberaffengeilomat. Egal ob 87 oder 91 %.
Bin absolut süchtig. Ich finde es überhaupt nicht trashig, es versucht halt null einen geschichtlichen Anspruch zu erfüllen, und das ist auch in Ordnung so, es ist ein Videospiel, und Mortal Kombat noch oben drauf. Da möchte ich keine Dialoge wie in einem Christopher Nolan Film. Die Story ist absolut gelungen und macht mega Spaß. Wenigstens hat MK einen Storymodus, viele andere Prügler haben das nicht. Die Sequenzen sind super durchchoreographiert. Das ist für mich als Sologamer extrem wichtig. Die Story in einem Prügelspiel war das letzte Mal so gut in Def Jam NY, danach nie wieder. Wie Kai schon im Test beschrieben hat, je mehr man die Story spielt, umso mehr mag man die neuen Charaktere. Einfach nur ein cooles Game, und diese riesige Krypta erst... einfach gelungen. Es hätten nur paar Stages mehr sein können :/

Aber nun eine Frage. Im Test schreibt ihr, man kann sich einen Acoount eines beliebigen Landes anlegen. Vielleicht können User was sagen. Ich habe noch einen Wohnort in Italien. Geht es auch, oder muss es Österreich sein, weil ich eine ösiversion besitze. Sorry wenn ich frage, aber das ist mein erstes Importgame.
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Details zu Mortal Kombat X - PlayStation 4

Cover zu Mortal Kombat X - PlayStation 4
Plattformen: PS4 PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: Beat ’em up
Release D: 14. April 2015
Publisher: Warner Bros.
Entwickler: NetherRealm Studios
Webseite: http://www.themortalkombat.com/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
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