Journey - PlayStation 3
Action-Adventure  |  Release: 14. März 2012  |  Publisher: Sony Computer Entertainment  |  auch für: PlayStation 4
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Fazit

Wertung

Journey Test Die Reise ins Glück

Die poetische Wüstenwanderung Journey von thatgamecompany ist ein ergreifendes Lehrstück für reduziertes Spieldesign und leider viel zu kurz. Oder doch nicht?

Von Daniel Feith |

Datum: 14.03.2012


Zum Thema » Test-Video zu Journey Kommentierte Spielszenen & Fazit » Video: Behind the Scenes So entstand Journey » Launch-Trailer zu Journey Video zum Verkaufstart Ich habe immer wieder den gleichen Traum: Ich stoße mich vom Boden ab und gleite meilenweit durch die Luft. Es ist mit das schönste Gefühl, das ich kenne. Der PlayStation-Network-Titel Journey lässt mich dieses Glück des Fliegens zum ersten Mal in einem Videospiel erleben, nur um mich wenig später in tiefste Verzweiflung zu stürzen. Und: Journey lässt mich Kommunikation in Spielen neu denken. All das in etwas mehr als zwei Stunden. Journey ist kurz, viel zu kurz -- aber es ist ein Meisterwerk.

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Journey
Der Berg am Horizont ist unser Ziel. Eigentlich aber eher der Weg dorthin.

Journey ist das dritte Spiel des kalifornischen Studios thatgamecompany, die zuvor die PSN-Titel flOw und Flower entwickelt haben – meditative Sammelspiele, deren Design über das sture Abhaken von Elementen in der Spielwelt (Fressen von Meeresgetier, Berühren von Blumen) nie hinausging.

In Journey geht thatgamecompany einen Schritt weiter. Zwar beginnt das Jump’n’Run-Abenteuer simpel, mit zunehmender Spieldauer kommen aber einige Spielelemente wie Stealth-Passagen hinzu, die Journey zwar nicht herausfordernder aber immerhin abwechslungsreicher machen als seine zwei Vorgänger. Doch worum geht es eigentlich in Journey?

Die Geschichte: Unklar

Wie der Name schon sagt, erzählt Journey die Geschichte einer Reise. Einer archetypischen Reise. Der Startpunkt: eine Wüste. Das Ziel: der Gipfel eines Berges. Der Reisende: ein in groben Stoff gehüllter Wanderer – ich. Wo der Reisende herkommt ist ebenso unbekannt wie die Verheißung, die ihn am Ziel seines Trips erwartet. Thatgamecompany verzichtet auf eine Erklärung der Mythologie hinter Journey, die auf versteckten Reliefen und in kurzen Zwischensequenzen angedeutet wird.

Journey : Ganz alleine ist der Wanderer nicht. Auf seiner Reise begegnet er mysteriösen Wächtern,...

Wächter
Ganz alleine ist der Wanderer nicht. Auf seiner Reise begegnet er mysteriösen Wächtern,...

Das ist auch gut so. Mit jedem Neustart des Spiels – und Journey lädt dazu ein, wieder und wieder durchgespielt zu werden – formt sich die Geschichte des Reisenden in meinem Kopf neu. So groß die Versuchung ist, Journey philosophisch zu zerpflücken und über die angeschnittenen Themen wie Wiedergeburt, Solidarität und die »große Reise des Lebens« zu schwadronieren – Journey muss jeder Spieler für sich selbst erleben, seine Bedeutung für sich selbst herausfinden.

Der Multiplayer-Modus: Ungewöhnlich

Journey ist bei jedem Durchspielen anders. Nicht mittels zufallsgenerierter Levels oder neu verteilter Boni, sondern wegen dem Mitreisenden, dem ich bei meinen Wanderungen durch die Spielwelt zufällig begegne – oder auch nicht. Der Clou: Auch der andere Reisende wird von einem Menschen irgendwo auf der Welt gesteuert. Dessen Gamertag bleibt aber bis zum Ende des Spiels geheim, Sprach- oder Text-Chat gibt es nicht.

Journey : Zu zweit macht Journey noch mehr Spaß. Die Möglichkeiten der Interaktion sind reduziert und vielseitig gleichermaßen. Zu zweit macht Journey noch mehr Spaß. Die Möglichkeiten der Interaktion sind reduziert und vielseitig gleichermaßen. Die einzige Möglichkeit mit dem Mitspieler zu kommunizieren ist ein Ruf, den der Reisende abgeben kann. Was dieser bedeutet, entwickele ich im Zusammenspiel mit anderen Wanderern spontan. Mit dem ersten Spieler, dem ich etwa zur Hälfte des Spiels begegne, sieht die gemeinsame Sprache zum Beispiel so aus: Einmal rufen heißt »Komm mal her« oder »Sieh Dir das hier mal an«, zweimal rufen heißt »Ja« oder »Ok«. Beim zweiten Wanderer den ich treffe ist es genau umgekehrt.

Das gemeinsame Erarbeiten einer eigenen Sprache mit wildfremden Mitspielern ist faszinierend und erzeugt ein Gefühl von Verbundenheit und blindem Verständnis – vorausgesetzt natürlich, der andere Reisende spielt mit und ist nicht auf einem Ego-Trip durch die Spielwelt unterwegs. Denn auch das ist in Journey möglich: Ich möchte die Reise nicht zu zweit bestreiten? Kein Problem, dann lasse ich die andere Gestalt links liegen. So unsozial das klingen mag, auch das hämische Gefühl »Mit dir nicht, Freundchen« vermag Journey auszulösen.

Journey : Die hilfreichen Stoffwimpel müssen oft erst »befreit« werden.

Stoffwimpel
Die hilfreichen Stoffwimpel müssen oft erst »befreit« werden.

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#1 | 14. Mär 2012, 17:59
Gabs da nicht schon nen Test zu letztes Jahr oder so? 0o
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#2 | 14. Mär 2012, 19:31
Bei allem Respekt gegenüber den künstlerischen Aspekten; mir wird das Spiel zu sehr gehypt!
13€ für 2 Stunden ist jedoch wirklich nicht sehr viel. COD hat angeblich 10Std. und man zahlt 50-60€.
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TanteTom
#3 | 14. Mär 2012, 19:37
Zitat von SirTech:
13€ für 2 Stunden ist jedoch wirklich nicht sehr viel. COD hat angeblich 10Std. und man zahlt 50-60€.


naja ich war mit den letzten beiden modern warfare teilen nach jeweils knapp über 5 std. durch...das sind dann ca 10€ pro std. (ich habs mir natürlich nur aus der videothek geholt...1 tag 1 €...mehr isses in meinen augen fast auch nicht wert...aber das ist ja geschmackssache)

zu journey:
bin kurz davor mir ne guthaben karte zu kaufen für das spiel...wollte eigentlich keine spiele im psn kaufen...aber das reizt mich jetzt doch sehr
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monolights
#4 | 15. Mär 2012, 00:26
Das "Spiel" ist einfach unbeschreiblich! Die zwei Stunden (falls es überhaupt 2h waren) kamen mir eher wie 30 Minuten vor, was ich hier jedoch nur im positivsten aller Sinne erwähne.

Selten hab ich mich in einer derart traumhaften Welt, einer Symphonie aus Bildern und Gefühlen, so dermaßen verloren. Ich bin schlichtweg überwältigt von der Schönheit dieses Werks, von den vielen Fragen, den wenigen Antworten und der Tatsache, dass doch hin und wieder wenige Spiele aus dem ewigen Einheitsbrei heraussprießen! 2 Stunden, die mir persönlich mehr Wert sind als das Gros der vielen, vielen Vollpreistitel, die ich besitze.

Danke für dieses Meisterwerk!!!
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Musou Tensei
#5 | 15. Mär 2012, 15:11
Das Spiel kann ja noch so gut sein aber 13 Öcken für 2 Stunden lässt der Geißhals in mir einfach nicht zu, Limbo zu kaufen war schon die oberste Schmerzgrenze.
Ich werde auf einen Deal oder was auch immer es auf PSN in dieser Art gibt warten.
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xXCellXx
#6 | 15. Mär 2012, 16:04
Für 2 Stunden zahl ich sicher keine 13€, mag ja sein das es gut ist aber für 2 Stunden 13€? Da würd ich höchsten 5€ bezahlen mehr nicht.
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Pucaacup
#7 | 15. Mär 2012, 18:25
Also ich habe es mir gestern Abend gekauft.
Und habe im zweiten abschnitt gleich einen Mitspieler gefunden.
Wir sind zusammen ca. ne knappe stunde unterwegs gewesen und es war einfach richtig Traumhaft.
Als ich off musste, da ich morgen früh raus muss, hatte ich schon ein schlechtes gewissen Ihn alleine zulassen.
Also das Spiel ist wirklich klasse und für mich hat es sich zu 100% für die 13€ gelohnt.
Ich kann nur jeden raten es zu kaufen, spätesten wenn es mal im Angebot ist, ihr werdet es nicht bereuen.
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DEAD MAN
#8 | 15. Mär 2012, 20:25
Das Spiel ist wirklich ein meisterliches Kleinod (einfach traumhaft) und genau so, wie Daniel Feith es beschrieben hat. Leider hat mir, bei meiner ersten Reise, das PSN den Abschluß verdorben. Ich bin allein gestartet und hatte das Glück unterwegs einen wunderbaren Weggefährten zu finden. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und sind gut zwei Drittel des Weges zusammen gegangen. Doch kurz vor Abschluß unserer Reise und obendrein auf dem dramatischen Höhepunkt verließ uns das PSN. ("Es ist ein Fehler aufgetreten. Sie wurden vom PSN abgemeldet.") Ich dachte nur noch: Das darf jetzt nicht wahr sein! Nach knapp drei Minuten war ich wieder online, aber mein Mitspieler leider nicht mehr da. Ich habe ihn dann in der Spieler-Begegnungsliste gesucht, aber auch dort war er nicht aufgeführt. Ich hätte mich wenigstens gerne noch bei ihm bedankt, daß er die Reise mit mir zusammen gemacht hat. Aber es war mir einfach nicht möglich. Also habe ich schweren Herzens den kleinen Rest der Reise allein hinter mich gebracht und blieb mit dem Abspann und der Erkenntnis zurück, daß das PSN mir das Ende meiner ersten Reise verdorben hat.
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Sephirot 3000
#9 | 16. Mär 2012, 23:58
Um es auf den Punkt zu bringen: Selten so ein schönes Spiel gespielt! Jeder Cent hat sich gelohnt auch wenn es nur 2 Spielstunden bietet bringt es die eigenschaft mit immer und immer wieder gespielt werden zu wollen. Diese art Spiel werden oft unterschätzt, Journey ist in meinen Augen eine wahre Software-Perle die sich nicht vor Vollpreistiteln verstecken muss und von denen es leider viel zu wenige gibt. In der einzigartigkeit kann es sich zu Shadow of Colossus gesellen, es sind beides Spiele die man sich nicht entegehen lassen solle! Jeder der ein Traumhafte Reise erleben möchte dem empfehle Ich sich Journey zu kaufen... Und wie in dem Testvideo gesagt wurde... das Ende muss man selbst erlebt haben. Die Emotionen die auf eine simple aber dennoch extrem effektive art überbracht werden sind absolut traumhaft....

MfG
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loktron
#10 | 17. Apr 2012, 15:18
So darf man das einfach nicht sehen! Klar dauert ein Durchgang nur 2 Stunden. Trotzdem kann man aber viele weitere Stunden Spaß haben! Ich hab mir alle Trophäen geholt, das hat ca 8 Stunden gedauert und ich kann mich von diesem Spiel nicht losreißen! Eine Multiplayerpartie COD dauert nur 10 Minuten und da meckert auch keiner, weil man das halt immer wieder spielt und die Spielzeit zusammenrechnet!
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Nichts verpassen!

Details zu Journey - PlayStation 3

Cover zu Journey - PlayStation 3
Plattformen: PS3 PlayStation 4
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 14. März 2012
Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwickler: thatgamecompany
Webseite: http://thatgamecompany.com/gam...
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
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