Thief - PlayStation 4
Action-Adventure  |  Release: 28. Februar 2014  |  Publisher: Square Enix  |  auch für: PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
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Fazit

Wertung

Thief Test Everybody's darling is nobody's friend

Das Remake der Kultserie kann sich nicht entscheiden, was es eigentlich sein will – warum es am Ende weder Thief-Fans noch Action-Adventure-Liebhaber so wirklich glücklich machen kann, klären wir im Test.

Von Jochen Gebauer |

Datum: 24.02.2014


Zum Thema » Thief 1 - Hall of Fame Darum war The Dark Project so gut » The Dark Mod - Special Die Gratis-Alternative für PC » Assassinen-Spiele Galerie: Meuchler im Schatten Thief ab 3,98 € bei Amazon.de Es war einmal ein Remake, das machte (fast) alles richtig: Es bewahrte die Seele des Originals und gab ihm trotzdem einen modernen Spin, opferte einen Teil seiner Komplexität für eine höhere Zugänglichkeit, kitzelte bei Fans die richtigen Old-School-Nerven, ohne Neulinge im Regen stehen zu lassen. Die Rede ist von Deus Ex: Human Revolution, einem jener ganz wenigen Vertreter des modernen »Komm, wir rebooten einen Klassiker«-Trends, bei dem Anhänger des Originals eben nicht die Fackeln anzündeten und die Mistgabeln auspackten.

Insofern ist es erstaunlich, dass derselbe Entwickler - Eidos Montreal nämlich - beim nächsten Anlauf am gleichen Unterfangen zumindest teilweise scheitert: Denn das neue Thief ist nicht Thief genug, um Fans des Originals glücklich zu machen - aber zu viel Thief, um sich gegen die Action-Adventure-Konkurrenz im Mainstream zu etablieren. Unterm Strich bleibt zwar ein ordentliches, ja mitunter spannendes Spiel. Aber eben auch die schleichende Erkenntnis, dass Eidos Montreal besser daran getan hätte, konsequent in eine Richtung zu entwickeln, anstatt auf sämtliche Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen und es am Ende niemandem so wirklich Recht zu machen.

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Thief - Screenshots von der Xbox One

Killergören und Nazi-Irrsinn

Die Probleme beginnen schon im Prolog. Statt Garrett als Meisterdieb zu etablieren, uns also den Eindruck zu vermitteln, dass wir im Kontext der Spielwelt eine lebende Legende steuern, arbeiten sich die Autoren an einer neuen Nebenfigur ab: Erin. Die junge Frau war offenbar mal Garretts Protegé (eine Information, die uns das Spiel so lange vorenthält, dass wir annehmen, sie wurde zu Spielbeginn schlicht vergessen) und bildet gewissermaßen den Gegenentwurf zum Protagonisten: impulsiv, draufgängerisch, kaltblütig mordend.

Der Konflikt zwischen Garrett und Erin, die zusammen ins Anwesen von Baron Northcrest einsteigen sollen, um einen sogenannten Urkraftstein zu klauen, funktioniert zwar grundsätzlich prima, ist aber nicht zu Ende gedacht: Im weiteren Handlungsverlauf nimmt Erins Schicksal nämlich eine zentrale Rolle ein, uns allerdings lässt es völlig kalt, weil das Spiel sie buchstäblich von der ersten Minute an als unsympathische Killergöre zeichnet.

Thief : Serienveteranen kennen das bereits: Im weiteren Spielverlauf treffen wir auch auf solche ... ach, das verraten wir jetzt nicht. Serienveteranen kennen das bereits: Im weiteren Spielverlauf treffen wir auch auf solche ... ach, das verraten wir jetzt nicht.

Ähnlich ergeht es auch der Stadt und ihren (wenigen) Bewohnern. Wenn nach dem Ende des Prologs plötzlich und rätselhafterweise ein ganzes Jahr vergeht, bevor Garrett wieder zu sich kommt, und sich die politische Situation in der Stadt innerhalb dieses Jahres zur faschistischen Diktatur mit angedeuteter Nazi-Symbolik entwickelt hat, dann denken wir eben nicht: Wie konnte das wohl passieren? Sondern wir denken: Ach. Denn das Spiel versäumt es völlig, diese Entwicklung in irgendeiner nachvollziehbaren Weise zu inszenieren. Wir wachen auf, und es ist Drittes Reich.

Da passt es ins Bild, dass Garrett seine einjährige Amnesie mit einem gleichgültigen Schulterzucken hinnimmt und weiterklaut, als sei nichts passiert. Das enttäuscht insbesondere im Vergleich zum intensiv erzählten ersten Thief (in Deutschland Dark Project getauft), das Garrett unversehens in einen Krieg zwischen Natur und Technik hineinschlittern ließ, der den Meisterdieb sogar sein rechtes Auge kostete und so zu einer sehr persönlichen Angelegenheit wurde. Und das, obwohl Garrett anfangs eigentlich nur eines wollte: stehlen.

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Angestaubt
#1 | 24. Feb 2014, 15:31
Hmm, das ist ja erstmal ernüchternd, da ich mich eigentlich sehr auf das Spiel gefreut habe. Nunja, werde nun erstmal abwarten wie andere Kritiken sind, mir vielleicht den Anfang eines LPs anschauen und dann mal sehen. Vielleicht auch erst kaufen, wenn es für weniger Geld zu haben ist.
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Oekie
#2 | 24. Feb 2014, 16:13
Sehr schade, hatte mich schon gefreut da ich die alten Teile nie gespielt habe und ich dachte jetzt in den Genuss eines Thiefs zu kommen. Zumal ich auch gerne schleiche weswegen ich z.B. Dishonored richtig super finde und ich gedacht habe das das neue Thief bestimmt noch besser wird so als Uhrvater. Blöd nur das Eidos sich für keinen Konsequenten Weg entscheiden konnte.
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Einfach der Dude
#3 | 24. Feb 2014, 16:46
Ziemlich ernüchtern die ganze Situation momentan.
Ach ja war die letzten Jahre das Geschrei groß, wir brauchen dringend die next Gen Konsole seitens der Entwickler, Publisher und Gamer.
Was man aber momentan nur bekommt ist Durchschnittskost im hübschen Gewand.
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paulDS
#4 | 24. Feb 2014, 16:51
Ich hätte schon Lust darauf, aber ich werde warten bis es billiger ist. Hab momentan eh zu viel zum Spielen.
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28cm
#5 | 24. Feb 2014, 17:09
hauptsache die spielzeit stimmt^^
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Patse360
#6 | 24. Feb 2014, 17:35
Da es schon auf dem Weg zu mir ist, kann ich es schlecht abbestellen. Aber ich werde trotzdem meinen spass haben, da zur Zeit ja nicht viel Auswahl vorhanden ist. Mich würde noch interessieren ob man mit englischer Sprachausgabe und deuteschen Untertiteln spielen kann oder nicht?!

Ps.: auf youtube gibts schon einige Lets plays zur Ps 4 und Xbox One Version. bzw. 360 und ps3, die aber nicht wirklich schön sind.
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Biber Bernd
#7 | 24. Feb 2014, 17:51
Auf der PS4 läuft Thief doch in 1080p, also muss es doch gut sein liebe Game Pro!
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Stang
#8 | 24. Feb 2014, 17:57
Zitat von Biber Bernd:
Auf der PS4 läuft Thief doch in 1080p, also muss es doch gut sein liebe Game Pro!


Und mit ner stabileren Bildrate. ;)

Naja, das spiel hole ich mir aber nicht. Ich mag schleichen nicht.
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13XD
#9 | 24. Feb 2014, 18:17
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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paulDS
#10 | 24. Feb 2014, 18:21
Zitat von Stang:

Ich mag schleichen nicht.

Ich liebe Schleichen, ich hätte es sofort genommen. Leider (oder auch nicht) habe ich zu viele Spiele hier rumliegen.
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Details zu Thief - PlayStation 4

Cover zu Thief - PlayStation 4
Plattformen: PS4 PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 28. Februar 2014
Publisher: Square Enix
Entwickler: Eidos Montreal
Webseite: http://www.thief4.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Spiel empfehlen:
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