Watch Dogs - PlayStation 4
Action-Adventure  |  Release: 27. Mai 2014  |  Publisher: Ubisoft  |  auch für: PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 Wii U PC
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Fazit

Watch Dogs Preview Der Hacker, der (zu?) viel wollte

Wir haben eine fast fertige Version von Watch Dogs stundenlang gespielt und stellen in der Vorschau fest, dass das Action-Adventure viel Spaß macht - wenn es uns nicht gerade mit Features flächenbombardiert.

Von Jochen Gebauer |

Datum: 23.04.2014


Zum Thema » Watch Dogs - Video Unboxing der »Vigilante Edition« » Watch Dogs - Video Trailer zum interaktiven Roman Watch Dogs ab 13,45 € bei Amazon.de Oktober 2013: Als Ubisoft den Veröffentlichungstermin von Watch Dogs nur wenige Wochen vor dem geplanten Release ins Frühjahr 2014 schiebt, hebt eine ganze Branche verblüfft die Augenbrauen. Schließlich läuft die Marketing-Maschine bereits auf Hochtouren, Anzeigen wurden geschaltet, Vorbestellungen entgegengenommen, das lukrative Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür und zwei neue Konsolen in den Startlöchern. Verschiebungen sind in der Spiele-Industrie zwar keine Seltenheit, so kurz vor Release - und unter diesen Bedingungen - pfeifen Hersteller ihre Titel aber normalerweise nicht zurück. In der Luftfahrt würde man vom »Point of no Return« sprechen, jener Entscheidungsgeschwindigkeit, bei deren Überschreiten das Flugzeug auch dann abheben muss, wenn ein Triebwerk ausgefallen ist.

Ubisoft spielt die Verzögerung zwar herunter, man wolle lediglich noch am Feintuning arbeiten, heißt es in einem Statement, aber wie später durchsickern wird, steht Watch Dogs vor einem fundamentalen Problem: Die Entwickler haben zwar ein fertiges Spiel, aber seine Einzelteile fügen sich nicht zu einem komplexen, harmonischen Ganzen zusammen. Manche Missionen sind zu schwierig, andere zu einfach. Manche Spielelemente werden nur schlecht erklärt, andere überhaupt nicht - und wieder andere funktionieren in Kombination miteinander nicht.

Also zieht Ubisoft um fünf nach zwölf die Notbremse und gibt seinem Studio noch sechs Monate. Das spricht nicht zuletzt für die hohen Erwartungen, die der Publisher in die neue Marke setzt. 6,2 Millionen Exemplare hat Ubisoft seit 2007 vom ersten Assassin's Creed verkauft. Watch Dogs soll das übertreffen. Und im Gegensatz zu Assassin's Creed, das sein Potenzial erst mit dem zweiten Teil entfaltete, soll der erste Schuss diesmal auch spielerisch sitzen.

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Watch Dogs

Feature-Bombardement

Frühjahr 2014: Wir spielen mehrere Stunden lang eine fast fertige Version von Watch Dogs und sind erneut verblüfft. Zum einen, weil das Spiel seinen bislang noch blassen Helden ebenso schnell wie effektiv etabliert, eine greifbare Motivation für sein Handeln liefert und schon die erste Tutorial-Mission (bei der wir unter anderem den Strom in einem ausverkauften Baseball-Stadion ausknipsen) großartig inszeniert. Zum anderen, weil uns Watch Dogs nach dieser ersten Mission auf den Straßen von Chicago absetzt und genüsslich mit Features flächenbombardiert.

In den ersten 45 Spielminuten haben wir unter anderem: einen Imbiss ausgeraubt; einem guten Dutzend Passanten die Konten leergeräumt; etliche Dämonen über den Haufen gefahren; mehrere spektakuläre Verkehrsunfälle provoziert; drei von insgesamt 52 Hauptfähigkeiten freigeschaltet; zwei Verbrechen verhindert; mit einer mechanischen Riesenspinne rumgeballert; erstaunt festgestellt, dass manche Minispiele eigene Fähigkeitsbäume besitzen; ein Boot geklaut; noch erstaunter festgestellt, dass auch der Abschluss von Nebenaufträgen und -tätigkeiten neue Fähigkeiten freischaltet; uns überhaupt nicht mehr gewundert, dass Ubisoft massive Probleme hatte, diese »Featuritis« unter einen spielerischen Hut zu bekommen. Was wir nebenbei übrigens auch hatten: ziemlich viel Spaß damit. Aber bleiben wir zunächst beim eingangs erwähnten Helden.

Der besessene Hacker

Bis zu diesem Anspieltermin nämlich machte Protagonist Aiden Pearce keine sonderlich spannende, weil austauschbare Figur, seine Motive ließen die Entwickler lange im nebulösen Halbdunkel. Dabei hätte es die Geheimniskrämerei gar nicht gebraucht, denn schon das Intro und die ersten beiden Story-Missionen zeichnen einen vielleicht nicht originellen, aber allemal interessanten Charakter mit nachvollziehbaren Beweggründen.

Nachdem ein digitaler Raubzug in einem Nobelhotel gründlich in die Hose gegangen ist, setzen mysteriöse Auftraggeber einen Attentäter auf Aiden an. Der allerdings tötet nicht Aiden, sondern - versehentlich? - Aidens kleine Nichte. Von Schuldgefühlen zerfressen überwacht Aiden anschließend seine Schwester und seinen zehnjährigen Neffen mit pathologischer Besessenheit und versucht gleichzeitig, den Urheber des Attentats ausfindig zu machen.

Wer sich an dieser Stelle gespoilert fühlt, sei beruhigt: Mit all diesen Informationen fällt Watch Dogs bereits in den ersten Minuten ins Haus, sie bilden den Hintergrund einer Handlung, die wir selbstverständlich nicht verraten. Bloß so viel sei gesagt: Die Story nimmt erfreulich schnell Tempo auf, und dank der ausgezeichneten Dialoge gewinnen die Charaktere ein greifbares Profil. Mit wenigen Pinselstrichen entwerfen die Autoren eine glaubwürdige Familiendynamik und hauchen selbst den Nebenfiguren eine gewisse Tiefe ein. Freilich können wir noch nicht beurteilen, ob Watch Dogs das erzählerische Niveau über die komplette Spieldauer hält, der Auftakt allerdings ist überzeugend. Auch weil das Spiel sehr früh einen latent psychotischen Sidekick etabliert, dem wir aufrichtig gerne lauschen.

Der transparente Bürger

Der gute Eindruck setzt sich zunächst nahtlos im eigentlichen Spiel fort. Nach dem ersten Einsatz im Baseball-Stadion dürfen wir Chicago völlig frei erkunden, nahezu sämtliche Nebenbeschäftigungen und Minispiele stehen sofort zur Verfügung, vom langsamen Heranführen an einzelne Mechaniken hält Watch Dogs ausgesprochen wenig. Das empfinden wir beim akut grassierenden Tutorial-Wahn als sehr angenehm, im Gegensatz zu gewissen anderen Open-World-Titeln operiert Watch Dogs offenbar nicht unter der Prämisse, dass Spieler allenthalben ausgemachte Trottel sind. Bevor wir uns aber den ganzen Nebenkriegsschauplätzen widmen und erklären, wo Dämonen und mechanische Riesenspinnen eigentlich herkommen, müssen wir ein paar Worte über Aidens Smartphone verlieren.

Watch Dogs : Da bringt das Pokerface nix, wenn man einem Hacker gegenübersitzt. Da bringt das Pokerface nix, wenn man einem Hacker gegenübersitzt.

Per Tastendruck schalten wir das nützliche Teil nämlich in den sogenannten Profiler-Modus, dann werden uns nicht nur nahegelegene Interaktionsobjekte wie Ampeln, Überwachungskameras oder Verkehrspoller angezeigt, die sich anschließend hacken lassen, sondern wir dürfen auch ausnahmslos jeden Passanten scannen und erhalten dabei Informationen über seinen Beruf, sein Einkommen sowie ein paar intime Details (etwa eine gewisse Vorliebe für gesellschaftlich vielleicht nicht unbedingt salonfähige Sexualpraktiken). Bei einem Teil der Passanten wird uns außerdem eine Hacking-Option angeboten: Mal ist das ihr Bankkonto, mal ein MP3-Song, mal ein neues Fahrzeug - und mal auch »nur« ein Telefongespräch oder eine SMS-Unterhaltung ohne spielerischen Nutzwert, aber mit teils sehr witzigen Dialogen.

Rund eine Stunde lang entfaltet Watch Dogs auf diese Weise ein wunderbar voyeuristisches Allmachtsgefühl. Alleine: Der Effekt nutzt sich rasend schnell wieder ab, irgendwann ertappen wir uns dabei, einfach unbesehen auf die Q-Taste zu hämmern und die ganzen vermeintlich interessanten Informationen kurzerhand zu ignorieren. Passant XY guckt also leidenschaftlich gerne japanische Animes? Uns doch wumpe, wenn die doofe Gans kein Bankkonto zum Plündern hat - oder wenigstens einen neuen Song für die Playlist.

Watch Dogs : Die Schattenseiten der digitalen Revolution - ein geübter Hacker wie wir kann die Menschen lesen wie ein offenes Buch. Die Schattenseiten der digitalen Revolution - ein geübter Hacker wie wir kann die Menschen lesen wie ein offenes Buch.

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Stang
#1 | 23. Apr 2014, 18:26
http://www.gamesaktuell.de/Watch-Dogs-PC-24922 0/News/Watch-Dogs-in-der-letzten-Vorschau-vor- dem-grossen-Test-Mit-neuem-Gameplay-Video-1117 693/

Hier gibt es ein Vorschau-Video zum Spiel

Grafisch soll es wirklich deutlich schlechter ausschauen (soll aber noch gut ausschauen), und selbst die "ach so geile" PC version, soll sich nur minimal unterscheiden.
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Tai Jason
#2 | 23. Apr 2014, 19:07
Liest sich als ob das Spiel zwanghaft versucht GTA entgegenzutreten und dabei Alles überlädt. Mal schauen was daraus wird. Mir persönlich gefällt das Setting, der Hauptcharakter eher nicht. Egal was die Hersteller da andichten, blasser Typ der keinen Stich gegen Michael, Trevor und Co. macht. Freu mich eher auf ein Spiel das die elendige Durststrecke an Games mindert.

Grafisch ist mir besonders das Rumgejammer der PC Fraktion im Ohr. Warum eigentlich? Egal was Ubisoft dort vorsetzt, verkaufstechnisch sind nur die Konsolen relevant. Wie immer.
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G1SZMO
#3 | 23. Apr 2014, 19:43
War nach dem erstem Gameplay extrem gehypt. Nachdem ich aber mehr und mehr zum Spiel gelesen habe, hat sich das aber eigentlich so gut wie gelegt. Werde es mir aber wahrscheinlich trotzdem kaufen, weil ich Open World Spiele einfach liebe und Bock habe Chicago zu erkunden. Ich habe allerdings keine Erwartungen mehr an die Story. Auch wenn sie im Ansatz interessant klingt glaube ich nicht das Ubisoft hier was weltbegewendes rüberbringen wird.
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Nohohon
#4 | 23. Apr 2014, 19:44
Dämonen, mechanische Riesenspinne? Versucht Ubisoft wieder alles nachzuäffen und packt deshalb ohne Sinn und Verstand alles mit rein?
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gigsen
#5 | 23. Apr 2014, 19:50
was das gejammer der pc fraktion?
soweit ich weis sieht es auf dem rechner in etwa so aus wie auf dieser ominösen demo von 2012..

aber jeder 2te konsolero beschwehrt sich weil die konsolen version eben nicht so ausschaut ..verarsche blabla und so..

mir egal mich hat das spiel noch nie wirklich angesprochen und die vorschau klingt für mich jetzt auch nich soo bombe.. wers mag..
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Tai Jason
#6 | 23. Apr 2014, 20:00
Zitat von gigsen:
was das gejammer der pc fraktion?
soweit ich weis sieht es auf dem rechner in etwa so aus wie auf dieser ominösen demo von 2012..

aber jeder 2te konsolero beschwehrt sich weil die konsolen version eben nicht so ausschaut ..verarsche blabla und so..

mir egal mich hat das spiel noch nie wirklich angesprochen und die vorschau klingt für mich jetzt auch nich soo bombe.. wers mag..


Einfach zum PC Games Forum, Downgrade total krass, Downgrade wegen Konsolen, Ubisoft eh Mist, Uplay Zwang wäähwääh usw. So wie immer. Dazu noch 100 Vergleichsvideos in Zeitlupe.
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Bierhefe
#7 | 23. Apr 2014, 20:02
Die Vorschau hat Watch Dogs für mich wieder auf den Plan gerufen. Hört sich besser an als ich zuletzt befürchtete.
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Stang
#8 | 23. Apr 2014, 20:04
Zitat von gigsen:
was das gejammer der pc fraktion?
soweit ich weis sieht es auf dem rechner in etwa so aus wie auf dieser ominösen demo von 2012..


Nein!
Laut Games aktuell sehen alle Next gen Versionen ziemlich gleich aus.
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gigsen
#9 | 23. Apr 2014, 20:09
Zitat von Tai Jason:


Einfach zum PC Games Forum, Downgrade total krass, Downgrade wegen Konsolen, Ubisoft eh Mist, Uplay Zwang wäähwääh usw. So wie immer. Dazu noch 100 Vergleichsvideos in Zeitlupe.


oh gott echt jetzt? lol

manchmal muss man sich fast schämen für seine pc spieler kollegen ^^
zum glück bin ich nicht auf der seite..
ich hab bis jetzt nur motzende konsoleros gelesen.. aber auch die "üblichen verdächtigen" ..wie immer halt..

edit:
@ stang

..jaja "laut blablabla" ..mir isses ja egal.. allerdings hab ich ganz anderes gelesen.. (von konsoleros übrigens)
ich glaub das was digital foundry sagt die belegen wenichstens ihre aussagen.. der vergleich wird schon noch kommen..
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Slami175
#10 | 23. Apr 2014, 20:26
Das einzige was die Konsolenversionen wirklich ausbremst sind die Last Gen Versionen.
Das die PC Version besser aussehen wird, das hab sogar ich als nicht gerade Technikexperte sofort geschnallt.
Wenn jemand unbedingt blätter herumschwirren und jedes Staubkorn einzeln auf den Screen haben will ,muss sich halt einen 1000€ PC zulegen und seine 400-500€ Konsole in die Tonne werfen. Sicher wäre auf den neuen Konsolen mehr drin gewesen aber die PS3 und die 360 bremsen halt die Current Gen noch aus.
Man braucht nur die ersten Titel der Vergangenheit sehen. Hab vor kurzen Dragon Age Origins gespielt. Mann sieht das Scheisse aus, aber gefällt trotzdem und dann vergleicht das mal mit den letzten Titeln der Generation.
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Details zu Watch Dogs - PlayStation 4

Cover zu Watch Dogs - PlayStation 4
Plattformen: PS4 PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 Wii U PC
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 27. Mai 2014
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montreal
Webseite: http://watchdogs.ubi.com
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